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  • Pavillon und Sockel - Schule in Franken von Staab Architekten

    17.08.2018 Schon lange trug sich das sonderpädagogische Förderzentrum St. Kilian Schule mit Standorten in den beiden unterfränkischen Kommunen Marktheidenfeld und Lohr mit dem Gedanken eines Schulneubaus in Marktheidenfeld. Das alte Gebäude genügte nicht mehr den räumlichen Anforderungen an einen modernen, interdisziplinären Förderunterricht. Nun ist der von der Caritas Schulen gGmbH Würzburg beauftragte Neubau in Betrieb – entworfen wurde er vom Berliner Büro Staab Architekten, das in einem Verhandlungsverfahren im Jahr 2004 den ersten Rang erreichte. Die Gesamtkosten für das Projekt lagen bei 8,8 Millionen Euro. Das Zentrum mit den Schwerpunkten Sprache, Lernen, soziale und emotionale Entwicklung vereint Schule, Fördereinrichtung und Tagesstätte unter einem Dach. Entsprechend dem Selbstverständnis als „sorgsam gestaltete Lebenswelt für Schüler, Lehrer und Eltern“, die auf individuelle Förderung, Entspannung und Bewegung setzt, kreierten die Architekten einen Bau in kindgerechtem Maßstab, der in einladende öffentliche und in intimere Bereiche unterteilt ist, letztere mit direktem Zugang zum umgebenden Garten. Dabei nutzten Staab Architekten die Hanglage des Grundstücks für eine klare,... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Altjapanischer Luxus - Gästehaus in Kyoto von td-atelier

    17.08.2018 Die ehemalige Kaiserresidenz Kyoto blickt auf eine 1.200-jährige Geschichte zurück. Ursprünglich war ihr Stadtgrundriss nach der klassischen chinesischen Geomantie schachbrettartig angelegt. Auf diesem Grundriss standen dicht nebeneinander traditionelle hölzerne Stadthäuser, Machiya genannt. 1975 erließ die japanische Regierung ein Gesetz, das ganze Straßenzüge mit diesen historischen Gebäuden unter Denkmalschutz stellte. Viele Bewohner zogen daraufhin aufgrund der hohen Instandhaltungskosten weg. Das wiederum ermöglicht es neuen Besitzern mit dem entsprechenden Budget, kreative Lösungen für die Bestandsbauten zu finden. Das Projekt von td-atelier (Kyoto) ist vor diesem Hintergrund zu sehen: Für einen privaten Auftraggeber bauten die Architekten ein ehemaliges Wohngebäude zu einem gehobenen Gästehaus um. Typisch für die Machiyas, meist eine Kombination aus Wohn- und Geschäftshaus, sind eine sehr schmale Front und eine lange Gebäudetiefe mit einem innenliegenden Hof. Diese Bauweise ist eine Folge der früher üblichen Besteuerung, die sich nach der Breite der Ladenfront richtete. Deshalb baute man diese gern auffallend, aber schmal. Hinter der zur Straße orientierten Verkaufsfläche... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Grünes Rückgrat für Melbourne - UNStudio planen höchstes Haus Australiens

    17.08.2018 In Southbank, mitten in der City von Melbourne, soll bald das höchste Hochhaus Australiens stehen – und gebaut wird es von UNstudio aus Amsterdam, in Zusammenarbeit mit dem lokalen Büro COX Architecture. Die Niederländer setzten sich am Schluss gegen fünf der weltweit erfolgreichsten Büros durch: BIG, Coop Himmelb(l)au, MAD, MVRDV und OMA. Bauherr ist der Investor Beulah International. Ben van Berkel beschreibt den Entwurf seines Büros als „gedrehte skulpturale Silhouette, bei der das grüne Rückgrat als architektonisches Element eine Anzahl von Funktionen in eine fluide Geste integriert.“ Daher rührt auch der Name des Projekts: Green Spine. Am ehesten kann man das Superhochhaus vielleicht als in sich gedrehte, vertikale Struktur aus vernetzten Plattformen, Terrassen und Veranden beschreiben. Aus einem Sockel ragen zwei separate Hochhäuser empor, deren Fassade sich nach außen zur Stadt hin mit spiegelnden Fassaden verschließen. Nach innen winden sie sich als begrünte Terrassen spiralförmig nach oben. Damit soll bildhaft der Grünraum des Botanischen Gartens nebenan in die Vertikale verlängert werden. Der größere der beiden Türme mit einer Höhe von 352 Metern soll Wohnungen aufnehmen.... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • O.M. Ungers’ Solarhaus - Ergebnisse eines Sommerseminars in Köln

    17.08.2018 Oswald Mathias Ungers und ökologische Architektur – das mag für viele erstmal eine überraschende Kombination sein. Dennoch hat Ungers 1980 ein Solarhaus entworfen, das bislang allerdings wenig Beachtung gefunden hat. Lars Fischer von der KU Leuven und Cornelia Escher von der Kunstakademie Düsseldorf nahmen das Projekt zum Ausgangspunkt, um mit Studierenden in einem Sommerseminar am Ungers Archiv für Architekturwissenschaft UAA in Köln neue Perspektiven auf Ungers zu gewinnen. Vor dem Hintergrund aktueller theoretischer Debatten zur Nachhaltigkeit lässt sich auch ein Blickwechsel wagen: Was passiert, wenn man die Diskussion um nachhaltige Architektur den Fragen der technologischen Messbarkeit entzieht? Gibt es eine Ästhetik der Nachhaltigkeit? Und wie lässt sich diese am Beispiel des Solarhauses nachvollziehen? Von Cornelia Escher und Lars Fischer Der Entwurf zum Solarhaus steht als ökologische Architektur zunächst singulär im Werk von Ungers. Er entstand im Rahmen der in den 1980er-Jahren virulenten Debatte um ökologische Architektur, die auf die Energiekrise des vorangegangenen Jahrzehnts folgte. Ungers entwarf das Haus als Beitrag zu einem Wettbewerb für das Baugebiet „Auf der... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Frischer Raum zum Debattieren - Stadtwerkstatt von AFF Architekten in Berlin-Mitte eröffnet heute

    17.08.2018 Top-Down oder Bottom-Up? Diese schmissigen Anglizismen haben längst Einzug in unseren Sprachgebrauch gefunden, zumindest wenn es um Stadtentwicklung geht. Gerade in Berlin tummeln sich viele aktive Bürger, die Lust am Mitgestalten ihrer Stadt haben. Deshalb begann die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte vor gut einem Jahr, eine Plattform für öffentliche Diskussionen über die Entwicklung des Bezirks Mitte zu entwickeln. Die wichtigste Voraussetzung für ein solches Projekt: ein Ort zum Arbeiten und Diskutieren, Austauschen und Zusammensitzen. Und genau der wird heute Abend um 20 Uhr unter dem Namen Stadtwerkstatt in der Karl-Liebknecht-Straße 11, direkt gegenüber dem Fernsehturm eröffnet – mit Getränken und Snacks und unter Anwesehnheit der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Katrin Lompscher. Das Konzept für die Bespielung der Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss eines 13-geschossigen Plattenbauriegels aus den 60er-Jahren ersann das Berliner Architekturbüro AFF Architekten. Anstatt die morbide Etage der üblichen Renovierung zu unterziehen, erkannten die Architekten in den Nutzungsspuren einen charakterisierenden Charme. In die vorhandene Rasterdecke schnitten sie eine runde... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Ein Stadtplatz als Balanceakt - Smiljan Radic in San Pedro de La Paz

    16.08.2018 Signalrot und Tiefschwarz – der neu gestaltete Stadteingang von San Pedro de La Paz, den der chilenische Architekt Smiljan Radić zusammen mit Eduardo Castillo und Danilo Lazcano gestaltet hat, ist nicht zu übersehen. San Pedro gehört zur Agglomeration von Concepción und liegt zwischen dem Fluss Bío Bío und dem Pazifik. Der Entwurf des Masterplans für das Quartier Boca Sur war unter dem Titel „I love my Suburb“ als Wettbewerb ausgeschrieben worden und umfasste ein Gebiet von 15.000 Quadratmetern in der ärmeren Nachbarschaft der Stadt. Dem an Ackerland grenzenden, versteckt liegenden Platz wollten die Architekten einen klar definierten Perimeter geben. Auch ging es darum, ihn in einen sicheren und einladenden Ort zu verwandeln. Neben der Platzgestaltung mit Spiel- und Sportbereich beinhaltete der Wettbewerb auch den Entwurf einer Feuerwache sowie einer Mehrzweckhalle und einer Bibliothek. Wie die Farbwahl so sind auch die Gebäude klare formale Setzungen: Das längliche Gebäude der neuen Feuerwache steht rot leuchtend auf der einen Seite des Platzes, ein zweites, ebenfalls längliches Betongebäude auf der gegenüberliegenden Seite beherbergt die Mehrzweckhalle und die Bibliothek. Zum... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Party und Pilaster - Hotel von Tchoban Voss in Berlin

    16.08.2018 Die Hostel- und Hotel-Kette Meininger wurde um 2000 ursprünglich in der unscheinbaren Meininger Straße in Berlin-Schöneberg gegründet. Doch von diesen bescheidenen Anfängen hat sich das Unternehmen seitdem gründlich entfernt. Heute gehört es einer britischen Muttergesellschaft, die wiederum einem der ältesten Touristik-Unternehmen der Welt untersteht. So schnell kann es in 20 Jahren gehen. Meininger betreibt mit seinem Low-Budget-Konzept, das typische Hostel-Elemente mit regulären Hotel-Funktionen mischt, Häuser in über 15 europäischen Ländern. In Berlin wurde Anfang dieses Jahres am Postbahnhof, schräg gegenüber des Ostbahnhofs ein neues Haus eröffnet, das die junge internationale Kundschaft künftig vor allem durch seine Lage begeistern wird. Schon heute ist man von hier aus schnell an den Party-Hotspots im Osten der Stadt, und die gesamte Gegend um die Mercedes-Benz-Arena soll ja noch stärker in eine Feiermeile verwandelt werden. Entworfen hat das Gebäude das Berliner Büro von Tchoban Voss Architekten. Über 240 Zimmer bietet der Neubau, der mit seiner grauen Fassade aus Muschelkalk direkt neben dem historischen Backsteinbahnhof steht. Ein niedriger Gebäudeteil trifft auf eine... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Garnisonkirche in Potsdam - Offener Brief gegen falsches Geschichtsbild

    16.08.2018 Die Debatte um die Rekonstruktion historischer Bauten verlagert sich zunehmend. Stand in Berlin, Potsdam oder Frankfurt zunächst die eher moralische Frage nach dem „Ob“ im Vordergrund, geht es nun verstärkt um den historischen Gehalt einzelner Projekte. Nicht mehr das Prinzip Rekonstruktion in seiner ahistorischen Dimension steht dann in der Kritik, sondern die mit den Gebäuden verbundene hegemoniale Geschichtsschreibung. Damit einher geht – wie zuletzt in Frankfurt mit dem Diskussionsbeitrag von Stephan Trüby – ein genauer Blick auf die Motivation und Weltanschauung der Rekonstruktionsbefürworter, bei denen immer wieder auch eine Nähe zum rechten Rand zu beobachten ist. Wobei, und das ist wichtig klarzustellen, niemand behauptet, dass Rekonstruktion an sich rechts sei. Jüngstes Beispiel für den eingangs beschriebenen Wandel im Diskurs ist ein Klassiker des Rekonstruktionsstrebens: Die Garnisonkirche in Potsdam. Lange hatte man den Wiederaufbau ganz grundsätzlich für die städtebauliche Geschichtsklitterung kritisiert. Seit 2013 liegt nun aber eine Baugenehmigung für den Wiederaufbau des Turms vor, und nun geht es darum, wie genau sich das barocke Bauwerk von Philipp Gerlach in die... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Buchtipp: Wandern für Architekturfreunde - Heimatschutz unterwegs. Historische Pfade

    16.08.2018 Eigentlich gilt vor allem der Sommer als Wanderzeit par excellence. Doch angesichts der diesjährigen Hitze werden nicht wenige Wanderfreunde mit Sehnsucht auf einen goldenen Herbst hoffen, der noch ein paar gute Touren ermöglicht, ohne dass man in steilen, exponierten Hängen von der Sonne gebraten wird. Wer mit Wanderungen im Alpenland liebäugelt, sei auf eine interessante Publikation hingewiesen, die der Schweizer Heimatschutz im Frühjahr auf den Markt gebracht hat. „Heimatschutz unterwegs. Historische Pfade“ ist weder Wanderführer noch Wanderkarte, sondern ein Hybrid: ein kompakter Pappschuber mit 35 gefalteten Wanderkarten und einem kleinen Begleitbüchlein. Der große Vorteil: Mit den Karten im Maßstab 1:10.000 bis 1:33.000 hat man ernsthaft nutzbare Wanderkarten in der Hand und kann spontan los starten. Texte und Erläuterungen sind knapp gehalten. Statt langer Geschichten gibt es einige zentrale Informationen. Diese Schwerpunktsetzung macht deutlich: Den Machern ging es wirklich um’s Wandern und selbst Entdecken – und nicht um ein weiteres Lesebuch zur Schweizer Kulturlandschaft, in dem auch Wandervorschläge zu finden sind. Die Auswahl der Touren konzentriert sich nicht auf eine... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Goldgrube Ruhrgebiet - Doppelausstellung zur Nachkriegsmoderne in Dortmund

    16.08.2018 Kult- und retrobegeisterte Freunde der Architektur können in einer Region besonders fündig werden: Das Ruhrgebiet ist wie kaum ein anderer Ort durch Gebäude und Siedlungsstrukturen der Nachkriegszeit geprägt, in der oft nach der Prämisse geplant wurde, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und eine bessere Zukunft zu entwerfen. Im Rahmen des Projekts Big Beautiful Buildings können den ganzen Sommer über Bauwerke wiederentdeckt werden, ob groß oder klein, bekannt oder weniger bekannt, auffällig oder unscheinbar. Nun widmet sich eine Doppelausstellung konkret der städtebaulichen Idealplanung in Dortmund, die zur Bundesgartenschau 1958 entwickelt und bis Mitte der 1960er Jahre realisiert wurde. Beide eröffnen am Freitag, 17. August 2018. Ein besonderer Ausstellungsort wird dann der nachträglich hinzugefügte Kellerpool eines Dortmunder Einfamilienhauses aus den späten 1950er Jahren sein. Das Architekturbüro Schamp & Schmalöer zeigt dort die Schau „Schwimmen in Geld“, eine Auswahl von Bildern und Objekten privater Schwimmbäder aus der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders. Der Architekt Richard Schmalöer ist der Meinung, dass kaum ein anderer Bautyp besser dokumentiert, wie in der... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Holocaust-Mahnmal in Ottawa - Studio Libeskind stellt Gedenkort fertig

    15.08.2018 Das neue Holocaust-Mahnmal in Ottawa trägt unverkennbar die Handschrift Daniel Libeskinds: Von oben gesehen, erinnert die knapp 2.000 Quadratmeter große begehbare Anlage, die das New Yorker Büro plante, sowohl an den Davidstern als auch an den dreieckigen Winkel, der im Dritten Reich Homosexuelle, Roma und Sinti und andere verfolgte Minderheiten öffentlich als geächtet und zur Vernichtung freigegeben markierte. Die Ortbetonwände des Memorials ragen steil in die Höhe, zerklüftet und zersplittert, wie Scherben, die in einer klaffenden Wunde stecken.

 Auf dem Weg über das Gelände sind auf verschiedenen Ebenen drei Gedenkorte, ein Geschichtszentrum und ein zentraler Versammlungshof integriert. Monochrom schwarze Wandgemälde, den Fotografien Edward Burtynskys nachempfunden, zeigen Schauplätze der NS-Verbrechen in ihrem heutigen Zustand. Der so genannte Sky Void, ein turmartiger, dreieckiger Bau rahmt, wie oft in programmatisch verwandten Bauten von Studio Libeskind, einen Ausschnitt des Himmels. Dieser wird damit Teil der Dramaturgie des labyrinthgleichen Ensembles. Direkt gegenüber des Canadian War Museums gelegen, soll das erste den Opfern des Nationalsozialsozialismus gewidmete... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Sinfonie auf sechs Geschossen - Musikfakultät in Iowa City von LMN Architects

    15.08.2018 Als der Iowa River im Juni 2008 weite Teile von Iowa City überflutete, wurde auch der Campus der Universität in Mitleidenschaft gezogen. Insbesondere das Voxman Music Building, die Heimstatt der Musikfakultät, wurde so stark beschädigt, dass es nicht mehr zu retten war. Jahrelang zog die School of Music daraufhin durch verschiedene Interimsräume. Seit Oktober 2016 ist sie in einem neuen Voxman Music Building – nun nicht mehr am Flussufer, sondern an einer belebten Straßenkreuzung gelegen – wieder unter einem Dach vereint. Entworfen wurde der Neubau, der in diesem Jahr mit dem vom American Institute of Architects verliehenen Education Facility Design Award ausgezeichnet wurde, von LMN Architects (Seattle) unter Mitwirkung von Neumann Monson Architects (Des Moines). Der neue Standort lässt das riesige, mehr als 17.000 Quadratmeter große Volumen zum Verbindungsglied zwischen Stadtzentrum und Universitätsgelände werden. Dieser vermittelnden Rolle wird auch die Gestaltung des Baukörpers gerecht: Zur Straßenkreuzung hin öffnet er sich mit einer über mehrere Geschosse reichenden Übereckverglasung, sodass das dahinterliegende Atrium zum riesigen Schaukasten wird. Passanten erhalten... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Terrakotta neu interpretiert - Ferienwohnungen auf Mallorca von TEd’A arquitectes

    15.08.2018 Unbehandeltes Holz, Terrakotta, weißer Putz: Eine Materialwahl, die gerade im Ferienkontext an die 1970er Jahre denken lässt, zugleich aber auch typisch für Mallorca mit seinen vielen Fincas ist. Lässt sich mit diesen einfachen Zutaten eine zeitgenössische Ästhetik generieren? TEd’A arquitectes aus Palma de Mallorca ist dies bei fünf Ferienapartments gelungen, die sie im letzten Jahr in einem Bestandsgebäude im Urlaubsort Can Picafort eingerichtet haben. Der Ansatz von Irene Pérez und Jaume Mayol ist so einfach wie schlau: Anstatt an die rustikalen Aspekte der Terrakotta-Tradition anzuknüpfen, arbeiten sie an einer konsequenten Verfeinerung dieser Ästhetik. Für die Wände verwenden sie beispielsweise simple Termoarcilla-Hohlziegel, die allerdings – auf die Seite gestellt und verputzt – wie feines Ornament wirken. Und die quadratischen Boden-Ziegel werden so breit verfugt, dass die Raumwirkung hell und leicht ist. Hinzu kommen Akzente in Form von leuchtend glasierten Ziegeln, mit denen unter anderem die tragenden Bauteile markiert werden. Gerade die Verwendung der Termoarcilla-Ziegel hat dabei nicht nur einen ästhetischen Grund, sondern auch eine strukturelle Dimension. Pérez und... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Wohnen unterm Kirchendach - Umbau in Reutlingen von Architekturbüro Manderscheid

    15.08.2018 Nur das kleine Kreuz auf der Spitze des zehn Meter hohen Zeltdachs wies die neuapostolische Kirche in Reutlingen-Altenburg eindeutig als Kirchenbau aus. Ansonsten hätte das Gebäude mit den rotbraunen Ziegeln und der hellen Putzfassade fast als Einfamilienhaus durchgehen können. Da passt es doch, dass der Sakralbau nach dem Umbau von Architekturbüro Manderscheid aus Stuttgart als geräumiges Wohnhaus für eine Familie dienen kann. Das Kreuz wurde vom Dach der 1961 erbauten und 1974 erweiterten Kirche natürlich entfernt. Im Innenraum ist allerdings weiterhin eine spezielle Raumqualität spürbar, die sich von der klassischer Vorort-Einfamilienhäuser abhebt. Im Besonderen natürlich im Wohnbereich unter dem hohen Zeltdach, der als Mittelpunkt des Familienlebens dient. Um hier die Großzügigkeit zu erhalten, wurde die Küche als Raum-im-Raum eingestellt. Auf der oberen Ebene dieser Küchenbox, die über eine Regaltreppe und eine schlanke Brücke erschlossen wird, ist ein Balkon erreichbar. Über einen Tresen öffnet sie sich zum Wohnraum hin, der kaum verändert wurde. Beim vorgelagerten Flachbau wurden einige Eingriffe in den Grundriss vorgenommen, unter anderem wurde die Eingangssituation... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • München farbig, 1948 bis 1965 - Ausstellung in der Architekturgalerie

    15.08.2018 Wer kann sich heutzutage noch ein Bild davon machen, wie es hierzulande kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs ausgesehen haben muss? Mehrheitlich wird sich das Wissen darum wohl aus Abbildungen in Geschichtsbüchern und rar vorhandenen, wackeligen Schwarz-Weiß-Filmen speisen. Doch jetzt wird es bunt: Am Donnerstag, 16. August 2018 eröffnet in der Architekturgalerie München die Ausstellung „München farbig, 1948– 1965. Vom Trümmerfeld zum U-Bahnbau“. Erstmalig trägt sie Farbfotografien der zerstörten bayrischen Hauptstadt zusammen. Größtenteils von US-amerikanischen Touristen und Besatzungssoldaten stammend – Farbfilme waren in Nachkriegsdeutschland absolute Ausnahme – zeigen sie die Trümmer, leergeräumte Flächen und Behelfsbauten und den darin stattfindenden Alltag, zu dem auch – wenngleich selten eingefangene – Feierlichkeiten und Vergnügen gehörten. Parallel zur Ausstellung erscheint der gleichnamige Bildband. Der Münchner Sammler und Kunsthändler Sebastian Winkler kaufte die Bilder, die in den zehn letzten Jahren über Nachlässe der damaligen Hobbyfotografen auf den Online-Markt der Vereinigten Staaten drängten. Der Katalog erhält 250 Fotografien, deren Herkunft und Sujet er... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Ein Gebäude als Brücke - Rathaus auf den Färöer-Inseln von Henning Larsen

    14.08.2018 Auf dem Satellitenbild ist das neue Rathaus von Eysturkommuna im Moment recht leicht zu finden. Aber das liegt nur am veralteten Bildmaterial, auf dem noch der Rohbau in Beton zu sehen ist. Auf dem farbigen Lageplan muss man nämlich suchen, so geschickt versteckt sich das Gebäude von Henning Larsen (Kopenhagen). Und auch auf den Fotos scheint es sich geradezu mimetisch an die Landschaft der Färöer anzupassen. Nur um Mimese geht es hier aber natürlich nicht, wie der für das Projekt zuständige Partner Ósbjørn Jacobsen anmerkt, der selbst von den Inseln stammt. Man habe sich nicht einfach an der traditionellen Architektur orientiert, sondern vielmehr jene Prinzipien untersucht, die dieser zugrunde liegen. Und dann landet man eben bei der spektakulären Landschaft und dem typischen Insel-Motiv, die Grenzen zwischen Haus und Natur verschwinden zu lassen. Die Architekten um Jacobsen konzipierten einen langgezogenen, mehrfach abgewinkelten Baukörper, der in der Nähe des Hafens der Teilortschaft Norðragøta steht. Eingeschossig ausgeführt, kommen so rund 750 Quadratmeter Geschossfläche zusammen. Der Clou des Gebäudes: Ein Teil führt über einen kleinen Fluss, womit das begehbare, grüne Dach... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Sehen und gesehen werden - Kulturzentrum von Creus e Carrasco Arquitectos in Galicien

    14.08.2018 Was macht man mit einer alten Gefängnisanlage, die auf Kontrolle und Sicherheit ausgerichtet ist und wo über Jahrzehnte hinweg Menschen in Disziplin erzogen wurden, um sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern? Anstatt sie abzureißen, entschied die Gemeinde im nordspanischen Lugo die 1878 erbaute Anlage zum Kulturzentrum umzubauen. Dazu lobte sie 2009 einen Wettbewerb aus, den das Büro Creus e Carrasco Arquitectos (Coruña) gewann. Der historische Bau liegt außerhalb der Stadtmauern der 100.000-Einwohner-Stadt Lugo – der ältesten Stadt in Galicien. Der eigentliche Gefägnisbau ist umgeben von einer dicken Gefängnismauer, an deren vier Ecken je ein Wachturm steht. Von dort oben schaut man nun nicht mehr den Gefangenen bei ihren Leibesübungen zu, sondern beobachtet Kunst- und Kulturinteressierte. Das Gesamtkonzept sieht vor, die Anlage gegenüber der der Stadt zu öffnen. Deshalb wurden in das umgebaute Haus sowohl kulturelle als auch administrative Funktionen der Stadt integriert. Der Name der neuen Institution: Vello Cárcere. Der grundsätzliche Eingriff in das zentrale Gefängnisgebäude ist minimal. Das Panoptikum wurde restauriert und dient mit seinen Nischen und Nebenräumen... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Wachsendes Haus - Umbau von rethmeierschlaich bei Köln

    14.08.2018 Die Biografie des von rethmeierschlaich architekten aus Köln umgebauten und erweiterten Wohnhauses ist interessant. Erbaut wurde es als sogenanntes Holzbehelfsheim Anfang der 1950er Jahre auf nur 40 Quadratmetern Fläche und mit nur einem Geschoss. Dies war insofern keine ungewöhnliche Größe, als jener Bautyp ursprünglich unter den Nationalsozialisten als behelfsmäßiger Wohnraum für ausgebombte Deutsche eingeführt worden war. Anfang der 1980er Jahre wurde das kleine Haus erstmals erweitert. Nun hat es seit 2013 eine weitere Wandlung vollzogen. Um das Einfamilienhaus in Hürth bei Köln an die Bedürfnisse des heutigen Besitzers anzupassen – es musste Raum für den Familienzuwachs sowie für die eigene Berufstätigkeit geschaffen werden – haben die Architekten das Grundstück in zwei Phasen nachverdichtet. Dass es junge Familien in die Vorstädte zieht, um für das Leben mit Kindern den passenden Raum zu finden, mag nicht neu sein. Darüber hinaus weisen die Architekten in Bezug auf ihr Projekt auf ein weiteres Phänomen hin: Der Wohnraumbestand, den diese Familien heute in den Vorstädten vorfinden, genügt ihren Bedürfnissen nicht mehr, da sie Wohnen mit Arbeiten verbinden wollen und... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Die schönste Treppe der Welt - Beton-Poesie von BAST in Toulouse

    14.08.2018 Okay, der Titel ist natürlich eine maßlose Übertreibung. Hier will die Redaktion ganz offensichtlich um Aufmerksamkeit heischen. Andererseits: Haben Sie schon mal eine schönere Treppe gesehen, liebe Leserinnen und Leser? Auch mit etwas Zurückhaltung betrachtet muss man dem Team des Toulouser Büros BAST zugestehen, dass hier etwas ganz Besonderes gelungen ist. Mit ihrer Intervention verwandelten die Architekten das Zentrum eines Hauses in der Innenstadt von Toulouse in eine kleine, private Feier des Brutalismus. Der Hintergrund ist so simpel wie alltäglich: Schon seit vielen Jahren wird das Haus von einem Ehepaar bewohnt. Und nun, im Ruhestand, ändern sich die Ansprüche. Die alte Treppe ist plötzlich zu steil, und Küche und Esszimmer im Erdgeschoss wirken irgendwie dunkler als früher. Die Lösung: Ein Teil des Wohnzimmers im Obergeschoss wird zugunsten einer großzügigen Eingangshalle geopfert. So kommt nicht nur mehr Licht ins Haus, sondern es gibt auch mehr Platz für eine Treppe mit angenehmerer Steigung. Weniger Quadratmeter, mehr Großzügigkeit, so einfach kann es manchmal sein – und so architektonisch. (sb) Fotos: BAST >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Habitat 2.0 - Architekturfilmsommer in Wien

    14.08.2018 Der lang anhaltende Sommer bietet natürlich beste Voraussetzungen für Kinoabende im Freien. Schön, dass das Architekturzentrum Wien auch diese Saison wieder seinen Hof in ein Freiluftkino verwandelt und Dokumentar-, Kurz- und Experimentalfilme zum Thema Architektur zeigt. Thema der Filmabende ist „Habitat 2.0 – Aus Alt mach Neu“. Zwei Termine mit Filmen zur der Revitalisierung bestehender Bauten und zu Experimenten mit überlieferten Bauweisen und Strukturen stehen noch an. Am kommenden Mittwoch, 15. August laufen drei Streifen über die Leinwand. Der Abend beginnt mit dem Film „Wessen Stadt“ von Hans Christian Post, der den Architekturstreit der 1990er Jahre in Berlin nachzeichnet und fragt, ob Berlin eine Stadt für alle bleiben kann. Der Kurzfilm „To the Table“ von Anna Dobrova bildet den Übergang zu Philipp Kohls und Donnie Schoenemonds Dokumentarfilm „Niemandsland – Über die Zukunft einer verlassenen Stadt“, der die partizipative Planung von MVRDV für das ehemals vom US-Militär genutze Benjamin Franklin Village in Mannheim thematisiert. In der letzten Augustwoche, am Mittwoch, 29. August, dürfen dann nochmal vier Filme erwartet werden. In seinem Film „Slightly Modified Housing“... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Zeitgemäße Tempelstätte - Kulturzentrum im mexikanischen Cuernavaca von Isaac Broid + Productora

    13.08.2018 Ihre antiken Tempel bauten die Mexikaner, Azteken und andere Völker Mittelamerikas in Form einer Pyramide: Vier dreieckige Seitenwände auf quadratischem Grundriss, die in einer Spitze zusammenlaufen. Von Grundform als auch Materialität dieser ikonischen Bauten ließ sich das Team aus den Büros Isaac Broid (Amsterdam) und Productora (Mexiko-Stadt) beim Entwurf des kürzlich eröffneten Kulturzentrums in Mexiko inspirieren. Das imposante Gebäude liegt in Cuernavaca, der circa eineinhalb Autostunden von Mexiko-Stadt entfernten Hauptstadt des Bundesstaates Morelos. In nächster Nähe befindet sich die Tempelanlage Teopanzolco, eine archäologische Stätte der Nahua-Kultur, die ihre Blütezeit vom 14. bis zum 16. Jahrhundert hatte. Unmittelbar gegenüber der Ruine des Haupttempels dieser Anlage, die mittlerweile ringsum von kleinteiligen städtischen Strukturen umfangen wird, setzten die Architekten das neue Kulturzentrum. Mit dem 7.000 Quadratmeter umfassenden neuen Bauwerk wollten die Planer der historischen Kultstätte ein maßstäbliches Vis-à-Vis geben. Aus dem mächtigen Sockel des Gebäudes, der die Werkstätten, Lager und ein Black Box-Theater beherbergt, erheben sich zwei unterschiedlich große... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Rationalistische Eleganz gegen den Prüfungsstress - Unigebäude von wulf architekten in Frankfurt

    13.08.2018 Ob das neue Medicum in Frankfurt am Main den Studierenden in Zukunft in positiver Erinnerung bleiben wird, darf bezweifelt werden. Und das sicherlich nicht, weil wulf architekten aus Stuttgart architektonisch versagt hätten. Nein, es ist vielmehr das Programm des Hauses, das den meisten wohl ein ungutes Gefühl bescheren wird. Denn das Medicum vereint das „Lehr-, Lern- und Prüfungszentrum“ des Fachbereichs Medizin der Johann Wolfgang von Goethe-Universität unter seinem Dach. Das klingt nach Büffeln, harter Arbeit und Prüfungsstress, nach streng getaktetem Pauken in der zeitgenössischen Massenuniversität. Dementsprechend umfasst das Raumprogramm unter anderem einen zentralen Prüfungssaal für 200 Personen im Untergeschoss, der über einen Tiefhof belichtet wird. Der Neubau geht auf einen Wettbewerb zurück, den wulf architekten 2009 für sich entscheiden konnten. Damals ging man von einer Eröffnung des Hauses im Jahr 2012 aus, schlussendlich wurde jedoch erst im Spätsommer 2013 zu bauen begonnen. Die Verzögerung und damit einhergehende Überarbeitung hat dem Projekt in formaler Hinsicht nicht geschadet. Wer die kleinen, fast zehn Jahre alten Visualisierungen mit der realisierten... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Holzhütte zum Auspacken - Minihaus in Upstate New York von BIG

    13.08.2018 Musste Henry David Thoreau seine kleine Unterkunft am Walden Pond noch allein bauen, kann der Einsiedler von heute sein spartanisches Domizil online buchen und innerhalb von wenigen Monaten am Ort seiner Wünsche aufbauen lassen. Diese Idee hatte zumindest der dänische Designer Søren Rose aus Kopenhagen. Die Tiny Houses seines Geschäftsmodells Klein basieren auf zerlegbaren Hütten, die einfach verpackt und transportiert werden können. Für den Entwurf des ersten Prototyps lud er den eher für seine Großprojekte bekannten Landsmann Bjarke Ingels ein. Das Kopenhagener Büro BIG ist also verantwortlich für Klein A45. Es ist das erste Haus des jungen Unternehmens und steht irgendwo im Wald des Bundesstaates New York. Aus einem quadratischen Grundriss heraus formen nach oben zulaufende, dreieckige Wandelemente die Haube der Hütte. Von jeder Seite erscheint das minimalistische Gebäude ein wenig anders – mal dynamisch spitz und halb verglast, dann wieder gedrungener und introvertiert. Wände sowie Fensterfronten sind aus Fertigteilmodulen zusammengesetzt, bestehend aus Holz, Pressholz und Glas. Die gesamte Unterkunft bietet einen Raum von 16,7 Quadratmetern Fläche. Das ist nicht viel, jedoch... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Malteser Luxus - Wohn- und Hotelturm von ZHA in San Giljan

    13.08.2018 Das Viertel Paceville in der maltesischen Stadt San Ġiljan wurde in den letzten 50 Jahren konsequent zu einem Epizentrum des Tourismus und der Vergnügungsindustrie im Mittelmeerstaat entwickelt. Hier haben die Bar-, Club- und Casinobetreiber der Insel bevorzugt ihre Etablissements – und internationale Hotelketten wie Hilton, InterContinental und Westin die 5-Sterne-Varianten ihrer Portfolios. In diesem Kontext werden Zaha Hadid Architects (London) für den maltesischen Investor Joe Portelli einen Wohn- und Hotelturm mit Luxus-Wohnungen im Hochpreissegment realisieren – den Mercury Tower. Das Grundstück des Mercury Towers liegt im Entwicklungsgebiet von Paceville, dessen Planungshistorie durch einige Kontroversen geprägt ist. Die lokale Planungsbehörde ist schon seit einigen Jahren bestrebt, für das Areal einen Masterplan zu entwickeln. Eine vom englischen Planungsunternehmen Mott MacDonald erarbeitete und 2016 veröffentlichte Version erhielt allerdings viel Kritik in der Bevölkerung – unter anderem sah das Projekt die Umsiedlung von 400 Familien vor – und sollte überarbeitet werden. Spätestens als bekannt wurde, dass die Firma Mott MacDonald auch bei Joe Portellis Mercury Tower... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Was ist eine IBA? - Ausstellung Open IBA in Basel

    13.08.2018 Was macht eigentlich eine IBA, eine Internationale Bauausstellung? Seit wann gibt es sie, wo gibt es sie, warum gibt es sie? Antworten auf diese Fragen bietet die Ausstellung „Open IBA“, die nach Berlin, Nürtingen und Heidelberg nun in Basel Station macht. Die als Gemeinschaftsprojekt der IBA Thüringen und der IBA Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „IBA meets IBA“ konzipierte Show, die von einer Webseite begleitet wird, informiert über die Geschichte Internationaler Bauausstellungen, die 1901 mit der Mathildenhöhe in Darmstadt ihren Anfang nahm. Anschaulich wird auch, wie sich das Format und das Selbstverständnis der IBA als Instrument der Stadtplanung und des Städtebaus im Laufe von über 100 Jahren gewandelt hat – von einer Leistungsschau der Architektur und der Gestaltung wegweisender Ensembles über die Sanierung vorhandenen Baubestands hin zum zunehmenden Einbezug sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Fragen. Acht abgeschlossene und fünf aktuell laufende Bauausstellungen zeigen das Spektrum und den Erfolg des Formats, das mittlerweile nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Nachbarländern Schweiz, Österreich und den Niederlanden umgesetzt wird. Die IBA... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Chemnitzer Campuszuwachs - Laborgebäude von Heinle, Wischer und Partner

    10.08.2018 Mikroforschung auf 9.598 Quadratmetern: In Auftrag des Freistaates Sachsen haben Heinle, Wischer und Partner (Dresden) in Chemnitz ein Laborgebäude fertiggestellt, in dem Studierende der Technischen Universität zukünftig interdisziplinär an Nanomembranen forschen werden. Ziel der Planung des MAIN (Materials, Architecture and Integration of Nanomembranes) war es zum einen, so die Architekten, den Austausch der vier verschiedenen Fachbereiche baulich zu begünstigen. Zum anderen sollen Aus- und Durchblicke den Wissenschaftlerinnen einen optischen wie inhaltlichen Ausgleich zur konzentrierten Laborarbeit bieten. Als heller Quader präsentiert sich der Forschungsbau zu den Straßen hin. Ein tiefer Einschnitt in der mit weißen, gekanteten Metallblechen verkleideten Fassade der langgezogenen Südfront markiert den Eingang. Die Nordseite ist von einer streng durchgerasterten Verglasung charakterisiert. Die klare Struktur und Trennung findet im Inneren ihre räumliche Entsprechung: Hier befinden sich Büros, während die Südseite die – schon an der geschlossenen Fassade ablesbaren – Reinräume beherbergt. Dazwischen ist eine Funktionsspange angeordnet, die über die Länge des Gebäudes immer... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Edel schwitzen in Schweden - Pop-up-Sauna von Studio Bigert+Bergström

    10.08.2018 Es ist, wonach es aussieht: ein goldenes Ei. Ein Goldei. Wertvoll, zerbrechlich, strahlend. Ins Innere dieser Solar Egg genannten Konstruktion sollten sich Gäste nur mit Handtuch um die Hüften wagen. Denn drinnen wird sauniert, auf Holzbänken vor einem herzförmigen Holzofen. Das Stockholmer Künstlerduo Bigert & Bergström hat dieses Ei in die schwedische Landschaft gestellt. Genauer gesagt nach Lappland, in Schwedens nördlichste Stadt Kiruna. Kiruna – der Name kommt vom samischen Wort für Schneehuhn – entstand um 1900 als Siedlung für das gleichnamige Eisenerzbergwerk. Das Eisenerz ist noch heute Wirtschaftsgrundlage der Stadt. Damit die unter der Stadt liegenden Vorkommen weiter abgebaut werden können, soll Kiruna bis 2040 fünf Kilometer nach Osten verlegt werden. Die 1912 aus Birkenstämmen erbaute Holzkirche wird an den neuen Standort übersiedelt, das denkmalgeschützte Rathaus hingegen durch einen Neubau von Henning Larsen ersetzt. Doch zurück zum güldenen Ei. Beauftragt wurde das Projekt, das Kunstinstallation und öffentliche Sauna zugleich ist, vom schwedischen Projektentwickler und Verband für Wohnungseigentümergemeinschaften Riksbyggen, der eine große Anzahl von Immobilien... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Holzbau-Puzzle - Wohnhaus in Tokio von Hugo Kohno

    10.08.2018 Das kleine Wohnhaus in Tokio ist ungewöhnlich. Zumindest entspricht es nicht dem medial verbreiteten Bild einer progressiven, japanischen Wohnarchitektur. Weder wird der Wohnraum seziert wie bei dem Projekt Around the Corner Grain von Eureka und MARU architecture, noch huldigt man Beton und hängenden Gärten wie beim Wohnhaus von Akihisa Hirata. Das aber macht den Bau des japanischen Architekten Hugo Kohno (Tokio) nicht weniger interessant. Der Holzbau im dicht bebauten Stadtteil Minamiyukigaya ist dreigeschossig. Da das oberste Geschoss durch seine Form und Fassadenverkleidung aus dunklem Metall wie ein Dach daherkommt, wirkt das Gebäude aber eher wie ein zweigeschossiges Einfamilienhaus. Letztlich ist es das ja auch: Im Erdgeschoss befindet sich eine Wohnung für die Mutter des Bauherren sowie ein Japanischer Raum für Teezeremonien. In den beiden oberen Geschossen befindet sich die Wohnung samt Atelier für den Bauherren und seine Familie. Das knapp 170 Quadratmeter große, schmale Grundstück wird im Osten durch eine Straße und im Süden durch ein dreigeschossiges Apartmenthaus begrenzt. Von der Straßenseite aus gesehen verschränken sich die beiden Volumen des Hauses wie zwei... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Rot gepixelt am Brückenkopf - Feuerwache in Regensburg von Michael Ballerstaller

    10.08.2018 Auf den ersten Blick wundert man sich ein bisschen über den Standort der neuen Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Regensburg. Der Löschzug Altstadt mit seinen drei Fahrzeugen ist nämlich relativ weit außerhalb der historischen City stationiert. Der Neubau des ortsansässigen Architekten Michael Ballerstaller liegt südlich der zentralen Bahntrasse an der Ausfallstraße Kirchmeierstraße im Westen der Donaustadt. Doch was auf den ersten Blick ungünstig wirkt, wird in Zukunft eine strategisch kluge Situation sein. Denn direkt neben dem Neubau entsteht gerade die Klenzebrücke, die es den Einsatzkräften erlauben wird, die Gleise auf schnellstem Weg zu überqueren und nach Norden vorzustoßen. Dem nahen Gleisbett und der Hanglage des schmalen Baugrundstücks ist auch die funktionale Ordnung des Hauses geschuldet. Zur Bahntrasse hin war eine sieben Meter hohe Stützmauer notwendig. Die Fahrzeughalle musste aus einsatztechnischen Gründen bis an diese Mauer gerückt werden, der aufgeständerte Bürotrakt konnte weiter vorne zur Kirchmeierstraße hin platziert werden. So entstand eine klar gegliederte Gebäudefigur, die die Funktionen ablesbar macht. Zusätzlich akzentuiert wurde die Zweiteilung des... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Entschleunigen im Schwarzatal - Tag der offenen Tür in Sommerfrische-Villen

    10.08.2018 Etwas Erfrischung in diesem heißen Sommer gefällig? Dann nichts wie raus aus der Stadt und hinein ins thüringische Schwarzatal – wie schon im vergangenen Jahr findet hier am Sonntag, 26. August 2018 der „Tag der Sommerfrische“ statt. Dann öffnen sich die Türen zahlreicher historischer, sonst nicht zugänglicher Sommervillen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert wieder für ein umfangreiches Kulturprogramm, bei dem Landschaft, Architektur und Kulinarik zusammenkommen. Es locken Führungen durch die mondänen Sommer- und Logierhäuser, die aus einer Zeit stammen, in der das Schwarzatal ein beliebter Erholungsraum für das stadtmüde Bürgertum war. Zusätzlich laden Ausstellungen zur Geschichte, kleine Theateraufführungen, Musik, regionale Produkte sowie Picknick- und Kaffeetafeln dazu ein, die mondänen Sommerfrische-Architekturen zehn verschiedener Ortschaften zu erkunden und über Reaktivierungsmöglichkeiten der teils seit vielen Jahren leerstehenden Gebäude nachzudenken. Ziel des Projekts ist die Revitalisierung der unter stetem Bevölkerungsrückgang und dem demografischen Wandel leidenden Region mithilfe eines nachhaltigen Tourismus. Initioren sind die Zukunftswerkstatt Schwarzatal in... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Ländliches Quartier - Wohnungsbau und Hotel in Garmisch-Partenkirchen von Beer Bembé Dellinger

    09.08.2018 Auch im ländlichen Raum wird zunehmend kompakt gebaut. Obwohl freistehende Häuser immer noch das Bild vieler Gemeinden prägen, geht es definitiv auch ganz anders, wie Beer Bembè Dellinger Architekten und Stadtplaner aus dem oberbayerischen Greifenberg mit einem aktuellen Projekt in Garmisch-Partenkirchen beweisen. Ausgangspunkt war ein langgestreckter Grundstückstreifen und ein städtebaulicher Ideenwettbewerb, den die Architekten im Jahr 2011 für sich entscheiden konnten. Entstanden ist ein Ensemble aus einem Hotel mit Tagungsräumen, Restaurant und Gewerbeeinheit sowie sechs unterschiedlich lange, zweigeschossige Riegel mit Wohnungen. Die Bauten rahmen einen halböffentlichen, naturnah bepflanzten Innenhof. Die Architekten bezeichnen das Projekt selbstbewusst als „Quartier“ – ein Begriff, der auch im Namen des Hotels wieder auftaucht. Kompaktheit und Nutzungsmischung war also das funktionale Leitbild, das Weiterdenken alpiner Bauformen formale Zielsetzung. Für Beer Bembé Dellinger nichts Neues, im bayerischen Kontext aber immer noch die Ausnahme. Wohnbauten und Hotel sind einerseits klar als Einheit erkennbar, anderseits deutlich differenziert. Holz ist das verbindende Element. Es... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Licht im Tunnel - MADs Beitrag zur Echigo-Tsumari Triennale 2018

    09.08.2018 Das für seine von der Natur inspirierten, oft zwischen futuristisch und skurril changierenden Entwürfe bekannte Pekinger Büro MAD geht in seinem jüngsten Projekt „underground“: Im Joshinetsu Kogen National Park an Japans Ostküste restaurierte das Architektenteam um Ma Yansong einen durch ein Felsental verlaufenden Tunnel und erweiterte ihn um einige architektonisch-künstlerische Installationen und Räume. Das Projekt mit dem Namen Tunnel of Light wurde von der Echigo-Tsumari Triennale in Auftrag gegeben. Das internationale Kunstfestival findet seit dem Jahr 2000 in der ländlich geprägten Präfektur Niigata statt. Mittlerweile haben über 300 Künstler, Architekten und Performer ihre Spuren in Form von Land-Art-Installationen und Interventionen im Außenraum hinterlassen – die Werke bleiben nach dem Ende der Triennale bestehen. Der Beitrag von MAD für die diesjährige Ausgabe des Festivals war die Entwicklung eines neuen Raumkonzepts für eine historische, 750 Meter lange unterirdische Passage durch die Kiyotsu-Schlucht, die zu den größten und beeindruckendsten Japans zählt. Neben der Instandsetzung des Tunnels konzipierten die Architekten einen neuen Eingangsbereich und vier atmosphärisch... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Buchtipp: Ungebautes Meisterwerk - Mies in London

    09.08.2018 Von den meisten Büchern erfährt man erst, wenn sie fertig sind – oder eben gar nicht. Wie viel Arbeit und Nerven in einem Projekt stecken, weiß meist nur ein kleiner Kreis. Anders verhält es sich bei der Entstehung des Bildbandes Mies in London, das im Februar 2017 als erfolgreiches Kickstarterprojekt in die Produktion ging. Das Versprechen des britischen Architekten, Kurators und Autors Jack Self: Ein Buch über ein bislang wenig bekanntes Planungsprojekt von Mies van der Rohe für London, vorveranschlagtes Erscheinungsdatum März 2017. Bis zum tatsächlichen Erscheinen im April 2018 folgten ausführliche E-Mail-Updates, die Blut, Schweiß und Tränen erahnen ließen: Privatarchive mit bisher ungesehenem Material tauchten auf, und Rechtefragen erwiesen sich als komplizierter als gedacht. Von drei Jahren Forschung, 580 Stunden Restaurierung von Fotos und Zeichnungen, vier Überarbeitungen, sechs Korrekturrunden und elf Anpassungen in Format, Papierauswahl und Drucktechnik erfuhr man über diesen Kanal. Der Anspruch an den edel gestalteten Band war kein geringer, reiht er sich doch mit seinem Titel in die Standardwerke der New Yorker Doppelretrospektive von Whitney und MoMa Mies in Berlin und... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Superprisma im Future Campus - Steven Holl Architects gewinnen in Dublin

    09.08.2018 Anfang August wurden die Gewinner des Wettbewerbs für den Future Campus der Universität Dublin bekannt gegeben: Steven Holl Architects (New York, Peking). Das University College Dublin ist das größte und gleichzeitig auch das internationalste in Irland. Als unabhängige Universität wurde sie vor 160 von John Henry Newmann gegründet, der damit viel Einfluss auf die moderne Entwicklung Irlands nahm, in kultureller als auch politischer Hinsicht. Heute schmückt sich die Schule mit einer Alumni-Liste, die Größen wie den Schriftsteller James Joyce oder Filmemacher Gabriel Byrne enthält. Der Campus liegt sehr nah am Dubliner Stadtzentrum. Er entstand auf einst bewaldetem Gebiet und ist insgesamt 133 Hektar groß. Hauptsächlich besteht er aus altehrwürdigen Bauten. Mitte des 20. Jahrhunderts errichtete der polnische Architekt Andrzej Wejchert ein neues Zentrum. Mit der nun anstehenden Planung wird sich das ändern. Der Siegerentwurf sieht sieben neue Baukörper vor, angeordnet um die bestehenden historischen Gebäude und Wälder. Besonderen Fokus legten die Architekten auf den Entwurf des Centre for Creative Design, das sie als Solitär entwarfen. Es markiert den Eingang der neuen, 24 Hektar... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Make walls talk! - Medienarchitekturfestival in Weimar

    09.08.2018 „Große Lichter, kleine Funken glitzern nah und glänzen fern.“ Goethe lässt im Auftakt zum Faust II den Chor die Schönheit der Nacht beschwören – und das Zitat des Dichters passt ebenso zum Festival Genius Loci, das in diesem Jahr zum siebten Mal Fassaden seiner Wahlheimat Weimar zum Leuchten bringt. Unter dem diesjährigen Thema „Make Walls Talk!“ wurden zahlreiche Videomappingarbeiten und Konzepte für Medienarchitekturen eingereicht. Von Freitag, 10. bis Sonntag, 12. August 2018, täglich ab Sonnenuntergang, werden die Projekte über ausgewählte Wände der Innenstadt flimmern. Die Tour startet an der Bauhaus Universitätsbibliothek und führt über das Goethehaus und das Haus der Frau von Stein zum Genius Loci Lab in den Innenhof der Mensa am Park. Als weiterer Spielort wird auch der Beethovenplatz angeleuchtet. Das Programm wird ergänzt durch Sets von V-wie Djs und Konzerte. Am Festivalsamstag findet ein Talk zum Thema Medienarchitektur und „Digital Placement“ statt, geladen sind unter anderen Sabine Zierold, Koordinatorin des Masterprogrammes MediaArchitecture der Bauhaus-Unversität Weimar sowie der Architekt und Szenograf Uwe R. Brückner. Genius Loci Weimar – Make Walls Talk!... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Feiern im Fachwerkhaus - Studentenwohnheim bei Aarhus von lenschow + pihlmann

    08.08.2018 Wohnen im historischen, zeitgemäß sanierten Bauernhaus ist für viele ein Traum. Meist sind dafür beträchtliche finanzielle Ressourcen vonnöten und am Ende lebt man weit draußen auf dem Land. In Viby, einem Vorort südwestlich von Aarhus, gibt es seit kurzem ein Haus, das dem Wunsch nach Landleben ziemlich nahekommt, ohne dass man besonders viel Geld mitbringen oder die Mühen des Wohnens auf dem flachen Land in Kauf nehmen müsste. Es handelt sich nämlich um ein Studentenwohnheim – und zwar um ein recht ungewöhnliches. Im Auftrag einer lokalen Investorengruppe sanierte das junge Kopenhagener Büro lenschow & pihlmann einen typisch dänischen Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert und erweiterten diesen um mehrere Wohnhäuser. Sechs Jahre hatte das Søgaard genannte Haus leer gestanden, nachdem der letzte Besitzer gestorben war. Es steht zwar unter Denkmalschutz, doch gerade weil es nicht in der höchsten Schutzklasse des dänischen Denkmalschutzsystems ist, war es – laut Aussage der Architekten – schwierig, ein tragfähiges Konzept und Geld für die angemessene Sanierung und Neunutzung zu finden. Sogar ein Abriss stand im Raum. Mit dem jetzigen Ergebnis kann man zufrieden sein: Das Haus wurde... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Eine Frage der Perspektive - Atelier von punkt4 Architekten in Kassel

    08.08.2018 Nord-Holland liegt in Hessen, genauer gesagt in Kassel. In diesem Stadtviertel, auch Kasseler Nordstadt genannt, steht das neue Ateliergebäude des Bildhauers Stephan Balkenhol, der unter anderem für figürliche Skulpturen im öffentlichen Raum bekannt ist. Verantwortlich für den Neubau ist das in Kassel ansässige Architekturbüro punkt4 Architekten. Kürzlich hat das Projekt, das 2016 fertiggestellt wurde, die alle fünf Jahre von den BDA-Gruppen Kassel und Mittelhessen verliehene Simon-du-Ry-Plakette für beispielhaftes Bauen im Raum Kassel erhalten. Die Kasseler Nordstadt ist ein heterogenes Viertel, das durch seine Industriebetriebe, den Campus der angrenzenden Universität und dazwischenliegende Gründerzeitquartiere geprägt wird. Passend zum Nahmen Nord-Holland finden sich an den alten Industrie- und Quartiersgebäuden des Viertels vielfach Klinkerfassaden. Auf diese Materialität nimmt auch der Atelierbau Bezug – etwa mit einer langen Ziegelsteinwand. Zugleich will er sich durch seine Ausprägung – beispielsweise durch die lange Sinterung der Klinkersteine oder die Verwendung von Profilglas – deutlich von seiner Umgebung absetzen. Als weitere Materialien wurden Basalt, Sandstein und... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Detox im slowakischen Wald - Mobiles Minihaus von Ark shelter studio

    08.08.2018 Ein auf’s Wesentliche reduzierter, gemütlicher Zufluchtsort im Grünen, um städtischem Alltagsstress und digitaler Reizüberflutung für eine Weile zu entfliehen – wer träumt nicht davon? Die Architekturstudenten Michiel De Backer, Jakub Senkowski und Martin Mikovčák entwickeln im belgischen Gent unter dem Namen Ark shelter studio seit drei Jahren mobile, autarke Minihäuser, um solche Träume wahr werden zu lassen. Im Rahmen ihres Projekts ARK haben sie bereits verschiedene Protoypen für verschiedene Anlässe – sei es zum Wohnen, Entspannen und Arbeiten oder aber als Erweiterung bestehender Häuser – entworfen, gebaut und getestet. Ihr neuestes Tiny-House-Modell ist die into the wild cabin, aufgestellt inmitten einer traumhaften Berglandschaft in der nordslowakischen Region Kysuce. Auf kompakten 40 Quadratmetern bietet das aus Holz gefertigte Minihaus alles, was man zum Leben braucht – und noch etwas mehr: Selbst für einen Whirlpool reicht der Platz. Er versteckt sich unterhalb des Doppelbetts – das automatisch an die Decke gehoben werden kann – im hinteren Kabinenbereich. Zentrales Element der Hütte ist ein freistehender schwarzer Kubus, der den Raum in fünf Funktionszonen aufteilt,... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Neue Siedlung Hardau I - Graber Pulver verdichten in Zürich

    08.08.2018 Zürich Hardau, das sind – glaubt man der Bildersuche im Internet – vor allem die vier dominanten, rotbraunen Wohntürme mit quadratischem Grundriss, die nach Plänen des Schweizer Architekten Max Peter Kollbrunner in den späten 1970er Jahren errichtet wurden. 2007 wurden sie saniert und ihre ursprünglich kleinen Wohneinheiten den demografischen Anforderungen entsprechend für den Bezug durch Familien zusammengelegt. In nächster Nachbarschaft der als Hardau II bekannten Großstruktur liegt auch Hardau I, eine Wohnsiedlung mit in die Jahre gekommener Bausubstanz, die sich nicht so leicht nachverdichten ließ. Hier planen Graber Pulver Architekten nun einen Ersatzneubau, der zwischen offener Bebauung der Wohntürme und Blockrand- und Zeilenbebauungen entlang der Hardstraße vermitteln soll. Den Zuschlag erhielten die Zürcher Architekten im von der Stadt ausgelobten Wettbewerb, den sie im Team mit W+S Landschaftsarchitekten (Solothurn) gewannen. 125 statt 80 Wohnungen war das gesteckte Ziel der Auslobung. Graber Pulver integrieren sie in zwei Baukörper. Sie platzieren einen siebenstöckigen Riegel entlang der Hardstraße und einen dahinterliegenden, sechsgeschossigen Baukörper, der aus vier... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Strahlung hinter Glasbausteinen - Fabrik in Mexiko von Emilio Alvarez Abouchard

    07.08.2018 Aus gebäudetechnischer Sicht sind so genannte Glasbausteine vor allem für ihre geringe Dämmfähigkeit bekannt. Und obwohl der U-Wert nichts darüber aussagt, so werden sie gemeinhin auch nicht mit einem hohen Sicherheitsanspruch assoziiert. Im Industriegebiet der mexikanischen Stadt Morelia hat das Büro Emilio Alvarez Abouchard Arquitectura allerdings eine sicherheitstechnisch sensible Fabrik realisiert, an deren Hauptfassade die dekorativen Glaselemente zum Einsatz kamen. Dementsprechend lässt sich von der Straße aus kaum erahnen, was sich im Inneren des Industriebaus abspielt. Zugegeben: Das zweigeteilte Bauwerk umfasst im zur Straße orientierten, vorderen Bereich lediglich Büros, Kantine, Duschen und Besprechungsräume. Erst dahinter, etwas erhöht am Hang, schließt die eigentliche Fabrikhalle an, in der mit einer Strahlenquelle gearbeitet wird, die zum Beispiel für die Produktion spezieller Bauteile der Energieindustrie genutzt wird – schreiben die Architekten. Das gesamte Werk wurde aus unbehandelten, vorgefertigten Sichtbetonelementen gefügt. 60 Zentimeter breit sind die Elemente, die Böden, Wände und Öffnungen sowohl der – nur über das Satteldach belichteten – Halle als auch des... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Hüttenburg und Barbecue - Experimentelle Wohnsiedlung von EC3 in Detroit

    07.08.2018 Neubauten sind in Detroit, wo Tausende Wohnhhäuser verfallen und Gras auf den Bürgersteigen wächst, eine Seltenheit – und entstehen nicht ohne wirtschaftliche oder soziale Interessen. So auch die Siedlung True North, die das Büro EC3 (Los Angeles) für die Immobilienentwickler Prince Concepts plante. Prince Concepts wurde 2015 von dem jungen, aus Dallas stammenden Unternehmer Philip Kafka gegründet und hat bisher drei Projekte realisiert, darunter zwei Restaurants. Erklärtes Ziel der kleinen Firma ist die „Renovierung und Aktivierung verfallener Gewerbeimmobilien und die Realisierung neuer, inspirierender und günstiger Wohnbauten.“ Die kleine Siedlung wurde – knapp drei Kilometer nördlich von Downtown Detroit gelegen – als Katalysator eines erneuten Zusammenwachsens der Nachbarschaften konzipiert. Acht freistehende Hütten dienen als Wohn- und Arbeitsstandort, der Rest des 2.300 Quadratmeter großen Grundstückes soll öffentlich nutzbar sein und mit Blick auf die hohe Kriminalitätsrate ein geschütztes Zusammenkommen ermöglichen. Schon während des Planungsprozesses, der auch einen Änderungsantrag des Detroiter Zoning Laws beinhaltete, wurden Anwohner hier gezielt zusammengebracht, um... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Büros mit Pool - Zwillingstürme von gmp in Zhengzhou

    07.08.2018 Sie haben eine technische-kühle Ausstrahlung, die neuen Zwillingstürme von Zhengzhou in der chinesischen Provinz Henan. Eine grau schimmernde Hülle, Einschnitte, die an Kühlrippen denken lassen und gläserne Aufbauten an der Spitze, hinter denen man feine Messinstrumente vermuten könnte. Klar, irgendwie typisch, denkt man, denn die Türme stammen von gmp • Architekten von Gerkan, Marg und Partner (Hamburg), die bei der komplexen Tragwerksplanung eng mit schlaich bergermann partner (Stuttgart) zusammenarbeiteten. Aber entgegen aller wirtschaftlichen Begrenzungen, die viele vergleichbare Projekte oft etwas langweilig erscheinen lassen, ist hier mit wenigen guten Entscheidungen eine ausdrucksstarke Architektur gelungen. Über 280 Meter hoch ragen die beiden Wolkenkratzer des Greenland Central Plaza- Komplexes in den Himmel von Zhengzhou, wo sie den westlichen Abschluss einer Achse definieren, die im Osten zum neuen Bahnhof der 9-Millionen-Stadt führt. Die beiden Türme überragen dabei die Umgebung bei weitem und definieren so ein neues Eingangstor zum Zentrum der Stadt. Jedes der beiden Volumen bietet eine Geschossfläche von 232.000 Quadratmetern, laut gmp ein sehr guter Wert für ein... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Buchtipp: Vorbild Schweiz - Wohngenossenschaften in Zürich. Gartenstädte und neue Nachbarschaften

    07.08.2018 Wer die Schweiz noch immer nicht als ein Zentrum des gemeinnützigen Wohnens sehen mag, dem sei dieses von Dominique Boudet herausgebene Buch dringend empfohlen: Denn „Wohngenossenschaften in Zürich. Gartenstädte und neue Nachbarschaften“ stellt im Hauptteil nicht nur satte 51 Projekte vor, die seit dem Jahr 2000 fertig gestellt wurden beziehungsweise in den kommenden Jahren folgen werden – nein, es bettet diese durch umsichtige, ausführliche und gut zu lesende Texte und Interviews auch in die Geschichte und Gegenwart der Zürcher Stadtbaupolitik ein. Da wird die Bodenpolitik der Stadt umrissen und die Rolle der Besetzerbewegungen ebenso beleuchtet wie die der neuen Mittelschichtsfamilien mit ihrem Interesse an der Stadt. Architekt und langjähriger Leiter des Stadtbauamts Patrick Gmür wird interviewt, die Rolle der (vorgeschriebenen) Architekturwettbewerbe bei allen größeren Projekten dargelegt und die Innovationskraft der Grundrisse (Clusterwohnungen, Hallenwohnen) diskutiert. Es ist diese Kontextualisierung, die das Studium der 51 Projekte spannend und sehr lohnenswert macht. Der Blick wird gelenkt und geschärft, denn so geht es nicht mehr darum, die Projekte auf ihr... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Thessaloniki. Facetten einer Stadt - Europäische Kulturtage in Berlin

    07.08.2018 Seit 15 Jahren lädt das Berliner Museum Europäischer Kulturen im Sommer zu den Europäischen Kulturtagen ein – und jedes Jahr steht eine andere Region Europas im Fokus des vierwöchigen Veranstaltungsprogramms und der begleitenden Ausstellung. Dieses Mal wird es um die nordgriechische Hafenstadt Thessaloniki gehen, deren Vielschichtigkeit als multikulturelle Metropole zwischen Orient und Okzident sowie als klassischer Ankunfts- und Abschiedsort für Reisende und Migrantinnen erfahr- und erlebbar gemacht wird. Eine von Hercules Papaioannou, Direktor des Museums für Fotografie in Thessaloniki, kuratierte Fotoausstellung bildet den Rahmen der Kulturtage und gibt unter dem Titel „Looking at time through moments: photographs 1900-2017“ Einblicke in die Geschichte der Stadt vom Beginn des letzten Jahrhunderts bis heute. Zu sehen sind historische und zeitgenössische Aufnahmen, die wichtige Ereignisse ebenso wie den urbanen Alltag zeigen. Zur Eröffnung am Donnerstag, 9. August 2018 sprechen Christina Haak (Staatliche Museen zu Berlin), Theodoros Daskarolis (Botschafter von Griechenland), Hercules Papaionannou (Thessaloniki Museum of Photography) und Elisabeth Tietmeyer (Museum Europäischer... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Auffrischung am Seeufer - Inselhalle in Lindau von Auer Weber

    06.08.2018 Wer jährlich die Crème de la Crème aus Wissenschaft, Literatur und Politik zu Gast hat, der braucht ein repräsentatives Haus. Das gilt auch für Lindau, das ob seiner Insellage im Bodensee zwar als echtes Kleinod gelten kann, das aber trotzdem bisher nur ein wenig eindrucksvolles Konferenzzentrum zu bieten hatte. Internationalen Ansprüchen wurde dies jedenfalls schon lange nicht mehr gerecht. Solche Maßstäbe anzulegen, war und ist jedoch keine Hybris, denn die 1981 eröffnete Inselhalle kennt man vor allem als Ort, an dem jährlich das Lindau Nobel Laureate Meeting stattfindet. Dann treffen hier um die 30 Nobelpreisträger auf 500 bis 600 Nachwuchswissenschaftler. Um die Halle den heutigen Bedürfnissen eines Konferenzzentrums mit einem solch ungewöhnlichen Profil anzupassen, lobte die Stadt im Frühjahr 2010 einen nichtoffenen Ideen- und Realisierungswettbewerb aus, der die Sanierung und Erweiterung des Gebäudes zum Ziel hatte. Auer Weber Architekten (München) konnten sich gegen 20 Konkurrenten durchsetzen und wurden schließlich mit der Umsetzung ihres Projekts beauftragt. Der zentrale Saal und das Untergeschoss der Halle blieben weitgehend erhalten. Die rahmenden Bauteile, unter... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Verführung durch Bewegung - Jugend- und Gemeindezentrum von Norte Sur in Costa Rica

    06.08.2018 Institutionelles Bauen unter erschwerten Bedingungen: Um potenziell gefährdete, junge Menschen nicht in eine Gewaltspirale abrutschen zu lassen, entstehen auf Costa Rica seit einigen Jahren sogenannte Centros Cívicos por la Paz, also Gemeindezentren für den Frieden. Das Problem ist nur, dass gerade die Zielgruppe dieser Bemühungen besonderes Misstrauen gegenüber staatlichen Einrichtungen hegt. Bei ihrem kürzlich fertiggestellten Zentrum in Cartago wollten Norte Sur Arquitectos (San José) deshalb die Architektur nutzen, um Berührungsängste abzubauen. Das Gebäude liegt im Zentrum der Stadt, die wenige Kilometer von der Hauptstadt San José im geografischen Mittelpunkt Costa Ricas liegt. Geboten wird eine für Zentren dieser Art typische Mischung aus Bildungs-, Kultur- und Vorsorgeeinrichtung. Die Angebote richten sich dabei zwar primär, aber nicht ausschließlich an Jugendliche: Auch der Rest der Gemeinde ist willkommen. Seminar- und Computerräume stehen zur Verfügung, ebenso wie Ateliers und Theaterstudios, Basketballplätze oder ein Skatepark. Im benachbarten Gebäude ist außerdem eine Bibliothek untergebracht, die über einen Verbindungstrakt direkt zu erreichen ist. Das erklärte Ziel... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Wüstenkompatibles Wohnen - Einfamilienhaus bei Saragossa von Sergio Sebastián Franco

    06.08.2018 Die karge Landschaft um die in Nordspanien gelegene Stadt Saragossa herum hat schon als Kulisse für Wildwestfilme hergehalten, denn die von einem ariden Klima geprägte Region lässt an Texas oder Mexiko denken. Inmitten der wüstenartigen Hochebene von Los Monegros liegt die kleine Gemeinde Leciñena. Hier hat der in Saragossa ansässige Architekt Sergio Sebastián Franco das MM House realisiert. Es ist ein Wohnhaus für eine Familie, das deutliche Anleihen an der traditionellen Bauweise Los Monegros nimmt, wo große hölzerne Tore und hohe Mauern die Innenhöfe der Anwesen vor Staub, Winden und neugierigen Blicken schützen. Das Grundstück befindet sich im Zentrum des Dorfes. Wie viele andere hier ist es schmal, aber sehr lang. An der Straßenseite stehen die Häuser, nach hinten schließen ummauerte Flächen an, die als Höfe und Gärten oder zur Viehzucht genutzt werden. Dieser klassischen Aufteilung folgt auch der Entwurf von Sergio Sebastián Franco: Den größten Teil der Straßenfront nimmt ein Holztor ein, das die Garage schließt. Dies ist nach hinten offen und geht nahtlos in einen Patio über. Die Straße setzt sich hier als zementierter Weg fort, der gezackt durch eine offene Fläche führt,... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Beten in der Wanderdüne - X-Architects planen Moschee in Abu Dhabi

    06.08.2018 Sand, Sand, Sand. Soweit das Auge reicht, nichts als Sand. In Gelb- und Orangetönen, aufgetürmt zu Bergen und Tälern, Kämmen und Mulden. Die Wüste ist ein besonderer Ort, trocken und lebensfeindlich – und doch faszinierend. Das fanden auch X-Architects (Dubai), als sie über den Entwurf für die Al Dana Moschee nachdachten. 2200 Quadratmeter groß, von einem privaten Investor in Auftrag gegeben. Diese liegt zwar nicht in der Wüste, die fließenden Rundungen des geplanten Gebetshauses erinnern aber durchaus an deren Formensprache. Prominent an einem schneckenförmigen Yachthafen in Abu Dhabi, zwischen Flaniermeile und Hochhäusern gelegen, sei sie eine Neuinterpretation der traditionellen islamischen Architektur, schreiben die Architekten. Eine Fortführung dessen also, was sich im Libanon, in Istanbul oder Singapur beobachten lässt. Gleichzeitig solle sich die Vision des Wüstenstaates widerspiegeln. Die Ansprüche sind also hoch. Der Sahn – traditionell ein ummauerter Innenhof um den Gebetsraum – wurde neu konzipiert, als offener Platz ohne Mauern. Er soll eine Verbindung zwischen öffentlichem Stadtraum und dem religiösen Raum der Moschee schaffen. Die schiefe Kuppel – wie Wände, Farbe und... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Erkundungen im Hinterland - Wiesbaden Biennale 2018

    06.08.2018 „Neue Stücke aus Europa“, titelte ein Theaterfestival, das 1992 die ehemalige BRD-Hauptstadt Bonn bespielte. Damals lag die frisch wiedervereinte Bundesrepublik im Zentrum eines Kontinents im Aufbruch. 24 Jahre später wurde das Festival als Wiesbaden Biennale neu aufgelegt. Von Donnerstag, 23. August bis Sonntag, 2. September 2018 findet die Biennale in der hessischen Landeshauptstadt nun zum zweiten Mal statt. In Kooperation mit dem Hessischen Staatstheater werden auch weiterhin neue Stücke aus Europa gezeigt, doch das Spektrum des Festivals hat sich erweitert. Eine Ausstellung mit dem Thema „Bad News“ beleuchtet weniger die 1992 noch denkbaren „Blühenden Landschaften“ und das Zusammenwachsen des Kontinents, sondern die derzeit weltweit um sich greifenden Ängste vor Identitätsverlust, die mit dem demographischen Wandel einhergehen und auch die Städte der alten Bundesländer längst erreicht haben. Hinterland – das ist nicht mehr nur das Gegenteil des Städtischen. Peripherie ist überall. Künstler, Choreografen und Musiker entwickelten für die Biennale Arbeiten, die dieses städtische Hinterland erkunden: die ehemalige Volksbank, das Nachgenutzte Theater sowie dessen Parkhaus. Ihre... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Bauprozess als pädagogisches Tool - Architekturschule von Patrick Schweitzer & Associés in Ruanda

    03.08.2018 Dem internationalen Aufruf der Regierung Ruandas, Vorschläge für ein neues Fakultätsgebäude für die angehenden Architekten und Umweltgestalter in Kigali, der Hauptstadt des Landes, einzureichen, waren Patrick Schweitzer & Associés (Paris, Straßburg) gefolgt. Mir ihrem Entwurf konnten sie die Regierung überzeugen. Kürzlich übergaben sie den Bau. Auf einem 5.600 Quadratmeter großen Gelände, das an das „Kigali Institute of Science and Technology“ (KIST) der Universität Ruandas angeschlossen ist, bietet er Lern- und Arbeitsräume für rund 600 Studierende. Organisiert wird die mittig geteilte Anlage im Orange der afrikanischen Erde über zwei Ebenen: Im Erdgeschoss, das wie ein Straßenraum mit verschiedenen Wegesystemen funktioniert, befinden sich die Lehr- und Administrationsbereiche, die Werkstätten, Labore, Seminarräume und das Auditorium, während oben dreizehn prismenförmige Häuser als Arbeitsräume, Präsentations- und Klassenräume dienen. Jedes dieser Elemente hat durch seine Form und Farbe im Innenraum sowie seine Orientierung einen eigenen Charakter und bietet den Studierenden großzügige Räume mit enormer Aufenthaltsqualität an. Verbunden werden sie über kleine Fußgängerbrücken, von... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]