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  • Transluzente Festung - Neuer Kindergarten in Tschechien von Petr Stolín Architekt

    21.02.2019 Der historische Bezirk in der nordtschechischen Stadt Liberec, Vratislavice nad Nisou, hat insgesamt gut 6.700 Einwohner. Jedoch nimmt die Bevölkerungszahl aktuell weiter zu und staatliche Grundstücke werden bebaut, insbesondere mit Bildungseinrichtungen und Freizeitstätten für Kinder und Jugendliche. Dabei zeigt sich die Stadt Liberec für ambitionierte, untypische Projekte sehr offen. Zumindest ist das beim neuen Kindergarten am Stadtrand der Fall. Geplant und realisiert hat ihn das lokale Architekturbüro Petr Stolín Architekt. Beeinflusst von der Arbeit des japanischen Duos Tezuka Architects, entwickelten Petr Stolín und Mitarbeiterin Alena Mičeková das zweistöckige Gebäude um einen zentralen Innenhof. Dank des Hofes können sich die Kinder gleich nach dem Betreten des Gebäudes orientieren und die Räume schrittweise entdecken – das erklären jedenfalls die Architekten. In unmittelbarer Nähe des Grundstücks liegt neben Einfamilienhäusern noch der historische Bau einer Kunstschule. Der Kindergarten selbst befindet sich an einem nach Norden gerichteten Hang und wird vom Hochschulgebäude tagsüber teilweise beschattet. Eine transluzente Umhüllung, die das gesamte Grundstück umschließt,... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Dressed in Red - Bauten mit Signalcharakter vom Haldenzeichen bis zum Hochhaus

    21.02.2019 Mit dem rötlichen Farbspektrum in der Architektur ist es so eine Sache. Einerseits wirken gerade Bauten aus Backstein oder auch Beton mit Eisenoxidpigment verwurzelt erdig und fügen sich damit gut ein. Andererseits dient besonders intensives Rot oft als Signalfarbe und eignet sich, ein Ausrufezeichen zu setzen. Ausufernde Überlegungen zur Farbpsychologie kann man dabei getrost ignorieren, denn es versteht sich von selbst, dass ein rot changierendes Hochhaus – wie jenes von Jean Nouvel in Marseille – zumindest eines nicht will: sich verstecken. Ganz anders sieht es hingegen bei Privathäusern aus, die nicht unbedingt an eine größere Öffentlichkeit gerichtet sind. Hier kann eine rote Hülle einfach nur dazu dienen, eine gewisse Wärme und Gemütlichkeit hervorzurufen, wie es beispielsweise Modersohn & Freiesleben in der Uckermark vormachen. Ihre Fassade aus Blech erinnert ganz entschieden an die in Schweden so weit verbreiteten Holzhäuser mit rotem Anstrich. Tatsächlich aus Holz ist wiederum der Theaterturm am Julierpass von Giovanni Netzer, auch wenn man das beim monolithischen Anblick nicht unbedingt vermuten mag. Die Farbe, die ja auch mit Vitalität und Leidenschaft assoziiert... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Scheiben für die Frankfurter Allgemeine Zeitung - Eike Becker baut Verlagszentrale

    21.02.2019 Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) zieht mit ihren 1.000 Mitarbeitern in den nächsten Jahren von ihrem Firmensitz im Stadtteil Gallus in ein neues Verlagsgebäude innerhalb des Europaviertels. Der 66 Meter hohe Büroturm wurde zusammen mit einem achtgeschossigen Hotelkomplex nach Plänen von Eike Becker Architekten (Berlin) entworfen. Das Berliner Büro konnte sich 2017 in einem internationalen Wettbewerb der Stadt Frankfurt durchsetzen. Jetzt erhielt das Projekt die erste Baugenehmigung, mit dem Aushub der Grube kann also begonnen werden. Der Neubau besteht aus zwei schlanken Scheiben, die oberhalb der siebengeschossigen Alleebebauung Höhe und Form des gegenüberstehenden Wohnhochhauses Praedium aufnehmen. Beide Gebäude bilden das Tor zur Europa-Allee. „Wir verstehen unseren Entwurf für die Europa-Allee als architektonische Bekenntnis zur europäischen Idee.“ Eike Becker bezieht sich auf die Form der beiden Scheiben, die aus der Achse gedreht und gegeneinander verschoben sind. Die eine Gebäudehälfte weist durch seine Auskragung nach Osten und die andere Hälfte nach Westen in Richtung Europagarten, wodurch der Osten und Westen miteinander verbunden sind. An der Pariser Straße... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Buchtipp: Kartierung und Macht - Handbook of Tyranny

    21.02.2019 Vom eingeschränkten Zugang des öffentlichen Raums über technische Kontrollsysteme bis hin zu unmenschlichen Bestrafungen – staatliche Machtausübung wendet Methoden an, die einer komplexen Struktur von Regeln und Strategien unterliegen. Bauwerke helfen diese Regeln einzuhalten. Hinter dem Schein des Alltags lauern oft genug berechnete Mechanismen, kontrollierte Räume, Werkzeuge der Überwachung und – im schlimmsten Fall – der Vernichtung. Theo Deutingers „Handbook of Tyranny“ enthüllt ein Paralleluniversum, in dem wir leben und in dem systematische Grausamkeiten verübt werden. Deutinger ist Architekt, Autor und kritischer Kartograph sozio-kultureller Phänomene. In seinem knallroten Handbuch zeigt er auf, wie der technologische Fortschritt im 20. und 21. Jahrhundert zu einer zunehmenden globalen Gewaltherrschaft und nicht in eine friedliche Zukunft führt. Die 160 Seiten sind in thematische Kapitel gegliedert und widmen sich unter anderem bunkerzerstörenden Raketen, Grenzanlagen, Flüchtlingslagern, Systeme der Bevölkerungskontrolle und Methoden der Todesstrafe. Akribisch analysiert Deutinger in seinen Zeichungen Grenzen, Räume und Bauwerke der heutigen Gesellschaft, die die freie... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Städtisches Werkzeug - Haus-Rucker-Co Ausstellung in Mannheim

    21.02.2019 Am Sonntag, den 24. Februar, eröffnet im Mannheimer Kunstverein eine Ausstellung über Haus-Rucker-Co unter dem Titel „Städtisches Werkzeug“. Die weltweit bekannte Künstler- und Architektengruppe verfolgt den Ansatz, mit Architektur im urbanen Raum zu arbeiten. Insbesondere für die Stadt Mannheim, deren brach liegende Konversionsflächen eine stadtplanerische Herausforderung darstellen, könnte die Ausstellung Impulse für ein städtisches Bauen abseits der Konvention geben. Vorgestellt werden verwirklichte und unverwirklichte Projekte in Modellen, Zeichnungen und eine Vielzahl an großformatigen Bildern sowie eine extra für Mannheim entwickelte raumgreifende Installation, die den Besucher einen eigenen Raum im Raum betreten lässt. Die Kuratoren Hortense Pisano (Gastkuratorin) und Martin Stather (Ausstellungsleiter) möchten mit der Ausstellung zur Diskussion über die aktuelle Stadtentwicklung und die Frage nach der Kunst im öffentlichen Raum einladen. Eröffnung: 24. Februar, 17 Uhr Ausstellung: 25. Februar 2019–12. Mai 2019, Di–So 12–17 Uhr Ort: Mannheimer Kunstverein, Augustaanlage 58, 68165 Mannheim Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Die roten Schlote von Tianjin - Museum bei Peking von Bernard Tschumi Architects

    20.02.2019 Wie ein gigantisches Kraftwerk wirkt ein neuer Museumsbau in der südwestlich von Peking gelegenen Hafenstadt Tianjin. Das gerade fertiggestellte Exploratorium, das im Herbst 2019 offiziell eröffnet werden soll, wurde von Bernard Tschumi Architects (New York/Paris) in Kooperation mit dem Tianjin Urban Planning and Design Institute (TUPDI) entworfen und ist ein Bauwerk der Superlative – Frank Lloyd Wrights Solomon R. Guggenheim Museum beispielsweise ließe sich spielend in dem 33.000 Quadratmeter großen Gebäude unterbringen, wie die Architekten mit einem Plan illustrieren. Das Projekt ist Teil des Binhai Cultural Center, eines durch von Gerkan, Marg und Partner konzipierten Ensembles, das mehrere Kulturinstitutionen zusammenfasst, darunter auch eine von MVRDV geplante Bibliothek. Das Museum ist nicht nur architektonisch aufsehenerregend, auch die künftigen Exponate sind spektakulär: Neben Artefakten aus Tianjins industrieller Vergangenheit sollen hier historische wie zeitgenössische technologische Entwicklungen präsentiert werden, darunter Giganten wie Weltraumraketen und andere Luftfahrzeuge. Ein solches Ausstellungsprogramm braucht Platz – vor allem nach oben. Daher ragt nun eine... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Unter einem Satteldach - Kirchenumbau von Klinkenberg Architektur in Neustadt

    20.02.2019 Die evangelische Christuskirche in Titisee-Neustadt sollte um ein Gemeindezentrum ergänzt werden. 2014 wurde ein Wettbewerb zur geplanten Nutzungserweiterung ausgeschrieben: Für den Umbau des Kirchenbaus aus den 1970er Jahren und die Unterbringung aller anderen Funktionsräume im Gebäude konnte sich das Büro Klinkenberg Architektur (Darmstadt) qualifizieren. Nach drei Jahren Umbauzeit wurden die neuen Räume kürzlich feierlich gesegnet und eingeweiht. Die Erweiterung folgt der Gebäudeform – der Baukörper ist als Kirche weiterhin gut zu erkennen. Jedoch hebt sich die Materialität des Anbaus vom Bestand ab, so dass visuell eine deutliche Differenzierung zwischen neu und alt entsteht. Die Expansion „in Form eines Archetypus Haus mit Satteldach und vertikalen Wandscheiben wirkt vertraut“ – so der Architekt Arno Klinkenberg. Zusätzlich stärkt sie die Präsenz des Gebäudes, das ohnehin auf dem höchsten Punkt eines Hügels liegt. Der Sakralraum befindet sich nun auf der zweiten Ebene, die durch die neu eingezogene Holzdecke entstand – ähnlich wie schon beim Umbauprojekt der evangelischen Kirche in Mannheim. Die Ausrichtung des Gottesdienstraums bleibt erhalten wie auch die bestehenden... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Was würde Günter Behnisch tun? - 3XN planen Sportarena im Münchner Olympiapark

    20.02.2019 Streng waren die Vorgaben für die neue Sporthalle: Aufgrund des Ensembleschutzes müsse sich die Halle harmonisch ins Gesamtbild fügen und dürfe maximal 20 Meter hoch sein. Schließlich ist das Münchner Olympiagelände von 1972, Standort der neuen Arena, denkmalgeschützt. „Während des Prozesses haben wir uns ständig Gedanken zu den Ideen hinter dem ursprünglichen Design gemacht und uns oft gefragt, was Günter Behnischs Ansatz wäre“, sagt Jan Ammundsen, Head of Design bei 3XN. Vom Kopenhagener Büro 3XN stammt der Siegerentwurf für den Hallenneubau am Standort des bereits abgerissenen Olympia-Radstadions. Als Landschaftsarchitekten fungieren Latz+Partner (Berlin). Nach einem ersten Wettbewerbsentscheid im November 2018 setzte sich ihr Vorschlag nun auch gegen den des letzten verbliebenen Konkurrenten gmp (Hamburg) durch. Beide Teams hatten ihre überarbeiteten Pläne zur finalen Entscheidung einreichen dürfen. Der Entwurf für die 62.500 Quadratmeter große Arena sieht einen ovalen Solitär vor, dessen asymmetrische, organische Form sich laut 3XN „nahezu selbstverständlich und respektvoll in das weltberühmte Olympiapark-Ensemble“ einfügt. Dazu trügen auch das intensiv begrünte Dach und die... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Anton Lorenz und die Stahlrohrmöbel - Susanne Graner über ihre Ausstellung in Weil am Rhein

    20.02.2019 Als Unternehmer und Designer spielte Anton Lorenz eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Stahlrohrmöbel. Früh erkannte er ihr Potential, geschickt agierte er mit Patenten. Zu seinen eigenen Entwürfen zählt der berühmte „BarcaLounger“ (1940). Das Vitra Design Museum eröffnet am Donnerstag, 21. Februar die Ausstellung „Anton Lorenz. Von der Avantgarde zur Industrie“. Sie zeigt Objekte und Dokumente aus dem Nachlass von Anton Lorenz, ergänzt um Möbelentwürfe von Marcel Breuer, Mart Stam und Ludwig Mies van der Rohe. Vier Fragen an die Kuratorin Susanne Graner. Frau Graner, was macht Anton Lorenz so interessant? Anton Lorenz, auch als „graue Eminenz“ des Stahlrohrmöbels bekannt, erkannte als einer der Ersten Ende der 1920er Jahre das Potential dieses neuen Möbeltypus. Er agierte daraufhin mit Patenten und Unternehmensgründungen so geschickt, dass er bald über ein weltweites Netzwerk verfügte, zu dem unter anderem Mies van der Rohe, Marcel Breuer und Mart Stam gehörten. Neben seiner Tätigkeit als Designer und Manager befasste sich Lorenz zudem mit den ergonomischen Aspekten von Sitz- und Liegemöbeln. Gemeinsam mit Hans Luckhardt entwickelte er einen Sitz-Liegestuhl, den... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • 150 Jahre Albert Kahn - Ausstellungseröffnung im Zentrum Baukultur in Mainz

    20.02.2019 Das Mainzer Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz nimmt den 150. Geburtstag Albert Kahns, der am 21. März 1869 im Hunsrückdorf Rhaunen das Licht der Welt erblickte, zum Anlass, den berühmten Architekten und einflussreichen Vertreter einer modernen, innovativen Industriearchitektur mit einer umfangreichen Ausstellung mit dem Untertitel „von Rhaunen nach Detroit“ zu würdigen. Der im Alter von elf Jahren mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten ausgewanderte Kahn interessierte sich schon früh für Architektur und gründete 1895 sein Büro Albert Kahn Associates, das bald zu den größten des Landes zählte. Seine Fabrikbauten für die Autoindustrie in Michigan – darunter ein viergeschossiger Betrieb zur Massenfertigung des Ford T-Modells in Detroit und der gigantische Ford River Rouge Industriekomplex – prägten nicht nur die amerikanische Industrielandschaft, sondern wurden auch von zahlreichen Architekten der europäischen Moderne begeistert aufgenommen. In der damaligen Sowjetunion hinterließ er ebenfalls seine Spuren: Hier plante er zu Beginn der 1930er Jahre mehr als 500 Fabriken, darunter einige Fahrzeug- und Flugzeugwerke. Zum Einsatz kamen dabei immer wieder Stahlbetonskelette nach dem... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Konstruktivismus am Hang - Villa in St. Gallen von Biehler Weith

    19.02.2019 Vierdimensionale Zerlegung und Neuordnung – nach diesem Konstruktionsprinzip hat das Konstanzer Büro Bieler Weith ein Wohnhaus für eine dreiköpfige Familie im Sankt Gallener Vorort Abtwil entworfen und es auf diese Weise optimal an die steile Berglage des Grundstücks angepasst. Nach „Gold am Bodensee“ folgt Beton am Bodensee. Sonnenhang heißt die Villa und verweist damit direkt auf die Wünsche der Bauherren an ihr künftiges Domizil: Sonne und Aussicht, modernes und ineinanderfließendes Wohnen am Hang. Das in Massivbauweise errichtete Haus mit 375 Quadratmetern Wohnfläche präsentiert sich zur Straße hin als geschlossene kubische Einheit in Weiß, die nur durch eine große Verglasung im Eingangsbereich aufgebrochen wird. Hangseitig dagegen löst sich der Baukörper in eine weitaus spielerischere Geometrie auf: Vor- und Rücksprünge, Glaswände sowie mehrere vertikale und horizontale, geklinkerte Riegel charakterisieren hier die Optik des Hauses. Durch die verschiedenen Auskragungen entstehen überdachte Außenflächen und Sonnenterrassen. Vom zentralen Zugangsgeschoss mit Koch- und Wohnbereich geht es entweder nach oben in das Attikageschoss mit dem Schlafzimmer der Eltern und Dachterrasse... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Vom Stall zum Landsitz - Adamo Faiden im argentinischen Lobos

    19.02.2019 Etwa hundert Kilometer südlich von Buenos Aires, im landwirtschaftlichen Gebiet Lobos, werden derzeit mehrere Produktionsstätten in der Viehzuchtindustrie aufgegeben. Vor allem der technologische Fortschritt hat dazu geführt, dass in dem Gebiet, das landesweit für seine Milchprodukte bekannt ist, heute mehrere Betriebe leer stehen. Als hier ein verlassener Stall für Stiere einen neuen Eigentümer erhielt, ließ dieser ihn in ein Wohnhaus umbauen. Und weil er mit dem Umbau das Architekturbüro adamo-faiden (Buenos Aires) beauftragte, entstand daraus ein sehr besonders Gebäude – das Macchi House. Die Struktur aus zwei Baukörpern, die mit vier kleinen Türmen den Außenraum definieren, bleibt erhalten. Allerdings nimmt der nun teilweise überdachte Außenraum eine maßgebliche Stellung in der Grundrissorganisation ein. Von hier aus werden nahezu alle Innenräume im Erdgeschoss erschlossen. Die neu integrierte Struktur umschließt den Innenhof und verbindet somit auch die beiden Volumen auf der zweiten Ebene räumlich miteinander. Die Architekten bezeichnen diese U-förmige, transparente Galerie als „ein im Hohlraum hängender Luftpatio“. Der fließende, vollverglaste Innenraum verfügt über einen... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Kulturspeicher in Cambridgeshire - Umbau von MCW Architekten und Toni Moses Design

    19.02.2019 Der kürzlich fertiggestellte Umbau des Getreidespeichers in Stapleford, einem kleinen Dorf südlich von Cambridge, ist auf den ersten Blick ein recht unauffälliges Bauvorhaben. Der viktorianische Altbau wurde von der ACE Foundation, einer Stiftung mit dem Ziel, den Kultur- und Bildungsaustausch zu fördern, bereits 2009 erworben. Mit dem Umbau wollte die Stiftung nicht nur Arbeitsräume für die eigene Tätigkeit generieren, sondern auch einen Ort für Veranstaltungen, Ausstelllungen und Kurse sowie einen Treffpunkt für die Gemeinde schaffen. Die Themenfelder reichen hier von Bildung und Kultur im Allgemeinen über Musik zur Kunst. Der Umbau wurde vom lokalen Architekten Toni Moses betreut und dann in der zweiten Phase durch das Büro MCW Architects aus Cambridge in der Ausführungsplanung und Bauüberwachung übernommen. Nach Angabe der Architekten wollte man mit der Bausubstanz möglichst denkmalgerecht umgehen und gleichzeitig durch wenige ergänzende Bauelemente neue Akzente setzen. In der ersten Phase des Projekts wurden der Getreidespeicher und das dazugehörige Bauernhaus zu einem Veranstaltungsraum für 60 Personen umgebaut. Außerdem wurden in diesem Bauabschnitt ein Multifunktionsraum... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Neun in Einem in Amsterdam - Manuelle Gautrand planen Wohnkomplex

    19.02.2019 Wohnort Großraum Amsterdam. Großraum, weil dieses Bauprojekt schon weit westlich der Amsterdamer Innenstadt liegt, im Stadtteil Hoofddorp. Der Amsterdamer Flughafen Schiphol ist nicht weit, nur drei Kilometer Luftlinie trennen ihn vom neuen Wohnprojekt Hyde Park Residenz. Mit dem New Yorker Hyde Park, Geburtsort des 32. US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt, hat dieser aber nichts zu tun. Die niederländische Version beruht auf einem Masterplan von MVRDV (Rotterdam), der aktuelle Entwurf des 39.000 Quadratmeter großen Wohnblocks stammt von Manuelle Gautrand (Paris), verantwortlich unter anderem für den Umbau des Pariser Alésia-Kinos und 2017 mit dem Europäischen Architekturpreis ausgezeichnet. Gemeinsam mit INBO Architekten (Amsterdam) hat das Pariser Büro 400 Wohneinheiten entworfen, die sich auf neun unterschiedlich gestaltete Gebäude verteilen. Jedes Gebäude ist einem anderen Thema entsprechend umgesetzt, sodass Farbe, Form, Materialien, Volumen und Höhenverlauf variieren – und trotz der Größe nicht der Eindruck eines gewaltigen Klotzes entsteht. So soll eines der Gebäude mit dem Namen „Big Bite“ aus weiß glasierten Ziegel- und Glassteinen bestehen, deren Zusammenspiel einen... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Ungesehen und Unbekannt - Álvaro Siza über seine Familienausstellung in Berlin

    19.02.2019 Im Jahr 1933, als Álvaro Siza geboren wurde, schloss das Bauhaus seine Türen. Der 85-jährige Portugiese gehört nicht nur zu den bedeutendsten zeitgenössischen Architekten, er ist auch einer der letzten Modernisten, die das Erbe ihrer Zeit lebendig ins Heute tragen. Im Berliner Aedes Network Campus (ANCB) spricht er morgen, Mittwoch, 20. Februar, mit der Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau Claudia Perren und dem Gründer des Museums für Architekturzeichnungen Sergei Tchoban unter der Moderation von Matthias Sauerbruch über das Bauhaus-Erbe. Im Anschluss eröffnet nebenan in der Tchoban Foundation die Ausstellung „Siza – Unseen & Unknown“. Sie zeigt Zeichnungen von Álvaro Siza, seiner Frau Maria Antónia Siza, seinem Sohn Álvaro Leite Siza und seinem Enkel Henrique Siza. Herr Siza, ab morgen werden wir uns bisher nie gesehene Zeichnungen von Ihnen und den Mitgliedern Ihrer Familie in Berlin anschauen können. Was verschafft der Stadt diese Ehre? Álvaro Siza: Seit meinem ersten Projekt außerhalb von Portugal, dem Bonjour Tristesse 1983, bin ich mit Berlin verbunden. Seitdem war es immer wieder eine Freude, eingeladen zu werden und alte Freunde zu besuchen. Es war ganz besonders schön,... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Beton für die Altstadt - Geschäftshaus in München von Hild und K

    18.02.2019 Wenn es Spezialisten für Projekte in der Münchner Altstadt gibt, dann sind es Hild und K (München/Berlin). Freie Interpretationen des Wiederaufbaustils gehören ebenso zum Portfolio des Büros wie historisierende Totalsanierungen. In der Sendlinger Straße, die in den letzten Jahren eine zumindest anfangs umstrittene Aufwertung zur vollständigen Fußgängerzone erfahren hat, haben die Architekten nun ein weiteres Projekt fertiggestellt. Das orientiert sich ebenfalls an der Wiederaufbauzeit, überrascht allerdings mit einer subtilen Fassade aus Ortbeton. Das neue Gebäude ersetzt ein kleines Haus, das laut der Architekten eine kriegsbedingte Lücke geschlossen hatte. Das Bauvolumen, das auf einem sehr engen und tiefen Grundstück ein Geschäft und Büros umfasst, reagiert mit Rücksprüngen und einem Innenhof auf die räumlichen Umstände. Was man hinter der schmalen Fassade kaum vermutet: Das Ladenlokal bietet 800 Quadratmeter. Dies wurde möglich, weil auch Unter- und 1. Obergeschoss mitgenutzt werden, was erklärt, wie dort eine Tochter des schwedischen Kleiderriesen H&M hineinpasst, wo vorher nur ein kleines Reformhaus vorzufinden war. Ein Luftraum im Eingangsbereich sorgt für eine gewisse... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Multifunktional im Bunker - Umbau von 51N4E und Bourbouze & Graindorge in Saint-Nazaire

    18.02.2019 Der Umbau des U-Boot Bunkers im französischen Saint-Nazaire geht in die nächste Runde. Das belgische Büro 51N4E (Brüssel) hat in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Bourbouze & Graindorge (Nantes) eine der 14 U-Boot-Kammern zu einem Festsaal für Veranstaltungen ausgebaut. Den U-Boot-Bunker hat die Deutsche Kriegsmarine im Rahmen der „Operation Todt“ in den Jahren 1941-43 erbaut – St. Nazaire war vor dem Zweiten Weltkrieg einer der größten Häfen an der französischen Atlantikküste. Nach dem Krieg hatte man einen Abriss allein angesichts der enormen Ausmaße verworfen – der Bunker mit den 14 U-Boot-Kammern ist 295 Meter lang, 130 Meter breit und bis zu 19 Meter hoch. Der Prozess der Umnutzung begann im Jahr 1994 mit dem Projekt „Ville-Port“, in dessen Rahmen der spanische Architekt Manuel de Solà Morales vier U-Boot-Kammern (Alvéoles) im Zentrum des Bunkers öffnete und das Dach mit einer Rampe ausstattete, um es als öffentliche Plattform nutzbar zu machen. 2007 hat das Büro LIN von Finn Geipel und Giulia Andi (Berlin/Paris) die Kammer Nr. 14 für Kunst und Musikveranstaltungen umgestaltet, eine ehemalige geodätische Kuppel vom Berliner Flughafen Tempelhof auf dem Bunkerdach... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Polycarbonat für Startups - Coworking Space von Archimosphere in Seoul

    18.02.2019 Im siebten und achten Geschoss eines von außen unscheinbaren Gebäudes in Seoul hat das junge, in der südkoreanischen Hauptstadt ansässige Büro Atelier Archi@Mosphere einen Coworking Space renoviert, welcher offen und geschlossen, transparent und opak, verwirrend und logisch zugleich ist. Der Bauherr Station Neo aus Seoul saniert die jeweils 330 Quadratmeter umfassenden Etagen, um den Gebäudekomplex als technologisches Zentrum auszubauen. Die beiden Etagen wurden Anfang 2018 fertiggestellt. Es sind Startups, die hier einziehen, und genau für sie wurde der Raum optimiert – als offene Konstruktion, mit trennenden Polycarbonat-Elementen und einer vorwiegend neutralen Farbgebung in Weiß und Grau. Das Büro erklärt, Südkoreaner unterhielten sich lieber in privaten, geschlossenen Räumen als in offenen und großen. Im Innenausbau des Coworking Space spiegelt sich dies in einer Aneinanderreihung kleiner Räumen wieder – sie werden als „Innenhöfe“ bezeichnet, da sie bis zum Dach reichen und Tageslicht einlassen. Um das zu ermöglichen, haben die Architekten Teile der achten Etage entfernt, da die Deckenhöhe ansonsten sehr niedrig gewesen wäre. Der Haupterschließungsgang, als „Halle der... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Qualität und Innovation - 17. Turn On-Architekturfestival in Wien

    18.02.2019 Qualität und Innovation – so lautet das Oberthema des diesjährigen Architekturfestivals „Turn On“ in Wien, veranstaltet von der Architekturstiftung Österreich. Für die 17. Ausgabe hat das Festivalteam unter Leitung von Margit Ulama ein dreitägiges Programm mit Vorträgen und Talks und zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland zusammengestellt. Aus den Blickwinkeln von Architektur, Wirtschaft und Politik soll die aktuelle „Baukultur“ betrachtet und die Frage ausgelotet werden, wie qualitätvolles Bauen möglich wird. Das Festival startet am Donnerstag, 7. März mit einer Rede von Maria Vassilakou, der Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Stadtentwicklung und Verkehr in Wien. Leo Van Broeck, Flemish Government Architect in Brüssel, hält den Festvortrag am Freitagvormittag zum Thema „Quality as a Bridge between Architecture and Politics“. Er stellt eine philosophisch-politische Metaebene dar, der die Praxis des Bauens reflektiert und kommentiert. Am Donnerstag und Freitag präsentiert die Programmschiene „Turn On Partner“ aktuelle Bauten, dabei sind unter anderem Mikkelsen Arkitekter (Kopenhagen), Renzo Piano Building Workshop (Paris), Helen & Hard (Oslo) und Chaix & Morel et Associés... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Was uns die Moderne lehrt - Alex Dill über die 16. Docomomo-Konferenz in Berlin

    18.02.2019 Eingeladen sind Architekten wie David Chipperfield, Fernando Romero und Wiel Arets, Themen sind unter anderem die Sanierung der Neuen Nationalgalerie von Mies van der Rohe, die Siedlung Schillerpark von Bruno Taut und die Mexikanische Moderne. Unter dem Titel „100 Years Bauhaus – What interest do we take in Modern Movement today?“ findet Anfang März die 16. Docomomo-Konferenz statt, in diesem Jahr erstmals in Berlin. Es ist zugleich die 3. RMB-Konferenz – RMB steht für das EU-Projekt „Reuse of Modernist Buildings“. Fünf Fragen an Docomomo-ISC-Mitglied Alex Dill. Herr Dill, der Konferenztitel ist als Frage formuliert. Wie lautet Ihre Antwort? Alex Dill: Die Moderne – oder in Russland die Avantgarde – definierte ihre Ziele als stetigen Aufbruch zu menschen- und lebenswürdigem Dasein sowie zeit- und sachgerechtem Denken und Handeln. Sie war eine Bewegung, die nicht nur zeitgemäße, sondern auch weit vorausschauende Fragen und Lösungen erforschte und dabei interdisziplinär, auf allen Gebieten von Architektur, Technologie, Wissenschaft, Ökonomie und Politik, umfassende Vorschläge unterbreitet hat. Zur Zeit jedoch sind Architektur und Design zu großen Teilen zu Marketing und in der... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Emanzipation in Beton - Moschee von Glenn Murcutt und Hakan Elevli bei Melbourne

    15.02.2019 Als vielleicht erste wahrhaftig australische Moschee beschreibt Ewan McEoin von der National Gallery of Victoria in Melbourne das neue Islamic Centre in Newport, einem Vorort von Melbourne. Dem Pritzkerpreisträger Glenn Murcutt, der seit 2005 an dem Projekt arbeitete, sei es mit diesem Gebäude gelungen, die religiöse Typologie als einen selbstverständlichen Bestandteil der Vororte neu zu interpretieren. Ein interessanter Blickwinkel, wenn man beispielsweise an Gottfried Böhms repräsentative Moschee in Köln oder das kompakte islamische Gemeindezentrum von Formwerkz Architects in Singapur denkt. Die stehen im dichten urbanen Kontext und orientieren sich vielleicht auch darum an den präsenteren Kuppelbauten, wie man sie beispielsweise aus der Türkei kennt. Murcutt greift hingegen die horizontalen Konfigurationen der arabischen Tradition auf, was ganz nebenbei sehr gut zur niedrigen Bebauung eines australischen Vororts passt. Diese Zurückhaltung liegt Murcutt natürlich, wie er auch schon bei anderen Projekten bewiesen hat. Das Islamic Centre ist sein bisher größtes Vorhaben, und trotzdem kann er sich vor allem auf die praktischen Aspekte seiner Architektur konzentrieren. Fragen der... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Sanierungsfall Betonmassiv - Baustellenbesuch bei Böhms Wallfahrtsdom in Neviges

    15.02.2019 Der Mariendom in Neviges war von Anfang an ein Experiment – nicht nur formal, sondern auch in konstruktiver Hinsicht. Seinem robusten Äußeren stand dabei immer die Fragilität der Betonhülle entgegen, bei der schon kurz nach Fertigstellung feine Risse Wasser eindringen ließen. Gottfried Böhm, der im Januar 99 wurde, hat das Gebäude vor etwas mehr als 50 Jahren errichtet. Sohn Peter ist nun für die Sanierung der Dachflächen zuständig.

 Von Klaus Englert Allein im Erzbistum Köln wurden im ersten Nachkriegsjahrzehnt 194 Kirchenneubauten errichtet, nicht hinzugerechnet die vielen wiederaufgebauten Kirchen. Der 1955 verstorbene Dominikus Böhm stand mit Sohn Gottfried an der Spitze der gefragten Kirchenbaumeister: Beide kamen ihrerzeit auf 15 realisierte Kirchen, dicht gefolgt von dem Kölner Rudolf Schwarz, der immerhin zehn Kirchen vollendete. Gottfried Böhm, der 1955 das Büro seines berühmten Vaters übernahm, orientierte sich anfangs an der klaren Formgebung der Bauhaus-Architektur. Der Sakralbau blieb für Architekten allerdings ein beliebtes Experimentierfeld, auf dem sie frei von rigiden funktionalen Zwängen die neuen Tendenzen in der Architektur erproben konnten. Der studierte... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Wogender Schiefer - Junya Ishigami plant Serpentine Pavillon 2019 in London

    15.02.2019 Er deutet seinen Raum mit transparenten Fäden nur an oder er lässt ihn in den Boden sinken und die Windungen eines Landschaftsgartens nachziehen – Junya Ishigami entwirft eine Architektur des Fast-Nichts. Experimentell tastet er die Grenzen zwischen Material, Raum und Natur ab. Dafür erhielt er 2008 den goldenen Löwen der Architekturbiennale in Venedig und 2016 den BSI Swiss Architectural Award. Dass Junya Ishigami in diesem Jahr den Serpentine Pavillon in den Londoner Kensington Gardens entwerfen wird, ist ein logischer Schluss. Denn seit 2000, angefangen mit Zaha Hadid, entwerfen aufstrebende Größen der Architektur einen experimentellen Bau für den Park neben der Serpentine Gallery. Ishigamis Entwürfe für dieses Jahr zeigen eine Nähe zum Serpentine Pavillon von SANAA aus dem Jahr 2009, immerhin von dem Büro, in dem die Karriere des japanischen Architekten begann: Es soll ein Dach aus Schieferplatten entstehen, das sich langsam vom Rasen in den Kensington Gardens erhebt und darunter einen ruhigen Aufenthaltsraum bildet. Die Steinplatten sollen derart miteinander verknüpft werden, dass sie wie ein Textil eine weiche, sich biegende Fläche bilden. Gehalten wird diese besondere... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Stille Örtchen - BauNetz Special zur ISH 2019

    15.02.2019 Ein modernes Badehaus mit freistehenden Badewannen und Räumen aus Terrazzo, ein Rastplatz inmitten der rauen Natur Nordnorwegens oder eine Friedhofstoilette: begleitend zur großen Bad- und Sanitärmesse ISH in Frankfurt am Main (11. – 15. März) bietet das BauNetz Special Geschichten und Produkte rund um die Themen Baddesign und ressourcenschonende Gebäudelösungen. Ausgewählte Hersteller und ihre Produktneuheiten finden sich auf diesen Seiten ebenso wie nützliche Informationen, die bei der Vorbereitung und Organisation des Messebesuchs helfen. In unserem kontinuierlich wachsenden Magazin möchten wir Sie mit ausgesuchten Inhalten bis zum Beginn der Messe begleiten und einen Vorgeschmack auf die kommenden ISH-Themen geben. Auch 2019 bilden ausgewählte Schwerpunkte der Messe die neuesten Entwicklungen der Branche ab: Im Bereich ISH Energy stehen moderne Heizsysteme, digitale Heizungstechnik und das Lebensmittel Luft im Fokus, während sich im Bereich ISH Water alles um intelligente Wassermanagementsysteme, regenerative Energien für die Trinkwassererwärmung und Farbtrends im Badezimmer dreht. Das BauNetz Special bündelt die wichtigsten Entwicklungen, listet übersichtlich Veranstaltungen... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Baukunst und Kunstbau - Wechselgespräch in Stuttgart

    15.02.2019 Am Montag, den 18. Februar 2019 findet das 51. Wechselgespräch unter dem Titel „Baukunst–Kunstbau“ beim BDA in Stuttgart statt. Die Disziplinen Kunst und Architektur sind in vielerlei Hinsicht verbunden und unterscheiden sich doch sehr. Bauten für die Kunst beispielsweise befinden sich in einer schwierigen Zwischendisziplin, da sie oft als Objekt an sich herausragen sollen, sie gleichzeitig aber einen neutralen Raum für eine Vielzahl an Kunstgattungen bieten müssen. Die Verbindung ist nicht leicht, wie das berühmte Beispiel des Guggenheim Museums von Frank Lloyd Wright in New York von 1959 zeigt, das viele Künstler für unbespielbar halten. Ein konträres Beispiel ist das 1992 errichtete Museum La Conguinta, ein „architektonischer Versuch zur Kunst“ von Peter Märkli und Stefan Bellwalder, der eigens für 30 Plastiken von Hans Josephsohn konzipiert wurde. Die Diskussion widmet sich der Frage, wo die Grenze zwischen den Kompetenzbereichen von Kunst und Baukunst verlaufen und wo es Überschneidungen gibt. Marianne Müller (Casper Mueller Kneer Architects, London/Berlin) und Martin Bruno Schmid (Künstler, Stuttgart/Paris) diskutieren unter der Moderation von Michael Ragaller (Schleicher... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Bogen überspannt - Hochhaus von Koichi Takada in Sydney

    14.02.2019 Es ist ein auffallendes Gebäude. Mit schon postmoderner Leichtigkeit haben Koichi Takada Architects diesem Hochhaus an der zentralen Skittle Lane in Sydney einen deutlichen Bruch eingearbeitet. Wie sie dem Bau vor die unteren acht Stockwerke eine Art Sockel aus komplex vermauertem Backstein vorblendeten und es dann gläsern-glatt in die Höhe schießen lassen, wirkt wie eine Collage aus römischer Antike und International Design. Dabei haben die Architekten und die Bauherrin Crown International Holdings Group dem Wohn- und Geschäftshaus einen schnörkellosen Namen gegeben, der das alles verbindende Motiv dieses ambivalenten Projekts benennt: Der Bogen, the Arc. Der Name kündigt es an: Der Bogen ist überall. Er spannt sich längs über das höchste, das 26. Stockwerk, und er reiht sich in den unteren acht Ebenen aus Backstein neben und übereinander wie die Arkaden des Kolosseum in Rom. Entnommen hat das Büro das klassische Bogenmotiv jedoch nicht aus der Antike, sondern von markanten Altbauten im Viertel: das Red Cross Building und das Andrew Bros Warehouse. Aus einem dunkel gebrannten Backstein wie derjenige der historischen Bauten formten die Architekten die Rundbögen nach und setzten sie... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Der simulierte Mensch - Wettbewerb für Bio- und Medizintechnologie-Campus in Berlin entschieden

    14.02.2019 Die Berliner Charité und die Technische Universität Berlin planen ein gemeinsames Forschungsgelände. Dafür vorgesehen ist ein Grundstück zwischen Seestraße und Amrumer Straße in Berlin-Wedding, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Virchow-Klinikum der Charité. Auf dem künftigen Campus Bio- und Medizintechnologie werden Mediziner, Naturwissenschaftler und Ingenieure in den Bereichen Onkologie, Immunologie sowie Regenerative Medizin zusammenarbeiten. Die Bauherrin Charité – Universitätsmedizin Berlin lobte in diesem Zusammenhang im vergangenen Jahr einen nichtoffenen städtebaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerb aus. Gesucht waren ein städtebauliches Konzept für die Entwicklung des rund 11.800 Quadratmeter großen Areals und ein Entwurf für den Neubau des Wissenschaftsgebäudes „Der Simulierte Mensch“ mit einer Nutzfläche von 3.150 Quadratmetern, das künftig das Zentrum des Campus bilden soll. Der Bund und das Land Berlin finanzieren den Bau zu je 50 Prozent im Rahmen des Programms für Forschungsbauten an Hochschulen, es wird ein Gesamtkostenrahmen von rund 34 Millionen Euro veranschlagt. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2023 geplant. Insgesamt waren 21 Teilnehmer zum Wettbewerb... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Moderne Architektur in Iran - BAUNETZWOCHE#529

    14.02.2019 Dossier: Die internationalen Lehrbücher der Moderne beachten es kaum: Im 20. Jahrhundert entwickelte sich in der iranischen Architektur eine der interessantesten Spielarten der internationalen Moderne. Nachdem die Islamische Revolution 1979 die Entwicklung jäh unterbrochen hatte, knüpfen iranische Architekten heute wieder daran an. Film: Noch bis zum Wochenende laufen die 69. Filmfestspiele in Berlin. Dabei werden natürlich nicht nur bewegte Bilder gezeigt, sondern auch jede Menge Geschäfte abgewickelt. Mit dabei ist ein Film über die Geschichte des Farnsworth House. Eis: Womit man im chinesischen Harbin glasklares Eis für eines der größten Skulpturenfestivals der Welt herstellt. Bild: Waisenhaus in Khansar von ZAV Architekten, Foto: Soroush Majid, ZAV >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Offene Programme - Fünf Finalisten für den Mies-Award 2019

    14.02.2019 Von 383 Nominierten runter auf fünf: Die Finalisten für den diesjährigen Mies van der Rohe Award stehen fest. In den Wettbewerb um den Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur 2019 gehen: PC Caritas in Melle (Belgien) von architecten de vylder vinck taillieu Plasencia Auditorium and Congress Centre (Spanien) von SelgasCano Skanderbeg Square in Tirana (Albanien) von 51N4E, Anri Sala, Plant en Houtgoed und iRI Terrassenhaus „Lobe Block“ Berlin (Deutschland) von Brandlhuber+ Emde, Burlon und Muck Petzet Architekten Cité du Grand Parc in Bordeaux (Frankreich) von Lacaton & Vassal architects, Frédéric Druot Architecture und Christophe Hutin Architecture Die Auswahl, die die internationale Jury um Dorte Mandrup aus der bereits auf 40 Kandidaten reduzierten Shortlist traf, versammelt fünf Projekte, bei denen, neben ihrem hohen gestalterischen Anspruch, Umwandlung und Mischnutzung sowie die hierdurch gewonnenen Aneignungsmöglichkeiten im Fokus stehen: „Offene Programme, die es den Menschen ermöglichen, unterschiedliche Arten der Raumnutzung zu entdecken und diese Räume in ganz andere Orte zu verwandeln“, so formuliert es das Preisgericht. Die Psychiatrische Klinik... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Villa Heike erwacht zu neuem Leben - Atelier- und Bürohaus in Berlin-Hohenschönhausen

    14.02.2019 Wer schon einmal die Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen besucht hat, dem ist sie auf dem Weg dorthin sicherlich aufgefallen: eine freistehende, imposante Villa mit morbidem Charme, nur einen Steinwurf vom Eingang des ehemaligen Stasi-Gefängnisses entfernt. Ein Vierteljahrhundert stand der frühere Firmen- und Wohnsitz des Maschinenfabrikanten Richard Heike leer, waren Fenster und Türen verrammelt – bis der Berliner Architekt Christof Schubert das Gebäude 2015 zusammen mit mehreren Künstlern und Kreativen erwarb. Nach umfangreicher Sanierung eröffnet die Villa am Samstag, 16. Februar mit einer Ausstellung und anschließender Party als neues Atelier- und Bürohaus. Die 15 künstlerischen Positionen, die Kurator Pierre Granoux aus diesem Anlass versammelt hat, setzen sich mit Erinnerungskultur, Narration und Geschichte des Gebäudes im Speziellen auseinander. Letztere hat es in sich: In Richard Heikes Auftrag 1910–11 vom Architekten R. Lotts als einer der ersten Stahlbeton-Skelettbauten Berlins errichtet, diente die Villa bis 1945 als Sitz seiner Fabrik für Fleischereimaschinen, in der zu Kriegszeiten auch sowjetische Zwangsarbeiter tätig waren. Das Haus überstand die Bombardements... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Büsche, Nischen, Tokio - Wohnanlage von Love Architecture

    13.02.2019 Die westlich von Tokio gelegene Kommune Tachikawa ist in den letzten Jahren rasant expandiert. Vor allem der Charakter der Gegend um den Bahnhof, der die Vorstadt mit dem Zentrum der Millionenmetropole verbindet, hat sich in der Folge stark gewandelt: Wo früher natürlich gewachsene Anliegerstraßen das Bild dominierten, herrscht nun ein wilder Mix aus älteren Bauten, modernen Apartmentkomplexen und Parkplätzen – keine besonders idyllische Wohnumgebung. Das vom in Tokio ansässigen Büro Love Architecture entworfene Ensemble Kenzanso macht inmitten dieser dichten urbanen Agglomeration einen erfreulichen Unterschied: Die Architekten um Yukio Asari setzten auf lockere Bebauung und viel Grün. Anstatt dem bereits herrschenden Überangebot an effizient ausgerichteten Mietapartments ein weiteres Gebäude „von der Stange“ hinzuzufügen, stellten Love Architecture die Bedürfnisse und Wünsche der künftigen Bewohner nach einem angenehmen, ruhigen und vor allem möglichst grünen Wohnumfeld in den Vordergrund. Es ging ihnen nicht um eine vollumfängliche Bebauung mit maximal möglicher Geschossfläche, sondern darum, so viel Boden wie möglich für einen gemeinschaftsfördernden Garten offen zu lassen. Der... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Hochskaliert in Wien - Sozialer Wohnungsbau von Gerner Gerner Plus

    13.02.2019 Wie ein hochskaliertes und leicht verzerrtes Einfamilienhaus wirkt der Neubau von Gerner Gerner Plus im nordwienerischen Bezirk Floridsdorf: Die Dachlandschaft mit zwei verschnittenen, unterschiedlich hohen Giebeln zitiert das für Vororte typische Satteldach. Die Wiener Architekten planten den Wohnkomplex für die Donau City Wohnbau AG, die als gemeinnützige Aktiengesellschaft 42 Wohneinheiten zur Kostenmiete in Auftrag gab. Auf prismenförmigem Grundriss steht der Wohnbau. Einschnitte und Rücksprünge sowie dicht aneinander gereihte, unterschiedlich weit auskragende Balkone (wie sie Gerner Gerner Plus auch schon für den Wiener Wolfshof konzipierten) charakterisieren seine Erscheinung. Der Abschluss zum verkehrsberuhigten Johann-Orth-Platz erfolgt bündig. Hier treten die tanzend versetzten, gleichformatigen Fenster deutlich in den Vordergrund. Über ein Foyer lassen sich die von oben belichteten Treppenhäuser erreichen. Ohnehin sind die Verkehrsräume relativ großzügig für ein soziales Wohnbauprojekt und sollen der Kommunikation der Mieterschaft untereinander zuträglich sein. Die Wohnungen rangieren vom kompakten Single-Apartment zur Vier-Zimmer-Wohnung mit loftähnlichem Entree.... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Vielfältig und stilsicher - Landbaukultur-Preis 2019 vergeben

    13.02.2019 Zum zweiten Mal nach 2016 wurde gestern Abend in Berlin der Deutsche Landbaukulturpreis verliehen. Mit dem Preis würdigt die Stiftung LV Münster des in der westfälischen Stadt ansässigen Landwirtschaftsverlages nach eigenen Angaben „herausragende architektonische Bauten und Außenanlagen auf landwirtschaftlichen Anwesen und damit das Bestreben der Bauern nach einer stimmigen Verbindung von Neuem und Altem, Wohnen und Arbeiten auf dem Land“. Aus über 80 Bewerbungen hatte die neunköpfige Jury unter Vorsitz von BDA-Präsident Heiner Farwick einen mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis, vier Auszeichnungen (je 4000 Euro) und zwei Anerkennungen (je 2000 Euro) gewählt. Die Schirmherrin, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, überreichte die Preise an folgende Pojekte, Architekten und Bauherren: 1. Platz: Hofstelle Stiegler, Gonnersdorf, Dürschinger Architekten, Fürth, Bauherr: Fritz Stiegle. Nachdem ein Großbrand den landestypischen Dreiseitenhof der Familie Stieger im mittelfränkischen Cadolzburg zerstört hatte, gelang es mit Hilfe von Dürschinger Architekten, den Hof wiederaufzubauen. Auszeichnungen Kienzlerhansenhof, Gössel + Kluge, Stuttgart, Bauherr: Gössel + Kluge,... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Buchtipp: Erinnerungsalbum - Der City-Hof. An- und Einblicke

    13.02.2019 Wer Hamburg kennt, kennt den City-Hof. Dass die nun dreckig grauen Türme ursprünglich als weiße Kontrapunkte vor den dunklen Backsteinen des Kontorhausviertels leuchteten, als Symbol für einen Neuanfang in den 1950er Jahren – das wissen nicht ganz so viele Menschen. Der City-Hof teilt damit das Schicksal vieler öffentlicher Bauten aus diesem und den beiden folgenden Jahrzehnten: Er hat einen schleichenden Entwertungsprozess erfahren, Schritt für Schritt, mit jeder kleinen Veränderung wandelte sich die Wahrnehmung ins Negative: Weiße Kunststofffenster wurden eingebaut, die hellen LECA-Fassadenplatten verschwanden hinter grauem Faserzement, die Ladenpassage verlor an Kundschaft. Schließlich wurde der City-Hof zum Abrisskandidaten. Die Bezirksverwaltung als eine der größten Nutzerinnen der Büroflächen ist im letzten Jahr schon ausgezogen. Bezirksamtschef Falco Droßmann gab daraufhin ein Erinnerungsalbum heraus: „Der City-Hof. An- und Einblicke“. Die Autorin Heidi Kirk sowie die Fotografen Nicole Keller und Oliver Schumacher haben es mit Inhalten gefüllt: Wissenswertes über die Architektur, den Ort und seine Geschichte, aber auch über die Diskussionen um seine Qualitäten. Marco... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Wo Dinge wohnen - Ausstellung in Wien

    13.02.2019 Wenn Städte wachsen und Wohnraum teurer wird, werden auch bisherige Lageräume wie Dachböden oder Keller zu Wohnraum ausgebaut. Wie in Wien, wo die Preise für Mietwohnungen zwischen 2005 und 2017 um 43,3 Prozent gestiegen sind. Wohin mit all den Dingen, die sonst hier lagern? Der Platz wird enger, die Lebensentwürfe flexibler. Immer mehr Menschen mieten sich daher Selfstorage-Räume an, in die sie ihre geschätzen Dinge auslagern. In Wien gibt es aktuell insgesamt 95 000 qm solcher Selfstorage-Flächen. Die 15 verschiedenen Anbieter dieser Räume befinden sich nicht nur am Rande der Stadt, sondern wandern nun auch mitten ins Zentrum in ungenutzte Ladenflächen. Die Ausstellung „Wo Dinge wohnen. Das Phänomen Selfstorage“, die heute, Mittwoch, den 13. Februar ,im Wien Museum eröffnet, reflektiert die Entwicklung des Phänomen Selfstorage in Bezug auf die gegenwärtige Stadtentwicklung, auf beschleunigte Lebensstile und wachsende Mobilität. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Portraits von Wiener Selfstorage-Nutzerinnen und Nutzern. Wie z.B. Florian Franke-Petsch, der bis vor kurzem eine riesige Arbeitsbibliothek und seine Sammlung von DDR-Alltagsgegenständen auslagerte, oder Renata Marie... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Stadel für Leseratten - Bibliothek in Kressbronn am Bodensee von Steimle Architekten

    12.02.2019 Die neue Bücherei der Gemeinde Kressbronn am Bodensee wurde eigentlich schon 1923 errichtet – da entstand auf dem Grundstück ein klassischer Scheunenbau, der Stadel H11, der landwirtschaftlich genutzt wurde. 2009 erwarb die Gemeinde das Gebäude, beschloss unter Bürgerbeteiligung eine Neunutzung als Bibliothek und schrieb 2015 einen entsprechenden Wettbewerb aus. Realisiert wurde schlussendlich der drittplatzierte Entwurf von Steimle Architekten. Das Konzept des Stuttgarter Büros sah vor, den Charakter des Bestandsgebäudes zu erhalten und es mit möglichst wenigen, präzise gesetzten Eingriffen in ein modernes und offenes Haus zu transformieren. Die Bibliothek mit einer Bruttogrundfläche von 860 Quadratmetern ist seit Oktober 2018 für den Publikumsverkehr geöffnet. Mit einfachen, aber umso wirkungsvolleren Interventionen gelang es den Architekten, das vertraute Bild des Stadels mit massivem Sockel und auskragendem Satteldach zu konservieren, und ihm doch zugleich mithilfe der verwendeten Materialien und großer Öffnungen im Erdgeschoss eine moderne Sprache einzuschreiben. Die traditionelle Gliederung des historischen Gebäudes in ein solides Erdgeschoss und ein darüberliegendes... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Schneider Gmür in Winterthur - Wohnhaus für Menschen mit Demenz

    12.02.2019 „Nicht mehr gebraucht“ wird zu „dringend benötigt“: Dank einer Schenkung konnte die Stiftung Atlersheim St. Urban im Schweizerischen Winterthur ein ehemaliges Fachwerkhaus in ein Wohnhaus für Menschen mit Demenz umwidmen. Zwischen städtischer und dörflicher Struktur und in einiger Entfernung vom Altenheim derselben Trägerin geht man hier im „Haus Annemarie“ speziell auf die Bedürfnisse der in ihren kognitiven, motorischen und sozialen Fähigkeiten beeinträchtigten Bewohnenden ein. Nach Plänen von Schneider Gmür Architekten (Winterthur) ist nun neben dem Fachwerkhaus ein Neubau mit dem Namen „Haus Margit“ entstanden. Es bietet 24 Menschen mit fortgeschrittener Demenzerkrankung auf drei Stockwerken Raum und Ruhe. Die Architekten, deren Portfolio viele spezialisierte Bauten in den Bereichen Pflege und Bildung versammelt, waren aus einem Studienwettbewerb als Sieger hervorgegangen. Ruhig und solide, dank Sockel und Kratzputz mehr Wohnhaus als Heim, so erscheint ihr Neubau. Sein Grundriss entwickelt sich rund um das gut einsehbare Treppenhaus. In den beiden Obergeschossen – die um ein weiteres aufgestockt werden könnten – befinden sich die Pflegeräume: Einzelzimmer, von denen sich je... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Viele ungehörte Geschichten - Yesomi Umolu kuratiert Chicago-Biennale 2019

    12.02.2019 Im September wird die dritte Ausgabe der Architektur-Biennale in Chicago eröffnet. Die 2015 ins Leben gerufene Ausstellungsreihe, die einen starken Fokus auf Diskurs und Szene der USA legt, ist schnell zur Größe im internationalen Architekturkalender geworden. 2017 wurde unter der künstlerischen Leitung von Sharon Johnston und Mark Lee über Historizität und Geschichtsbewusstsein in der zeitgenössischen Architektur debattiert. Nun steht die künstlerische Direktorin für die diesjährige Ausgabe fest. Es ist die Kuratorin und Geisteswissenschaftlerin Yesomi Umolu. Mit Umolu wird die Chicago-Biennale dieses Jahr eine ganz andere Richtung einschlagen. „... and other such stories“ betitelt sie die 2019er Ausgabe. Umolu will den ungehörten Akteuren der Stadt Raum verschaffen. Jenseits von Immobilienfirmen, Architekturbüros und Masterplänen will sie das Verhältnis von Ökologie, Landschaft und Eigentum in Städten neu befragen. Mit Schwerpunkt auf Chicago sollen in der Ausstellung und im Rahmenprogramm Gemeinschaftsprojekte, soziales Engagement und Formen des Rechts oder Unrechts im Stadtraum debattiert werden, auch die Perspektive indigener Bevölkerungsgruppen möchte Umolu einbringen. Das... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Muskulöser Ausdruck - Adrian Smith + Gordon Gill Architecture planen Hochhaus in Shenzen

    12.02.2019 Sie hat das höchste Pro-Kopf-Einkommen in China und ist eine der am schnellsten wachsenden Metropolen der Welt – die chinesische Boomtown Shenzen will nun auch in der Kategorie „höchste Bauwerke“ ganz vorn mitspielen. Im Nordosten der Stadt, zwischen zwei Parks und in der Nähe von mehreren Sportstätten soll der 700 Meter hohe Turm des Shenzhen-Hong Kong International Center künftig die Skyline von Shenzhen prägen. Er ist Teil des Entwurfs für den Shinmao Shenzhen Longgang Masterplan, mit dem Adrian Smith + Gordon Gill Architecture (Chicago/Beijing) den entsprechenden Wettbewerb gewonnen haben. Die Erscheinung des Turms soll ganz offensichtlich die Muskeln der Athleten repräsentieren, die in den im Masterplan vorgesehenen Stadien trainieren. Adrian Smith spricht von einem „muskulösen Ausdruck in Hochleistungsglas“. Ganz oben sind Räume für Restaurant, Nachtclub und Wellness geplant – und laut Pressetext eine der höchsten Aussichtsplattformen weltweit. Im nordwestlichen Teil sieht der Masterplan mehrere Wohnhäuser vor, im nordöstlichen Teil Läden, Büros, Konferenzräume und ein Hotel. Zudem sind Freiräume und Gärten sowie ein Busbahnhof geplant. Und weil Shenzhen bekannt für starke... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Frauen am Bauhaus - Themenabend im Ersten

    12.02.2019 Für die Frauen hatte es am Bauhaus vielsprechend begonnen: „Kein Unterschied zwischen dem schönen und starken Geschlecht. Absolute Gleichberechtigung, aber auch absolut gleiche Pflichten.“, so hatte es Walter Gropius angekündigt. Doch während die Studentinnen in der Weimarer Zeit anfangs noch in der Mehrzahl waren, änderte sich dies bald ins Gegenteil. Viele landeten in der Weberei. Die Bauhaus-Geschichte aus der Perspektive jener Frauen zu erzählen, das haben sich gleich mehrere Projekte im Jubiläumsjahr vorgenommen. Patrick Rössler und Elizabeth Otto veröffentlichen in Kürze ihr Buch „Frauen am Bauhaus“ und Ulrike Müller legt ihren Band „Bauhaus-Frauen“ wieder auf. Auch das Fernsehen greift das Thema auf. Für ZDF und Arte entsteht aktuell eine Serie über die Bauhaus-Frauen mit dem Titel „die neue Zeit“. Und morgen, am 13. Februar 2019, widmet das Erste den Frauen am Bauhaus einen Themenabend. Gezeigt wird 20.15 Uhr der Spielfilm „Lotte am Bauhaus“. Er orientiert sich hauptsächlich an der Figur von Alma Siedhoff-Buscher, die vor allem kindergerechtes Spielzeug – unter anderem „kleines Schiffbauspiel“ – entwickelte. Wie die Produzenten Benjamin Benedict und Nico Hofmann erklären,... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Licht und Schatten - Einfamilienhaus bei Gent von Graux & Baeyens

    11.02.2019 Ein schmales Grundstück mit schönem Ausblick auf die umliegende Marschlandschaft, nur leider mit einem kleinen Haken: Die grünen Wiesen sind Richtung Norden orientiert, die Sonne kommt in unseren Breiten aber bekanntlich von Süden. Graux & Baeyens aus Gent positionieren darum ihr jüngstes Einfamilienhaus im benachbarten Örtchen Astene zwischen dem Wunsch der Bewohner nach viel Licht und dem visuellen Bezugspunkt der nahen Natur. Drei Kuben aus grauen Ziegelsteinen nehmen das Wohnprogramm auf, wobei die Architekten die Baumasse mit wenigen Operationen an die Bedürfnisse der Bewohner anpassen. Richtung Westen und Süden klappen sie das Haus auf und lassen so Licht in die Tiefe. Und Richtung Norden inszenieren sie den Ausblick lediglich mit vergleichsweise kleinen Fensterflächen. Geschlossen gibt sich das Haus auch zur Straße hin, von dort gelangt man über eine unscheinbare Tür ins Innere. Als weiteres wichtiges Element ergänzen sie außerdem einen eingeschossigen Gartenbau, der die kompakten Volumen miteinander verbindet. Das Erdgeschoss erhält dadurch eine geometrisch irreguläre Weitläufigkeit, die im Kontrast zur Strenge der Kuben steht. Deren Ziegelfassade wird im Innenraum... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Horizontal im Vertikalen - Schule von Link-Arc in Shenzhen

    11.02.2019 Eine Stadt der Vertikale, der Hochhäuser, des höchsten Pro-Kopf-Einkommens neben Hong Kong und Macao: Shenzhen ist einer der wichtigsten ökonomischen Motoren Chinas, dank dem Status als erste Sonderwirtschaftszone ist die Agglomeration sprunghaft von einem Fischerdorf mit 3.000 Einwohnern zu einer Zwölfmillionen-Metropole gewachsen. Ein Boom, den die Stadt in den letzten Dekaden mit Verdichtung und Hochbau beantwortete. Jetzt zeichnet sich allerdings eine Wende ab. Kürzlich stellten MLA+ mit den Landschaftsarchitekten von ZEN eine Bibliothek fertig, die als flacher Pavillon in einer weiten Parkanlage der Hochhaus-Dichte von Shenzhen ein alternatives architektonisches Bild vorhält. Und auch die in Hong Kong ansässige Holding China Ressources mit ihrer Immobiliensektion CRLand zeigt ein ähnliches Engagement: Letztes Jahr stellte sie in Shenzhen ihre Archive Library fertig, und nun ein Schulzentrum. Beide Male entwickelte Studio Link-Arc (New York) diese neue horizontale Architektur. Den riesigen Komplex der Schule mit einer Nutzfläche von 54.000 Quadratmetern und seiner prägenden Grünanlage entwickelte Studio Link-Arc gemeinsam mit den Landschaftsarchitekten von D+H (u.a. Shenzhen).... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Nichts und fast nichts - Reinier de Graaf über Plattenbauten und Mies-Kopien

    11.02.2019 Am Bauhaus-Jubiläumsjahr kommt niemand vorbei. Baunetz möchte wissen, wie Architekten, Designer und Kulturschaffende heute über die vor einhundert Jahren gegründete Schule und ihre Auswirkungen denken. Mit dem Architekten Reinier de Graaf, Partner bei OMA, sprachen wir über das Leben im Plattenbau, beinahe nichts und Mies-Kopien. Herr de Graaf, was ist Bauhaus für Sie heute? Reinier de Graaf: Die Mission des Bauhauses ist aktueller als jemals zuvor. Vor allem was die Fertigbauweise betrifft, beginnend mit dem Wohnungsbauprogramm in Ostdeutschland. Das wurde von Bauhaus-Architekten entwickelt, die aus Nazi-Deutschland nach Russland geflohen waren. Als sich die Stimmung hin zur Moderne verlagerte – 'besser, billiger, schneller' war ihr Slogan – kamen sie zurück. Ostdeutschland wurde das Labor für ihre Experimente: WBS70 und so weiter. Mies hat mal gesagt: 'Es wird eine Zukunft geben, in der die Industrie die Probleme für uns lösen wird.' Das Bauhaus wollte die Industrie immer für einen größeren gesellschaftlichen Zweck, ein höheres Ziel nutzen. Die Platte hat heute ein ziemlich schlechtes Image ... Ich bin im Plattenbau aufgewachsen, bin sozusagen ein Produkt des Plattenbaus. Viele... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Wasserschloss mit Gründach - Auer Weber planen Schwimmbad in Lille

    11.02.2019 Wer beim Begriff „Wasserschloss“ an eine romantische Befestigungsanlage denkt, den führt die Beschreibung eines kürzlich vorgestellten neuen Schwimmbads in Lille in die Irre. Gemeint ist hier nämlich das zylindrische Ingenieursbauwerk gleichen Namens, das hier als Referenz für einen Tauchturm von stattlichen 42,5 Metern dient. Von der Straße aus gut sichtbar steht dieser als Betonskulptur mit Bullaugen direkt hinter der gläsernen Hauptfassade. Das Projekt, das mit 50-Meter-Bahnen olympische Dimensionen aufweist, soll bis Ende 2021 am Rande des neuen Stadtquartiers Saint-Sauveur im Südosten von Lille entstehen. Auer Weber (München) hatten im letzten Dezember den Wettbewerb gewonnen, die Partnerarchitekten vor Ort sind SCP Otton Sanchez. Das Schwimmbad ist als Teil eines kleinen Parks konzipiert und gibt sich daher zweigesichtig: Zur Straße hin wirkt der Entwurf technisch-kristallin, während sich das Gebäude als terrassierte Landschaft zum Park hin öffnet. Dort befindet sich auch ein großes Außenbecken. Vom Angebot her ist das Schwimmbad zugleich Profi-Sportanlage und Freizeiteinrichtung des neuen Stadtquartiers. Das umfasst auch Wellnessbereiche und ein Restaurant mit eigener... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Unkonventionell reden - Erstes Speeddating der Baukultur in Dresden

    11.02.2019 Der Zeitgenossen e.V. veranstaltet am Freitag, 15. Februar 2019 das erste Speeddating der Baukultur zum Thema „Beteiligen“. Die als Reihe konzipierte Veranstaltung, möchte Bürger unkonventionell mit Fachleuten aus Politik, Städtebau, Architektur, Landschaftsarchitektur, Bauherren und Bauherrengemeinschaften sowie Vertretern der darstellenden und bildenden Kunst ins Gespräch kommen lassen. Unter der Moderation von Frauke Burgdorff (Burgdorff Stadt, Agentur für kooperative Stadtentwicklung, Bochum) soll in wechselnden Kleingruppen über Erfahrungen und Chancen der Bürgerbeteiligung an politischen Entscheidungen und Planungsprozessen diskutiert werden. Die Veranstaltung ist offen für alle, die ihre Erfahrungen austauschen wollen. Gastgeber: Claudia Blaurock (Blaurock Landschaftsarchitekten, Landschaftsarchitektur und Vermittlung, Dresden)Carsten Enders (Persönlicher Referent des BM für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften Dresden)Matthias Horst (Schubert Horst Architekten, Verfahrensbetreuer von Wettbewerben und Werkstattverfahren, Dresden)Marion Kempe (Geschäftsführerin Bauforum e.V und Mediatorin) Jochen Kloos (Rechtsanwalt, Petersen Hardraht Pruggmayer Rechtsanwälte,... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Alpnacher Holzornament - Wohnhaus von Seiler Linhart Architekten in der Innerschweiz

    08.02.2019 Wer mit Holz handelt, baut kein Haus aus Beton oder Ziegel. So zumindest dachte die Familie Küng aus Alpnach im Schweizer Kanton Obwalden, die in dritter Generation ein Holzbauunternehmen betreibt. Mitten in einem heterogenen Wohnquartier ihres 6.000 Einwohner-Dorfes hat sie ihr Familienhaus mit dem firmeneigenen Vollholzsystem errichten lassen. Seiler Linhart Architekten (Luzern) entwarfen das Wohnhaus aus dem Holz von Fichten und Weißtannen. Dabei lehnten sie sich an die Holzbauarchitektur an, wie sie im Kanton Obwalden zu finden ist, und verbanden die historische Bauart mit zeitgenössischen Elementen. In der geneigten Topographie der Parzelle bildet der massive, betonierte Sockel, der mit Bambus bewehrt ist, das Fundament des Hauses. Über diesem legten die Architekten das dreigeschossige Wohnhaus, dessen Ausdruck durch und durch vom Holz bestimmt ist. Vor allem die beiden Lauben im ersten Obergeschoss, von denen die eine mit einem Holzgitter verschlossen ist, prägen die äußere Erscheinung des Baus. Außen- und Innenwände inklusive Dach sind aus unbehandelten Vollholzelementen, auf zusätzliche Dämmmaterialien verzichteten Seiler Linhart komplett. Die Geschossdecken sind als... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Platz eins für Henchion Reuter - Wettbewerb für Leipziger Leibniz-Institut entschieden

    08.02.2019 Nach jahrzehntelangem Intermezzo in der östlichen Peripherie von Leipzig kehrt das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) bald zurück in die Innenstadt. Das außeruniversitäre Forschungsinstitut für Geografie, dass aus dem 1907 in Leipzig eröffneten Museum für Länderkunde hervorging, war ursprünglich im alten Grassimuseum angesiedelt, zog jedoch in den 1990er Jahren in ein Behördenzentrum nach Paunsdorf am Stadtrand. Im Zuge der jetzt geplanten Ansiedlung wissenschaftlicher Einrichtungen am zentralen Wilhelm-Leuschner-Platz erwarb der Freistaat Sachsen dort eine Baufläche für das IfL. Der Leibniz-Institut für Länderkunde e.V. lobte 2018 einen offenen 2-phasigen Realisierungswettbewerb für den Institutsneubau aus, betreut wurde das Verfahren von C4C competence for competitions (Berlin). Nun hat das Preisgericht wie folgt entschieden: 1. Preis: Henchion Reuter Architekten, Berlin/Dublin 2. Preis: ARGE Derveaux | Rimpau & Bauer Architekten, Berlin 3. Preis: CLTR Cluster Architekten, Berlin Dotiert sind die Preise mit 40.000 Euro für den 1. Preis, 25.000 Euro für den 2. und 15.000 Euro für den 3. Preis. Die Wettbewerbsaufgabe umfasste den Entwurf eines Institutsgebäudes mit... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Von Pullach nach Berlin - BND-Zentrale von Kleihues + Kleihues eröffnet

    08.02.2019 Schon wieder BND? Die Zentrale des Bundesnachrichtendienstes in der Berliner Chausseestraße ist doch längst fertig. Das ist richtig, und doch wird der Komplex, der nach Plänen von Jan Kleihues errichtet wurde, erst heute offiziell eröffnet. Der Grund: Der Umzug von Pullach nach Berlin ist geschafft. Damit findet die 15-jährige Planungsgeschichte der Berliner BND-Zentrale von der Standortentscheidung bis zur Ankunft der Mitarbeiter samt Mobiliar und Aktenkisten ihren Abschluss. Im April 2003 entschied man sich zum Umzug aus der Zentrale in Pullach bei München und anderen Standorten nach Berlin. Zwei Jahre später gewann das Büro Kleihues + Kleihues das VOF-Verfahren mit integriertem Wettbewerb. 2006 feierte man den ersten Spatenstich, 2008 die Grundsteinlegung, 2010 Richtfest. Im November 2016 wurde der neungeschossige Gebäudekomplex mit 4.000 Büros und rund 200.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche übergeben. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) tritt als Bauherrin auf, das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) zeichnet für das Projektmanagement verantwortlich. Die Baukosten liegen bei 1,086 Milliarden Euro, die Gesamtumzugskosten werden mit fünf Millionen Euro... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Buchtipp: Stadthäuser - Postmodern Berlin. Wohnbauten der 80er Jahre

    08.02.2019 Warum nicht mal mit den alten Griechen anfangen, wenn man über die IBA Berlin 1987 schreibt? „Der Fuchs kann vieles, doch der Igel eines nur.“ liest man auf der ersten Seite von „Postmodern Berlin. Wohnbauten der 80er Jahre“ von Claudia Kromrei. Der Satz stammt vom griechischen Lyriker Archilochos und ist Auftakt für einige ganz grundsätzliche ästhetische Überlegungen der Autorin, in denen – man ahnt es bereits – die Vertreter der architektonische Moderne als Igel und die Postmodernen als Füchse interpretiert werden. Kromrei will die Postmodernisten jedoch nicht einfach als „schlaue Füchse“ adeln. Vielmehr zielt sie darauf, die architektonische Vielfalt der IBA aus dem Denken in historischen Kategorien zu befreien und als ein philosophisch-ästhetisches Phänomen zu würdigen. Es geht ihr dabei nicht so sehr um die Überwindung der Moderne, sondern um manieristische Ansätze der Transformation und Radikalisierung – wie sie mit Rückgriff auf Umberto Eco schließt. Das klingt nun weitaus trockener und langatmiger, als es sich tatsächlich liest, denn Kromrei braucht nur gut zwei Seiten für ihren anregenden Gedankengang. Dabei schaut sie durchaus differenziert auf die Ergebnisse der... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Zukunft der Kunsthalle Karlsruhe - Diskussion zur Museumserweiterung

    08.02.2019 Der größtenteils original erhaltene Museumsbau von Heinrich Hübsch aus dem Jahr 1846 für die Kunsthalle Karlsruhe soll erweitert werden. Vergangenes Jahr hatten Staab Architekten (Berlin) mit ihrem Entwurf in einem Wettbewerb überzeugt. Den bisher ungenutzen Innenhof des Hauses wollen sie zur Museumsfläche umwandeln und das Bodenniveau absenken, um eine unterirdische Verbindung zum Neubau zu ermöglichen. Momentan wir die erste Bauphase geplant. Am Donnerstag, 14. Februar 2019 findet in der Kunsthalle Karlsruhe eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Zur Zukunft der Kunsthalle“ statt. Vor Baubeginn sollen wichtige Fragen diskutiert werden: Welche Bedeutung hat die Baumaßnahme für die Zukunft der Kunsthalle? Welche Konzepte für das Museum des 21. Jahrhunderts sind hier relevant? Wie sehen die nächsten Schritte aus? Auf dem Podium sitzen Petra Olschowski (Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst), Ursula Orth (Amtsleiterin Landesbetrieb Vermögen und Bau, Karlsruhe), Pia Müller-Tamm (Direktorin der Kunsthalle) und Per Pedersen (Staab Architekten). Den Abend moderiert der Architekturkritiker Jürgen Tietz. Termin: Donnerstag, 14. Februar 2019, 19 Uhr Ort:... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]