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  • Ein dritter Weg - Gernot Schulz komplettiert Haus Altenberg im Bergischen Land

    17.12.2018 Historische Orte und Gebäude dienen oft dazu, einen vereinfachten Blick auf die Vergangenheit zu unterstreichen. Kann es umgekehrt auch gelingen, die Entwicklung eines Ortes in ihrer Vielschichtigkeit erfahrbar zu machen? Und zwar jenseits von zeichenhaften Setzungen wie die im Denkmalschutz so beliebten Bauzeugnisse unter Plexiglas? Der Umbau der im Odenthal bei Köln gelegenen katholischen Jugendbildungsstätte Haus Altenberg ist ein solcher Versuch. Seit 2012 arbeitete Gernot Schulz an diesem Projekt, dessen letzter Bauabschnitt nun fertiggestellt wurde. Anhand der ehemaligen Zisterzienserabtei Altenberg, deren beeindruckende Klosterkirche diesen etwas abgelegenen Bereich des Tals dominiert, lässt sich nicht nur eine jahrhundertelange Ordensgeschichte erzählen. Äußerst interessant ist nämlich auch die Zeit nach der Säkularisierung des Klosters, in der die Anlage unter anderem als Chemiefabrik diente. Bei einer Explosion samt anschließendem Brand wurden nicht nur die Nebengebäude, sondern auch die Kirche fast zerstört. Nach Jahrzehnten als Ruine folgte dann Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiederaufbau, weshalb gerade die vermeintlich historischen Teile des Klosters keineswegs ein... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Halbes Holz im Bregenzerwald - Wohnhaus von firm Architekten in Bezau

    17.12.2018 Ein altes Bauernhaus mitten im Bregenzerwald: dunkle Holzschindeln, kleine, weiß getünchte Fensterrahmen, hölzerne Fensterläden. In der einen Hälfte die Wohnräume der Bauernfamilie, in der anderen Hälfte der Stall für die Tiere, darüber ein Heulager. Wie früher üblich, ist alles unter einem großen Dach vereint. Doch Zeiten ändern sich, Eigentümer und Berufe wechseln, Stall und Heulager wurden überflüssig. Und so entwarfen firm Architekten, von denen neben Bauern- und Gasthausumbauten auch das nahe Grundwasserpumpwerk in Bregenz stammt, einen Neubau unter dem alten Dach. Nachdem die alten Bestandteile abgetragen waren, realisierte das Lustenauer Büro ein dreigeschossiges Einfamilienhaus als Holz- und Betonbau. Formal sollten Bestand und Neubau als ein Gebäude in Erscheinung treten, umgesetzt wurde das mit einem einheitlichen Dach, gleichem First und Traufhöhen sowie einem umgehenden Sockel. Im Bestand wurden Fassadenschindeln und der geputzte Sockel ausgebessert, die Fassade des Neubaus dagegen ist aus vertikalen Fichtenlatten gefertigt. Zudem hat jede Wohneinheit, neu und Bestand, ihre eigene Eingangstür. Dazugekommen ist auch eine im Hang verbaute Garage. Betritt man den 240... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Gläsern an den Elbbrücken - U-Bahnhof in Hamburg von gmp und sbp

    17.12.2018 Der Hafen ist Hamburgs größte Sehenswürdigkeit und wird zu jeder Jahreszeit tourismusträchtig in Szene gesetzt. Seit 2015 wird auch das größte Stadtentwicklungsgebiet der Stadt – die HafenCity – in temporäre Stadtspektakel wie BluePort oder den Hafengeburtstag integriert. Das Quartier Elbbrücken wiederum markiert das östliche Ende der HafenCity. Neben dem Anschluss des Wohngebiets an das öffentliche Verkehrsnetz liefert der am zweiten Dezemberwochenende mit einem Fest eröffnete U-Bahnhof Elbbrücken von gmp • Architekten von Gerkan, Marg und Partner (Hamburg) natürlich auch eine weitere Möglichkeit, das Hafenareal und die Elbe effektvoll zu präsentieren. In unmittelbarer Nähe liegt der Baakenhafen, für dessen neuen Park das Hamburger Büro eine Fußgängerbrücke realisierte. Den Wettbewerb für die vorläufige Endhaltestelle der U-Bahnlinie 4 gewannen die Architekten 2013. Neben dem U-Bahnhof sind gmp außerdem mit der Planung eines Hallendachs für den im Bau befindlichen benachbarten S-Bahnhof sowie der Verbindung beider Stationen betraut. Diese konzipierten sie als Verlängerung des neun Meter hohen Skywalks, der schon heute die Plattformen der U-Bahngleise verknüpft. Glas ist das... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Zeichnen Sie einen bemerkenswerten Boden - Oda Pälmke über ihre Ausstellung in Berlin

    17.12.2018 Seit 2014 hat Oda Pälmke, Professorin an der TU Kaiserslautern, mit Studierenden die Heftreihe „Repertoire 1-6“ erarbeitet. Die Sammlung architektonischer Referenzen wird ab heute Abend im Satellit der Architektur Galerie Berlin ausgestellt. Ein Gespräch über die Entstehung der Hefte und bemerkenswerte Böden. Von Luise Rellensmann Frau Pälmke, was meinen Sie mit Repertoire? Das Repertoire beschreibt eine Sammlung bemerkenswerter Dinge, die sie oder er gesehen hat und erinnert, also abrufbar archiviert hat. Ein großes Repertoire erlaubt Künstlern sich über jede neue Aufgabe zu freuen, ganz gelassen ein Stück aus dem Repertoire zu zeigen oder sogar virtuos zu improvisieren. Das Repertoire eines Architekten oder einer Architektin ist vielleicht sogar unendlich erweiterbar. Die Heftreihe „Repertoire 1-6“ ist keine Enzyklopädie mit Anspruch auf Vollständigkeit, sondern eine offene Reihe. Sie behandelt Themen des Entwurfsrepertoires und kommt aus meiner Raumgestaltlehre an der TU Kaiserslautern. Ein Vorbild ist Stephen Holls „Pamphlet Architecture“. Er hat während seiner Lehrtätigkeit zu verschiedensten Themen geforscht. Später hat er die Reihe auch für andere geöffnet und sie... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • 200 Tage Baudezernent Markus Greitemann - Montagabendgespräch des BDA in Köln

    17.12.2018 „Die Arbeit in der öffentlichen Verwaltung ist echt sexy. Da können Sie richtig was umsetzen“, sagte Markus Greitemann im Februar 2018, kurz nach seiner Wahl als neuer Baudezernent der Stadt Köln. Seit nunmehr 200 Tagen ist er im Amt. Der studierte Architekt folgte auf Franz Josef Höing, der von 2012 bis 2017 Kölns Baudezernent war und mittlerweile Oberbaudiektor der Stadt Hamburg ist. Im heutigen Montagabendgespräch des BDA Köln mit dem schwungvollen Titel „200 Tage - 200 Fragen“ stellt sich Markus Greitemann den Fragen der Gäste. Das Gespräch eröffnen Andrea Wallrath vom Vorstand des BDA Köln sowie Architekt Pablo Molestina. Dabei werden sie nicht nur wissen wollen, was passieren muss, sondern auch wie es geschehen soll. Denn längst spielen Instrumentarien und Methodiken in öffentlichen Bauvorhaben eine entscheidende Rolle. An Greitemann werden große Erwartungen gestellt. In Köln geht es wie überall um die Wohnungsnot aber auch um zahlreiche Großprojekte wie den Deutzer Hafen, das Erweiterungsgebiet Parkstadt Süd oder die Bildungslandschaft Altstadt Nord. Termin: Montag, 17. Dezember 2019, 19.30 Uhr Ort: Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Urbanissima am Frachtbahnhof - Stadtbibliothek Innsbruck von LAAC

    14.12.2018 Ist das Grundstück kein Rechteck, nehmen Architekten das gerne als gestalterische Herausforderung. So auch bei der Stadtbibliothek Innsbruck, die das ortsansässige Büro LAAC nun nach fast sechs Jahren fertiggestellt haben: Eine Bibliothek als schiefwinkliger Sockel, auf dem ein dreieckiger Wohnturm lagert. Die Projektentwickler der PEMA-Gruppe und die Stadt Innsbruck sind Bauherr des ungewöhnlichen Mischprojekts. Ende 2012 gewannen LAAC den geladenen Wettbewerb, unter anderem gegen das Atelier d’architecture Chaix & Morel aus Paris, ATP aus Innsbruck, marte.marte aus Feldkirch und Schneider + Schuhmacher aus Frankfurt. Anfang 2013 war Planungsbeginn, Mitte 2016 Baubeginn. Die Stadtbibliothek zog im Herbst 2018 von der Colingasse im Zentrum Innsbrucks in den Neubau in der Nähe des Hauptbahnhofes. LAAC folgten bei ihrer Innenraumkonzeption den Schlagworten Integration, Begegnung und Kommunikation. Damit rückten sie für die Bibliothek gemeinschaftliche Motive in den Vordergrund, wie sie es auch 2011 mit der Sanierung des Eduard-Wallnöfer Platzes in Innsbruck getan hatten. Um die gewünschte offene Atmosphäre zu schaffen, dienen nur 50 Prozent der Fläche des Zweigeschossers als... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Stuttgarts dunkles Silberhotel - Gestapo-Gedenkstätte von Wandel Lorch Architekten

    14.12.2018 An diesem Ort in Stuttgart wurde 1903 die „Deutsche Motorradfahrer-Vereinigung“ gegründet, die Vorgängerorganisation des ADAC. Am selben Ort tippte aber auch vierzig Jahre später die Stenotypistin Ella Schneck säuberliche Protokolle über die Deportation von Sinti und Roma ab und der Wachmann Anton Dehm ermordete die Gefängnisinsassin Else Josenhans brutal in einer Kellerzelle. Hinter der unschuldig verspielten Neorenaissance-Fassade des ehemaligen Hotels Silber in der Stuttgarter Innenstadt wurden zwischen 1933 und 1945 zahlreiche Verbrechen begangen. Der nach seinem einstigen Besitzer Heinrich Silber benannte Bau war damals zunächst Hauptstelle der Polizei und schließlich die Zentrale der Geheimen Staatspolizei Gestapo in Baden-Württemberg. Nach dem Krieg hat man mit einer unglaublichen Verbindung aus Pragmatismus und politischer Ignoranz die erhaltenen und wiederaufgebauten Teile des Hauses weiterhin als Polizeipräsidium genutzt. Die Gestapo-Kellerzellen wurden dabei kurzerhand zu einem Gefängnis umgewandelt. Es bedurfte eines langen Prozesses, um die schwere Geschichte des Hotels Silber gebührend zu erinnern. Kürzlich, am 3. Dezember 2018, wurde das Hotel Silber als Gedenkstätte... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Theatrale Achterbahn - UNStudio planen Kulturkomplex in Hongkong

    14.12.2018 Das größte Kulturentwicklungsgebiet Hongkongs liegt an der Südwestspitze Kowloons, direkt am Wasser: Hier entsteht gerade der West Kowloon Cultural District, eine 40 Hektar umfassende Ballung neuer Museen, Theater, Konzerthallen und Parkflächen. Während sich das M+ Museum von Herzog & de Meuron bereits im Bau befindet und im kommenden Jahr eröffnen soll, liegen nun auch detaillierte Visualisierungen für den benachbarten Theaterriesen vor. Der von UNStudio (Amsterdam/Hongkong/Shanghai) entworfene Lyric Theatre Complex wird auf 41.000 Quadratmetern BGF drei Theatersäle beherbergen. Neben dem Lyric Theatre mit 1.450 Sitzen, dem Medium Theatre mit 600 und dem Studio Theatre mit 270 Plätzen umfasst das Raumprogramm einen großen Proberaum, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann, das sogenannte Resident Company Centre mit acht Tanzstudios, Verwaltungsbüros sowie Flächen für Gastronomie und Einzelhandel. Transparenz und Inklusion sind wichtige konzeptuelle Stichworte der Architekten: Großzügige Öffnungen sollen Einblicke in das innere Geschehen erlauben und die Neugier eines möglichst breiten Publikums wecken. Man wolle ein Heim für die Kunst und eine Bühne für die Zuschauer... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • In eigener Sache - BauNetz Newsletter in neuem Gewand

    14.12.2018 Viele Jahre begleitet er Sie nun schon, erscheint stets zuverlässig um 15:30 Uhr in Ihrem Postfach und glänzt durch Beständigkeit – in Qualität und Outfit. Nun war es Zeit für eine Renovierung. Heute erscheint der Newsletter zum letzten Mal im alten Kleid. Pünktlich zum Jahreswechsel haben wir ihm ein neues Gewand gegönnt. Ab kommenden Montag können Sie es sehen. Unterwegs auf dem neuesten Stand zu bleiben, sollte künftig noch mehr Freude bereiten – auf allen mobilen Geräten. Bildgewaltig kommt das neue Gewand daher, mehr Länge als Breite. Es gibt nicht nur viele, sondern großformatige Bilder. Übersichtlicher scrollt man durch die Beiträge. Aufgeräumter erscheinen die einzelnen Themen. Was bleibt, ist die Beständigkeit des BauNetz-Newsletters – die tägliche Dosis Architektur. Wir bedanken uns bei unseren vielen tausend zufriedenen und treuen Leserinnen und Lesern für ihre Neugier und Kommentarfreude – und freuen uns auf das neue Jahr mit Ihnen. >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Filmkritik: Rams - Der Grantler vom Taunus

    14.12.2018 Heute erscheint der Dokumentarfilm „Rams“ von Gary Hustwit über die deutsche Designerlegende Dieter Rams. Unsere Autorin hat ihn bereits gesehen. Von Jasmin Jouhar Schon in einer der ersten Einstellungen von Gary Hustwits neuem Dokumentarfilm „Rams“ ist er zu sehen: der Fliesenboden in Dieter Rams’ Kronberger Bungalow. Nicht nur in der Küche, auch im Wohn- und Arbeitszimmer liegt flächendeckend rechteckige, weiße Ware mit grauen Fugen. Seit ich einmal vor Jahren in einer Zeitschrift eine Homestory über Rams gesehen habe, verkörpert dieses Fliesenraster all das, was den Gestalter für mich zur schwierigen Figur macht: der aufgeräumte, bisweilen harte Funktionalismus seiner Designsprache und die ernste, manchmal oberlehrerhafte Art, mit der er seine Nachhaltigkeitsbotschaften predigt. Das wirkt auf mich kontrolliert, eng, deutsch – eben wie der Fliesenboden im Nachkriegs-Bungalow, in dem Rams seit mehr als fünfzig Jahren mit seiner Frau Ingeborg Kracht-Rams lebt. Als bei der Filmvorführung in einem Berliner Kino die Rams’sche Wohnzimmer-Sitzgruppe ins Bild kommt, lacht das internationale Publikum auf, so unfreiwillig komisch erscheint die Kombination aus braunledernen... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • märklinModerne - Modellbauausstellung in München

    14.12.2018 Seit dem heutigen Freitag, 14. Dezember 2018 läuft die Ausstellung „märklinModerne“, die bereits DAM Frankfurt zu sehen war, im AIT Architektursalon München. Architekt Hagen Stier zeigt ausgewählte Modellbausätze der Nachkriegsmoderne und stellt diese ihren architektonischen Vorbildern fotografisch gegenüber. Die Modelleisenbahnen bringen Bewegung und Dynamik in die ausgestellten Städte, bei denen Flugdächer, Glaskuppeln und Rasterfassaden wie selbstverständlich zum Stadtbild gehörten und für den wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegsjahre standen. Gezeigt wird außerdem ein Film von Otto Schweitzer und C. Julius Reinsberg. Für diesen reisten Schweitzer und Reinsberg zu „Modellbaubegeisterten“ bis ins Tessin, unter ihnen der Architekturkritiker Falk Jaeger und der Plakatkünstler Klaus Staeck. „märklinModerne“ ist Teil der Langen Nacht der Architektur am Freitag, 18. Januar 2019. Es handelt sich um ein Ausstellungsprojekt des Online-Magazins moderneRegional. Ausstellung: Freitag, 14. Dezember 2018 bis Montag, 4. Februar 2019, Mi–Mo 10–20 Uhr Ort: AIT Architektursalon München, Hotterstraße 12, 80331 München >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Luxuriöses Gelenk für die Museumsinsel - Chipperfield Architects übergeben James-Simon-Galerie

    13.12.2018 Mit der James-Simon-Galerie ist zwischen dem Kupfergraben und der Westfassade des Neuen Museums ein neues Eingangsgebäude für die Berliner Museumsinsel entstanden. Heute empfingen die Nutzer den fertigen Bau. Von Friederike Meyer Der Stolz war den am Bau der James-Simon-Galerie Beteiligten beim heutigen Presserundgang anzusehen. Ein gutes Vierteljahrhundert ist vergangen, seit 1990 die ersten Entwürfe für ein neues Eingangsgebäude auf der Berliner Museumsinsel entstanden. Heute übergaben sie in Anwesenheit von Monika Grütters und Horst Seehofers Staatsekretär Marco Wanderwitz die Schlüssel des von David Chipperfield Architects entworfenen Hauses an die Berliner Museen. Stellvertretend für die unzähligen Projektbeteiligten seien hier die Bauherrin, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), das Büro Levin Monsigny Landschaftsarchitekten , Wenzel + Wenzel Freie Architekten für die Bauleitung und IGB Ingenieurgruppe Bauen für die Tragwerksplanung genannt. Das Haus trägt den Namen jenes Mäzens, der den Berliner Museen zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter anderem seine Kunstsammlungen und Grabungsfunde vermachte und den der... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Wohnen im Taschenformat - Innenausbau von elii in Madrid

    13.12.2018 Kleine, auf das Wesentliche reduzierte Wohnungen sind längst keine Seltenheit mehr, vor allem in den Großstädten. Und darüber, dass auch auf wenig Platz gemütliche Wohnräume entstehen können, sind sich alle einig. Der Umbau, den das Madrider Büro elii (oficina de arquitectura) in einer nicht mal 35 Quadratmeter großen Wohnung durchführte, überrascht dennoch mit seiner komplexen Organisation und Optimierung jedes einzelnen Kubikmeters. Die kleine Eckwohnung eines Altbaus in der Innenstadt Madrids benannten die Architekten Yojigen Poketto – was aus dem Japanischen übersetzt soviel wie „eine vierdimensionale Tasche“ heißen würde. Die kompakte Wohnfläche ist in unterschiedliche Zonen geteilt. Dieses Vorgehen wurde durch die L-Form des Grundrisses begünstigt und mit dem Einziehen einer weiteren Ebene noch unterstützt: Der intime Wohnbereich – Badezimmer und Schlafzone – ist vom Eingang räumlich getrennt und nicht sichtbar. Die beiden Bereiche sind durch ein Einbaumöbel verbunden, das 90 Zentimeter höher liegt als die Hauptebene. So wird viel versteckter Stauraum gewonnen – und mehr Tiefe für die Badewanne, die tatsächlich einem Pool im Miniformat ähnelt. Die Optimierung der Funktionen... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Buchtipp: Kampf den Vorschriften - Baugesetze formen. Architektur und Raumplanung in der Schweiz

    13.12.2018 Die meisten Architekten und Architektinnen schimpfen über Baugesetze. Denn sie sehen sich gezwungen, zunächst mit im rechtlichen Rahmen verankerten Barrieren umzugehen. Das führt dazu, dass sie nicht nach einer architektonischen Lösung eines Problems suchen, sondern nach einer angepassten Lösung entsprechend der baurechtlichen Vorgaben. Baugesetze per se sind aber keine statischen Festlegungen, die inverrückbare Normen fixieren. Sie sind veränderbar. Und sie sollten gerade von praktizierenden Architekten hinterfragt, diskutiert, neu definiert und entworfen werden. Als ein „Aufruf zur Tat“ versteht sich die Publikation „Baugesetze formen. Architektur und Raumplanung in der Schweiz“ von Gregory Grämiger, denn – „wer, wenn nicht die Architekten, können auf Probleme der Baugesetzgebung hinweisen und innovative Lösungsansätze entwicklen?“, so der Autor in seinem Buch, das auf ein vom Bund Schweizer Architekten (BSA) finanziertes Forschungsprojekt zurückgeht. Die kompakte Publikation, illustriert mit zahlreichen Schwarz-Weiß-Bildern, führt verständlich in die Komplexität des Themas ein. In drei Abschnitten zeichnet die Ausgabe die Baugesetzgebung der Schweiz nach. „Wieso haben wir nicht... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Freiburger Rathaus gewinnt - DGNB-Preis 2019 für ingenhoven architects

    13.12.2018 Der Gewinner des DGNB-Preises „Nachhaltiges Bauen“ 2019 steht fest: Die renommierte Auszeichnung der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. und der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB e.V.) geht an das Freiburger Rathaus mit Kita von ingenhoven architects. Mit dem ersten öffentlichen Gebäude nach Netto-Plusenergie-Standard weltweit konnte sich das Düsseldorfer Büro in der zweiten Auswahlrunde gegen die weiteren Finalisten der Top 3 – das Zukunftsmuseum „Futurium“ in Berlin von Richter Musikowski Architekten und das Hamburger Bürogebäude „Hamburg Heights, Height 1“ von Werner Kallmorgen, Winking Froh Architekten und osd – durchsetzen. Das im November 2017 in Freiburg eröffnete Rathaus mit Verwaltungszentrum und Kindertagesstätte erzeugt im Laufe eines Jahres mehr Energie als es verbraucht – die überschüssige Energie wird ins Stadtnetz eingespeist. Das Projekt sei ein hervorragendes Beispiel für den Vorbildcharakter, den öffentliche Gebäude für die Umsetzung ökologischer und architektonischer Standards haben, lobte die Jury unter Vorsitz des Generalsekretärs des Rates für Nachhaltige Entwicklung Günther Bachmann in ihrer Begründung. Der Verwaltungsbau wartet mit... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Patron einer Nation - Ausstellung zum Gotthard in Konstanz

    13.12.2018 Das Gebirgsmassiv Gotthard war offenbar immer schon Projektionsfläche der gesellschaftlichen Entwicklung in der Schweiz. Hier am Fels zeichnen sich nicht nur Mythen und Landschaft, sondern auch die technische Entwicklung des Landes ab. Schon aus den Bezeichnungen vieler Bauten und Erschließungsanlagen um den Gotthard geht hervor, wie religiös das Alpenmassiv aufgeladen ist: Häderlisbrücke, Teufelsbrücke, Urner Loch, die Bunkeranlagen oder der Gotthardpass an sich. Das Architekturforum KonstanzKreuzlingen zeigt mit der am Freitag, 14. Dezember eröffnenden Ausstellung „Der Gotthard, Il Gottardo – Landschaft, Mythen, Technologie“ die bewegte Geschichte des Gebirgsmassives. Die Schau entwickelte sich aus einer von Marianne Burkhalter, Christian Sumi und Luigi Lorenzetti geleiteten, gleichnamigen Forschungsarbeit, die in Kooperation zwischen der Accademia di architettura Mendrisio der Universita della Svizzera italiana und der ETH Zürich entstand. Eröffnung: Freitag, 14. Dezember 2018, 19 Uhr Ausstellung: 15. Dezember 2018 bis 20. Januar 2019, Di–Fr 10–18, Sa, So 10–17 Uhr Ort: Turm zur Katz, Innenhof des Kulturzentrum am Münster, Wessenbergstraße 43, 78462 Konstanz >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Turmartig mit modernem Gewölbe - Museum in Marbach von Webler + Geissler und Knappe Innenarchitekten

    12.12.2018 Man mag es kaum glauben, wenn man das kleine Altstadthaus in Marbach sieht, aber dieser Ort hat gewissermaßen einen nicht unerheblichen Beitrag zur Revolutionierung der westlichen Seefahrt geleistet. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde hier nämlich der Astronom, Kartograph und Mathematiker Tobias Mayer geboren. Dessen Mondtabellen ermöglichten eine besonders präzise Standortbestimmung auf See. Seit 1988 gibt es in der Stadt am Neckar zu Ehren Mayers ein kleines Museum, das nun von Webler + Geissler Architekten (Stuttgart) nach einem Entwurf des Büros Knappe Innenarchitekten (Marbach) erweitert wurde. Die Ausstellungsarchitektur stammt von der Agentur Vista Rasch (Leinfelden-Echterdingen). Das Museum befindet sich am Göckelhof im mittelalterlichen Zentrum von Marbach, wo der Trägerverein bereits 2012 das benachbarte Gebäude zum Zweck der Erweiterung erwerben konnte. Der historische Kontext stellte dabei besondere Anforderungen, zumal das neue Gebäude größer als der abgerissene Bestandsbau ausfiel. Von Anfang an arbeitete man darum mit der Denkmalschutzbehörde zusammen. Bei der kantigen Erweiterung resultierte dies beispielsweise in der Verwendung handgeschöpfter Klinkersteine. Jene... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Pastellfarben und Beton - Revitalisierte Sozialsiedlungen in Mexiko von Francisco Pardo

    12.12.2018 In den letzten 30 Jahren verfolgte Mexiko ein Modell des sozialen Wohnungsbaus, das auf den Bau der größten Anzahl von Häusern zu möglichst geringen Kosten setzte. Entstanden sind Siedlungen mit öffentlichen Räumen von geringer Aufenthaltsqualität und mit wenig Angebot für gemeinschaftliches Leben. Nun zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab. Neue Maßstäbe, wie Prinzipien eines sozial nachhaltigen Wohnsiedlungsbaus, werden beispielsweise von Forschungszentren wie CIDS (Centro de Investigación para el Desarrollo Sostenible) erforscht und von dessen Auftraggeber, dem mexikanischen Bundesinstitut für Arbeiterwohnungen Infonavit, formuliert. Sie werden nicht nur beim Bau neuer Wohnsiedlungen, sondern auch bei der Ertüchtigung der alten Siedlungen in der Peripherie der urbanen Ballungsräume Mexikos angesetzt. Im Rahmen eines Revitalisierungsprogramms desolater öffentlicher Räume in den Siedlungen des sozialen Wohnungsbaus, beauftragten Infonavit und CIDS den mexikanischen Architekten Francisco Pardo, in zwei Siedlungen – der Unidad Habitacional de Colinas del Sol in Almoloya de Juárez und der Unidad Habitacional de Los Héroes Sección III in Toluca de Lerdo – jeweils einen Spielplatz zu... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Hochtechnisiertes Holzhaus - Plusenergie-Forschungsbau in Cambridge von Snøhetta

    12.12.2018 Auch wenn der amerikanische Präsident die Situation um den globalen Klimawandel als wenig dramatisch empfindet, wachsen auch in den USA Bestrebungen und Forschungen zum sparsamen Umgang mit ökologischen Ressourcen. Schon 2014 gründete Architekturtechnologe Ali Malkawi das Center for Green Buildings & Cities (CGBC) an der Harvard Graduate School of Design. Das Headquarter des Instituts, das sich der Minimierung des ökologischen Fußabdruckes der Bauindustrie verschrieben hat, war in einem Bestandsgebäude untergebracht, das um 1940 gebaut wurde. In Zusammenarbeit mit Snøhetta (Oslo) und Skanska Teknikk Norway als energieberatenes Büro wurde der Bau in ein hochtechnisiertes Plusenergiehaus, genannt HouseZero, umgewandelt. Snøhetta war bereits früher an der Planung von Plusenergie-Häusern beteiligt. Der Altbau gehörte zu den meistverbreiteten Haustypen in Cambridge, Massachusetts: Ungedämmte Holzhäuser mit Fenstern in Einfachverglasung, die im Winter oft mit durchsichtiger Plastikfolie zugeklebt werden. Durch unzureichende Heizsysteme und viel Strom benötigende Klimaanlagen, die sich im Sommer in die geöffneten Fenster setzen lassen, sind die Häuser reine Energieschleudern. Von hier... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Architektur bleibt - BAK vergibt Medienpreis 2018

    12.12.2018 Das Material ihrer Werke sind Worte, die Erschließung erfolgt gedanklich. Die Bundesarchitektenkammer in Berlin hat den Medienpreis 2018 vergeben. Bewerben konnten sich Journalisten, die sich gezielt mit Architektur und Städtebau im gesellschaftlichen Kontext auseinandersetzen. Vor dem Hintergrund des Europäischen Kulturerbejahres “Sharing Heritage“ 2018 stand der zweijährig vergebene Preis dieses Mal unter dem Motto „Architektur bleibt“. Berichterstattungen zum behutsamen Umgang mit historischer Bausubstanz und zeitgenössischen Ergänzungen waren gefragt. Es gab einen ersten Preis, einen zweiten und einen dritten sowie einen Förder- und einen Sonderpreis: 1.Preis Amber Sajah für die Stuttgarter Zeitung, Bericht, „Schaut uns da der Nazi an?“: Der Beitrag beschäftigt sich mit der Sanierung des Haus der Kunst in München durch David Chipperfield Architects. Das Gebäude wurde von Paul Ludwig Troost in der NS-Zeit entworfen. Die geplante Sanierung wird von einer heftigen öffentlichen debatte begleitet. 2. Preis Sabine Reeh für den Bayerischen Rundfunk, Fernsehserie, „Vom Bauen in den Berger. Neue Alpine Architektur“: Reeh berichtet über Design am Berg. Mit dabei sind die Zaha Hadid... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Buchtipp: Am Rand der Welt - Die Mauerbrache in West-Berlin in Bildern von Margret Nissen und Hans W. Mende

    12.12.2018 Die Berliner Mauer ist Geschichte. Und nach ihr verschwanden seit 1989 auch die riesigen verwüsteten Flächen entlang des endlos langen Betonbandes auf West-Berliner Seite. Ihnen widmet sich nun ein von Gerhard Sälter und Manfred Wichmann für die Stiftung Berliner Mauer herausgegebener Bildband. Mit knapp 70 Schwarz-Weiß-Fotografien von Berliner Mauerbrachen von Margret Nissen und Hans W. Mende ermöglicht „Am Rand der Welt. Die Mauerbrache in West-Berlin“ den fotografischen Einblick in das letzte Jahrzehnt vor dem Fall der Mauer. Kaum jemand rechnete in diesen Jahren noch mit einer Wiedervereinigung der beiden Stadthälften. Das Augenmerk der Stadtplaner richtete sich nicht mehr auf große Stadterweiterungen wie noch in den 60er-Jahren, sondern auf den Erhalt der historischen Substanz der Stadt. Beobachter der US-Armee beschrieben die gesellschaftliche Stimmung auf der „Insel“ West-Berlin damals als „abnormale Normalität“. Für viele West-Berliner wurde das Leben im Schatten der Mauer aber irgendwie zur Normalität – musste es ja... Unterschiedliche Milieus vom Laubenpieper bis zur alternativen Subkultur fanden hier ihre Nischen. Die Menschen nutzten die Freiräume ihres Inseldaseins,... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Werkschau Caruso St John - Ausstellung in Zürich

    12.12.2018 Am Anfang war alles klein, erinnern sich Caruso St John Architects im Einladungstext zu ihrer Ausstellung im Architekturforum Zürich. Erst nach und nach wurden die Projekte ihres Büros größer. Damit verschwand vielleicht ein wenig die Intimität, dafür kam mehr Öffentlichkeit hinzu. Das Büro mit Sitz in London und Zürich hat unter anderem das Centre for Contemporary Art in Nottingham und die Landesbank in Bremen gebaut und der diesjährige Beitrag im Britische Pavillon der Biennale in Venedig stammte auch von ihnen. Darüber haben die Architekten jedoch nie das Interesse an kleineren Maßstäben, der Ausstellungsgestaltung, an Installationen oder an Innenarchitektur verloren. Im Architekturforum Zürich zeigen sie ab heute, Mittwoch, 12. Dezember einige ihrer Werke der letzten 20 Jahre. Über allem schwebt die von den Architekten selbst in den Raum gestellte Frage, ob Fortschritt in der Architektur überhaupt möglich ist. Die Bürogründer Adam Caruso und Peter St John werden die Ausstellung um 19 Uhr eröffnen. Es handelt sich um die 16. Ausstellung in der Reihe Carte Blanche. Eröffnung: Mittwoch, 12. Dezember 2018, 19 Uhr Ausstellung: 13. Dezember 2018 bis 8. Februar 2019, Mo, Di und Fr... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Stählerne Höhlenlandschaft - Kulturzentrum in Taiwan von Mecanoo

    11.12.2018 225 Meter lang, 160 Meter breit, vier Theater- und Konzertsäle mit insgesamt fast 6.000 Plätzen, dazu ein Amphitheater, zwei Kongressräume und eine öffentliche Bibliothek sowie Baukosten von knapp 324 Millionen Euro – das Ende Oktober eröffnete National Kaohsiung Center for the Arts Weiwuying in der an der Südspitze Taiwans gelegenen Hafenstadt Kaohsiung ist ein Kulturpalast der Superlative. Aus der Luft betrachtet liegt er wie ein riesiges silbernes Tuch über dem Weiwuying Metropolitan Park, der bis 1979 noch eine Militärbasis war. Entworfen hat die Mehrzweckhalle das niederländische Büro Mecanoo Architecten (Delft/Kaohsiung), das 2007 den vom taiwanischen Kulturministerium ausgeschriebenen Wettbewerb gewann. Mit seiner in die Horizontale fließenden Form, die an Mecanoos 2010 im spanischen Lleida realisierte Theater La Llotja (und das im gleichen Jahr fertiggestellte Rolex Learning Centre von SANAA in Lausanne) denken lässt, ist der Bau gut an die extremen Umweltbedingungen in Kaohsiung angepasst – tropische Hitze, Starkregen, Taifune und Erdbeben sind hier an der Tagesordnung. Ein nach allen Seiten offenes Erdgeschoss, die sogenannte Banyan Plaza, die sich wie ein Höhlensystem... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Option auf Zukunft - Einfamilienhaus in Isfahan von USE studio

    11.12.2018 Für das eigene Haus brennt jeder Architekt – und in das erste Kind sind bekanntlich alle Eltern vernarrt. So gesehen kein Wunder, dass Mina Moeineddini und Mohammad Arab von USE studio (Isfahan) ihr eigenes Haus kurzerhand nach der eigenen Tochter benannten, die mehr oder weniger zeitgleich zur Fertigstellung des Projekts geboren wurde: Aban’s House. Dass Eltern mit den entsprechenden Ressourcen die Geburt des ersten Kindes gerne zum Anlass nehmen, sich ein eigenes Heim zu errichten, ist wohl ein globales Phänomen. Hierzulande ist das meist mit einem Umzug in die Suburbia verbunden, in der zentraliranischen Millionenstadt Isfahan ist die Immobiliensituation anders. Aban’s House liegt inmitten des historischen Stadtzentrums, nur wenige hundert Meter von der weltberühmten Freitagsmoschee entfernt. Was aber wiederum bedeutet, dass man es hier mit einem engen, überalterten Stadtviertel im Schatten der Touristenströme zu tun hat. Kein optimaler Wohnort für eine junge Familie, eher eine bewusste Entscheidung, in der Altstadt etwas Neues zu wagen. Der wunderbare Situationsplan der Architekten – an dem Aldo Rossi seine wahre Freude gehabt hätte – zeigt eindrucksvoll, wie der Neubau im... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Zeitgenössisch im Foyer - Hallenumbau in Bielefeld von Wannenmacher + Möller

    11.12.2018 Die Rudolf-Oetker-Halle, Hauptspielstätte der Bielefelder Philharmoniker, war bisher vor allem den Fans klassischer Konzerte ein Begriff. Seit Anfang 2018 verantwortet der Intendant des Bielefelder Theaters, Michael Heicks, die künstlerische Leitung der Oetker-Halle – er möchte Publikumskreis und Spielplan des Hauses erweitern. Der erste Schritt auf dem Weg der inhaltlichen Neuausrichtung war die Umwandlung der ehemaligen Garderobenhalle in einen zusätzlichen Bühnenraum nach Plänen des Bielefelder Büros Architekten Wannenmacher + Möller . Das 1930 eröffnete Konzertgebäude stammt aus der Feder der Düsseldorfer Architekten Hans Tietmann und Kurt Haake und war ein Geschenk der Unternehmerfamilie Oetker an ihre Heimatstadt. Die beiden Säle für 1.561 und 296 Zuschauer bieten hervorragende akustische Bedingungen, sodass sich die Halle auch überregional einen Namen gemacht hat. Nun sollen, ergänzend zu den Symphoniekonzerten, auf einer neuen, dritten Bühne zeitgenössische und experimentelle Formate zur Aufführung gelangen: junges Musiktheater, musikalische Lesungen, Lounge-Konzerte. Aufgrund des Denkmalschutzes waren die räumlichen Interventionsmöglichkeiten allerdings begrenzt.... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Keine Rezension, ein Nachruf - Divisare und Divisare Books werden eingestellt

    11.12.2018 Von Florian Heilmeyer Eigentlich sollte dieser Text eine Rezension werden; eine Rezension der sehr schönen, kleinen Büchlein, die die italienische Architekturwebseite divisare.com seit März 2017 in unregelmäßiger Reihenfolge veröffentlicht hat. Nun wird es ein Nachruf. Denn wir müssen mit der Nachricht beginnen, dass Divisare Books ebenso wie die Divisare-Webseite zum 15.12. schließt. Weder die Webseite noch der Online-Vertrieb der Bücherserien wird dann noch zu erreichen sein, so die Ankündigung in der letzten Woche. Für die Online-Berichterstattung über Architektur ist das eine überraschende und betrübliche Nachricht, die so gar nicht zur vorweihnachtlichen Stimmung im Advent passen möchte. Wie schreibt man überhaupt einen Nachruf auf eine Webseite? Divisare war 2015 aus der wesentlich älteren italienischen Webseite europaconcorsi hervorgegangen, die sich schon seit 1998 hauptsächlich um die Ausschreibung und Veröffentlichung von Architekturwettbewerben in Italien kümmerte. Bald gab es einige Ansätze, auf der Seite auch international ausgerichtete Beiträge auf Englisch anzubieten, aber richtig ausgereift waren diese Ideen erst mit dem Beginn von Divisare: Die Italiener setzten... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Learning from Neuperlach - Buchpräsentation in München

    11.12.2018 Vor dem Hintergrund künftiger Wachstumsperioden in der bayerischen Landeshauptstadt haben Andreas Hild und Andreas Müsseler, beide vom Lehrstuhl für Entwerfen, Umbau und Denkmalpflege der TU München, sich mit der Wachstumsperiode der 60er und 70er Jahre in München auseinandergesetzt. Ziel dieses Vorhabens ist die planerische Grundsteinlegung eines strukturierten zukünftigen Wachstums – auch wenn oder gerade weil sich die Voraussetzungen dafür grundlegend verändert haben: Die meisten Flächen sind verbraucht, die prosperierende Nachkriegszeit ist vorbei, ehemalige städtebauliche Großprojekte mittlerweile sanierungsbedürftig. Ihren Fokus richten Müsseler und Hild auf Neuperlach, einem auf der „grünen Wiese“ erbauten Stadtteil im Südosten Münchens. Neuperlach war vor ungefähr 50 Jahren mit 80.000 Einwohnern die größte neu gebaute Entlastungsstadt Deutschlands. Das 700 Seiten starke Buch „Neuperlach ist schön“ ist das Produkt der Analyse und wird am Mittwoch, 12. Dezember an der TU München vorgestellt. Die Präsentation eröffnet Architektin Christiane Thalgott, neben den Herausgebern wird Kurator Andres Lepik zu Gast auf dem Podium sein. Termin: Mittwoch, 12. Dezember 2018, 18:30 Uhr Or... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Stuck, Putz, Farbe - Kircheninnenräume in Dresden ausgestellt

    11.12.2018 Idyllische Dorfkirchen und große Stadtkirchen eint faszinierendes Handwerk im Innenraum. Hochwertige Stucke, Putze und Farben zeugen von über 1.000 Jahren Geschichte des Christentums in Sachsen. Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen zeigt zusammen mit der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland Beispiele dieser Kunst am Bau. Am Mittwoch, 12. Dezember 2018 eröffnet die Ausstellung, die noch bis Mitte Januar zu sehen sein wird, im Zentrum für Baukultur Sachsen. Zur Vernissage sprechen Matthias von Rüdiger, Leiter des Zentrums für Baukultur in Sachsen, sowie Katrin Tauber, Baureferentin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen. Anschließend gibt Frank Schmidt vom Kunstdienst der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche eine thematische Einführung. Die Ausstellung würdigt zudem die Arbeit von Restauratoren, Denkmalpflegern und Handwerkern, da diese maßgeblich zum Erhalt dieser wichtigen Kulturlandschaft beitragen. Am Montag, 10. Januar 2019 werden im Rahmen eines Gesprächs drei Restauratoren über entsprechende Projekte berichten. Eröffnung: Mittwoch, 12. Dezember, 18:30 Uhr Ausstellung: 13. Dezember 2018 bis 12. Januar 2019, Di–Sa 13–18 Uhr Ort: Zentrum für... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Hadid’sche Monumentalität - Kongress- und Kulturzentrum in Nanjing

    10.12.2018 Was passiert nach den Olympischen Spielen? In London etwa wandelten Hawkins\Brown das Pressezentrum der Spiele 2012 zu einem Teil der Bartlettt School um. Das ganze Gelände wurde dabei zu einem Konversionsgebiet erklärt, auf dem ein neues Kultur-und Bildungsquartier entstehen soll. Im chinesischen Nanjing, wo 2014 die Olympischen Jugendspiele stattfanden, planten Zaha Hadid Architects wiederum direkt für die Zeit danach. Das Londoner Büro errichtete neben dem Jangtse-Fluss einen gigantischen Komplex mit zwei Türmen und einem Sockelbau von insgesamt 465.000 Quadratmetern Nutzfläche. Während der Spiele diente dieser als Unterkunft und Veranstaltungsort, um dann über 2014 hinaus zu einem wirtschaftlichen Anziehungspunkt von Nanjing zu werden. Jetzt ist die Anpassung des International Youth Cultural Center, wie der Komplex mit Rückblick auf die Jugendspiele heißt, an die neue postolympische Nutzung im Businessviertel der Stadt abgeschlossen – und die Kommunistische Partei der Provinz Jiangsu hat fortan eine feste Spielstätte für ihren jährlichen Volkskongress. Mit 315 Metern und 255 Metern Höhe gehören die zwei Türme zu den bislang höchsten in der äußerst erfolgreichen Bürogeschichte... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Zuckerbäcker in Odessa - Café von Lera Brumina und Artem Trigubchak

    10.12.2018 Okay, mit den eklektischen Blüten des stalinistischen Klassizismus hat sie kaum Gemeinsamkeiten. Aber die Assoziationen zu den pastelligen Kreationen eines Zuckerbäckers liegen dennoch nah bei der Bäckerei mit Café in Odessa. Insbesondere die kunstvollen Törtchen, denen in Wes Andersons „The Grand Budapest Hotel“ eine Schlüsselrolle zukommt, fallen beim Betrachten der Projektfotos ein. Kein Wunder: Interior-Designerin Lera Bromina und Architekt Artem Trigubchak (beide Kiew), nennen eben diesen Film als Inspirationsquelle – ebenso wie die „Bar Luce“, die der detailverliebt mit Texturen, Farben und Maßstäben spielende Filmregisseur für die Mailänder Fondazione Prada gestaltete. Im Breadway – so amerikanisch angehaucht heißt das Bäckereifachgeschäft im Zentrum der ukrainischen Hafenstadt – gibt es neben dem Fetischobjekt Sauerteigbrot vorwiegend Hörnchen zu kaufen. Auf die kann man sich im zentralen, rosaplüschigen Warteraum-im-Raum vorfreuen, ehe man sie im dunkelblauen Tresenbereich abholt. Verzehrt werden die Backwaren dann vor grau gefliester Wand an runden Tischen, deren Schlichtheit mit den markanten Farben und den grotesk hohen Rückenlehnen der samtgepolsterten Sitzbänke... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Wettbewerb in Bremen entschieden - Knerer und Lang bauen Fernbusterminal und Hotel

    10.12.2018 Fahrgäste drängeln sich mit ihrem Gepäck auf dem Bürgersteig, kommen sich mit Passanten und Radfahrern in die Quere, und bei Regen fehle ein Unterstand – so beschreibt der Weser-Kurier die Situation am Bremer Busbahnhof. „Kein richtiger ZOB, nur ein paar Haltestellen, keine Sitzmöglichkeiten“, bemängelt ein User in seiner Google-Bewertung. Rund 130.000 Menschen nutzen den Busbahnhof jeden Tag, der sowohl Halt für den regionalen Busverkehr als auch zentraler Umsteigepunkt des ÖPNV ist. Damit ist der Standort zwischen Breitenweg und Hugo-Schauinsland-Platz mehr als ausgelastet. Unbefriedigend, befand auch die Stadt Bremen und lobte einen anonymen, nicht offenen Realisierungswettbewerb aus. Entstehen soll ein Ensemble aus Fernbusterminal, Hotel und Parkhaus in Zusammenarbeit von privatem und öffentlichem Bauherr: Buhlmann Immobilien soll das 40 Meter hohe Hotel und 500 Stellplätze starke Parkhaus realisieren, die Stadt Bremen das Fernbusterminal. Als Ort für den ZOB wurde in einer Vorstudie, an der die Wettbewerbsteilnehmer Westphal Architekten (Bremen) beteiligt waren, die bislang kaum genutzten Flächen am Bremer Fruchthof auserkoren. In Verlängerung der Gleisachse des Hauptbahnhofs... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Smart Home Dialoge - Podiumsdiskussion in Frankfurt

    10.12.2018 Intelligente Kühlschränke oder implantierte Hausschlüssel können den Alltag erleichtern – aber ebenso entfremden. Vor allem wecken sie bei vielen Menschen Assoziationen an eine Technik, die nicht immer verstanden wird und mitunter verängstigt. Daher ist es schwierig, sich ein solches „Smart Home“ als „Zuhause“ anzueignen. Im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt findet am morgigen Dienstag, 11. Dezember 2018 die zweite Podiumsdiskussion zu diesem Thema statt. Es diskutieren Hartmut Strese vom Berliner Institut für Innovation und Technik iit, Thomas Engelke von der Verbraucherzentrale Bundesverband vzbv, Gabi Schermuly-Wunderlich vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke sowie Thorsten Klaus von aktivhaus Stuttgart. Thomas Heimer von der Hochschule RheinMain moderiert den Abend. Diese hat die Veranstaltung im Rahmen ihres Projektes „Impact“, das den Wissensaustausch in der Forschung verbessern will, mitorganisiert. Mitglieder der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen können mit der Teilnahme zwei Fortbildungspunkte erwerben. Termin: Dienstag, 11. Dezember 2018, 19–21 Uhr Ort: Deutsches Architekturmuseum DAM, Schaumankai 43, 60596... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Tatis herrliche Zeiten - Architekturfilm in Dresden

    10.12.2018 Parallel mit Monsieur Hulot fällt eine amerikanische Touristengruppe ins futuristische Paris ein, das vor lauter Stahl, Glas und Beton seinen ursprünglichen Charme verloren hat. Später kämpfen Hulot und einige Touristen in einem Bürokomplex gegen die Tücken des modernen Objekts. Erst als sich ein neu erbautes Nobelrestaurant in seine Bestandteile auflöst, gewinnt Paris wieder die Atmosphäre, die es einst so berühmt gemacht hat. In den 1960er-Jahren entstanden einige Filme, die sich mit der architektonischen Moderne und der technikbasierten Gesellschaft auseinandersetzen. Das Zentrum für Baukultur Sachsen in Dresden hat in der Reihe „Architektur im Film“ bereits einige Filme gezeigt. Mit Jacques Tatis „Playtime. Tatis herrliche Zeiten“ folgt am morigigen Dienstag, 11. Dezember 2018 nun der nächste. Termin: Dienstag, 11. Dezember 2018, 20 Uhr Ort: Zentrum für Baukultur Sachsen im Kulturpalast Dresden, Schloßstraße 2, 01067 Dresden Der Eintritt ist frei. >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Organische Architektur - Ausstellung von Studenten der TU Dresden

    10.12.2018 Immer etwas am Rande, aber immer präsent: Das „Organische“ zieht sich als Thema durch die gesamte Geschichte der modernen Architektur. Die unterschiedlichen praktischen Ansätze und theoretischen Äußerungen zur organischen Architektur entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts, immer auch als Gegenposition zum technisch-rationalen Funktionalismus. In einem Seminar an der TU Dresden haben Studierende neben historischen Architekten, die maßgeblich den Begriff des „Organischen“ geprägt haben, auch jüngere Entwerfer studiert, die sich einer freien Formsprache bedienen und deshalb unter dem Begriff des Organischen subsumieren lassen. Die Studierenden beschäftigten sich mit jeweils einem Bauwerk und der Biographie des Architekten um herauszufinden, wie dieser zur organischen Formsprache gekommen ist. Daraus ist die Ausstellung „Organische Architektur – Architekten und ihr Werk“ entstanden, die am morgigen Dienstag, 11. Dezember 2018 im Haus der Architektur in Dresden eröffnet. Zur Eröffnung spricht Yaike Dunselman von neun grad architektur (Amersfoort/Oldenburg). Eröffnung: Dienstag, 11. Dezember 2018, 19 Uhr Ausstellung: 12. Dezember 2018 bis 16. Januar 2019, montags bis freitags 8.30–16 Uhr... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Schwung in Holz - Messehalle 10 von Wulf Architekten in Stuttgart

    07.12.2018 Die 2007 eröffnete Neue Messe Stuttgart ist seit diesem Jahr komplett. Mit der Planung einer zehnten Messehalle am Westeingang, der Paul-Horn-Halle, vervollständigten Wulf Architekten (Stuttgart) ihren Gewinnerentwurf des im Jahr 2000 ausgeschriebenen Wettbewerbs, in dem sie – bezugnehmend auf die Form der umgebenden landwirtschaftlichen Filderflächen – die gleiche Anzahl an Hallen auf der Nord- und der Südseite des Areals vorgesehen hatten. Zunächst herrschte jedoch aus Kostengründen mehr als zehn Jahre lang Asymmetrie auf dem Gelände – dort, wo jetzt die neue Messehalle 10 steht, befand sich zuvor ein Parkplatz, der Eingangsbereich West war nur provisorisch angelegt. Eine steigende Veranstaltungsfrequenz und überdurchschnittliche Besucherzahlen machten schließlich die Erweiterung möglich und auch notwendig – seit Januar 2018 ist die Paul-Horn-Halle in Betrieb. Rund 67,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln investierte die Messegesellschaft in den Neubau mit circa 14.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Die Besonderheit der Bauaufgabe bestand darin, ein Volumen zu realisieren, das die geschwungene Silhouette und die Maßstäblichkeit der bestehenden Hallen beibehält, in seiner... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Streit um 70er-Jahre-Komplex - Zur Zukunft des Rathauses im westfälischen Ahlen

    07.12.2018 Von Stefan Rethfeld Es müssen 1971 spannende Diskussionen gewesen sein, als die Architekten Brigitte und Christoph Parade (Düsseldorf) vom Rat der Stadt Ahlen beauftragt wurden, ein umfassendes Kulturzentrum für die Stadt zu entwerfen. Neben einem neuen Rathaus sollte es eine Stadthalle sowie ein Zentrum für Erwachsenenbildung und eine Stadtbücherei umfassen. Dem alten Rathaus am Markt von 1906 war die aufstrebende Mittelstadt mit ihren 50.000 Einwohnern in Zeiten der kommunalen Neugliederung im Jahr 1969 entwachsen. Das künftige Zentrum sollte die alte Stadt in Fußweite ergänzen. Es entstand schließlich am westlichen Altstadtrand entlang der Westenmauer. Gebaut wurde es jedoch mit reduziertem Programm: Rathaus, Stadthalle und Sparkasse. Die Architekten nahmen den kleinen Fluss Werse zum Ausgangspunkt - und bauten über und mit ihm. Wie seinerzeit bei der Stadtgründung wurde mit dem abermaligen Schritt über das Ufer das neue Zentrum manifest. Der Bau entstand in zeittypischer Gestalt: Die Funktionen sind strahlenförmig über einem Dreiecksraster angelegt. Heute zeigt sich die Gebäudemasse besonders plastisch und mehrfach gestaffelt zur Stadt. Am höchsten ragt aus dem dunklen... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Buchtipp: Ikonen - Einfach komplex. Max Bill und die Architektur der HfG Ulm

    07.12.2018 Das Sündenregister ist lang. In unterschiedlichen Renovierungs- und Sanierungsphasen von der Gründung der Hochschule für Gestaltung HfG Ulm bis in das Jahr 2012 wurden die von Max Bill in den 1950er-Jahren auf dem Oberen Kuhberg errichteten Gebäude in Substanz und Gestalt mehrfach gravierend verändert. Nach dem Ausscheiden Bills aus dem Projekt haben andere Architekten der Gesamtanlage Bauten hinzugefügt, Originale durch Imitationen ersetzt, innere Strukturen verändert und das Außengelände verfremdet. Die Erben Bills protestierten und ehemalige Studenten und Dozenten der HfG meldeten sich zu Wort. Unter dem Titel „Das blaue Wunder von Ulm“ beschrieb Ira Mazzoni in der Süddeutschen Zeitung wie der Kuhberg im Jahr 2011 mit einem Mal in seltsamem Glanz erstrahlte, denn in der letzten Sanierungsphase wurden die großen Glasfenster der Hochschule mit blaugetöntem Isolierglas an die Energieverordnung angepasst: „Wie kann es sein, dass ein Kulturdenkmal von besonderem Rang (…) bei einer Sanierungsmaßnahme so entstellt wird?“ Der Umgang mit der seit 1979 unter Denkmalschutz stehenden „Ikone der Nachkriegsmoderne“ veranlasste den Architekten Daniel P. Meister zusammen mit seiner Frau, der... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Fokus HafenCity - BDA-Preise in Hamburg vergeben

    07.12.2018 Auch der BDA Hamburg kürt alle zwei Jahre vorbildliche Neubauten mit dem Ziel, das öffentliche Bewusstsein für qualitative Architektur zu heben. Zum 10. Jubiläum des Preises konnte nun endlich auch die vor zwei Jahren eröffnete Elbphilharmonie ausgezeichnet werden. Die Jury, bestehend aus Architektin Anne-Julchen Bernhardt, Chefredakteur der Zeitschrift „der architekt“ Andreas Denk, Oberbaudirektor der Stadt Hamburg Franz-Josef Höing, Architekt Benedikt Schulz sowie Architektin Julia Tophof, wählte aus insgesamt 89 eingereichten Bauwerken aus. In Koorperation mit dem Hamburger Abendblatt wurde darüber hinaus zum dritten Mal der Publikumspreis vergeben. ein 1. Preis: Sanierung und Erweiterung Hamburg Süd Headquarters von KSP Jürgen Engel Architekten (Niederlassung Braunschweig); Bauherr: Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft ein 1. Preis: Erweiterung der Unternehmenszentrale Gebrüder Heinemann von Gerkan, Marg und Partner Architekten aus Hamburg; Bauherr: Handelsunternehmen Gebrüder Heinemann ein 1. Preis: Elbphilharmonie von Herzog & de Meuron aus Basel; Bauherr: Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt HamburgPublikumspreis Elbphilharmonie... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Langeweile am Bau? - 27. Nürnberger Architekturclub

    07.12.2018 Über die Langeweile am Bau wird beim 27. Nürnberger Architekturclub der Bayerischen Architektenkammer am Dienstag, 11. Dezember 2018 debattiert. Zu Gast auf dem ehemaligen AEG Gelände in Nürnberg sind der Münchener Architekt Markus Allman, Architekturkritiker Gerhard Matzig von der Süddeutschen Zeitung, der Nürnberger Immobilienunternehmer Gerd Schmelzer sowie die Stadtplanerin Sophie Wolfrum. Blickt man aktuell in bundesdeutsche Tageszeitungen wird bei der Vorstellung von Neubauprojekten immer häufiger eine vermeintliche Langeweile am Bau beklagt, heißt es in der Veranstaltungsankündigung. Aufwendige Wettbewerbsverfahren und verantwortungsvoll agierende Projektbeteiligte können offenbar nicht verhindern, dass es vielen Bauten an Kreativität fehlt – oftmals wird diesbezüglich entschuldigend auf das Empfinden der Bürgerinnen und Bürger verwiesen. Stimmt es, dass zeitgenössische Architektur zu wenig wertgeschätzt wird? Fehlt es den Neubauquartieren tatsächlich an Atmosphäre? Welche Lösungen sind möglich zwischen Spektakel und Einheitsbrei? Diesen und weiteren Fragen wollen sich die geladenen Podiumsgäste widmen. Termin: Dienstag, 11. Dezember 2018, 19 Uhr Ort: Bayerische... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Norm-Architektur - ARCH+ features 82 in Berlin

    07.12.2018 Im 20. Jahrhundert verknüpfte sich das Ideal der Normierung mit technischem und sozialem Fortschritt. Doch ist das immer noch so? Und vor allem: Können Normen die Qualität eines Produktes sichern oder stützen sie eher das neoliberale Marktsystem? Diesen Fragen geht nicht nur die kürzlich erschienene Ausgabe von ARCH+ nach, sondern auch ein Gesprächsabend, der am Dienstag, 11. Dezember 2018 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin stattfindet. Als Gäste sind Marc Frohn von FAR frohn&rojas (Berlin), Tobias Nolte vom Designbüro Certain Measures (Berlin) sowie Architektin Oda Pälmke, ebenfalls aus Berlin, geladen. Moderiert wird der Abend vom Architekten Philipp Oswalt. Termin: Dienstag, 11. Dezember 2018, 19 Uhr Ort: Haus der Kulturen der Welt, K1, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Gelungene Arbeitsteilung - Unibau von Behnisch Architekten in Portland

    06.12.2018 Eine Schönheit war der Betonklotz auf dem Gelände der Portland State University nicht, aber hätte man ihn deshalb gleich abreißen sollen? In den Vereinigten Staaten ist man meist nicht besonders sentimental, was den Altbaubestand aus jüngerer Zeit angeht. Das zeigt nicht zuletzt der Fall des American Folk Art Museums in New York, das 2014 einer MoMA-Erweiterung weichen musste. In Portland gingen die Verantwortlichen hingegen schlauer vor. Das Bostoner Büro von Behnisch Architekten sanierte den alten Block und ergänzte ihn um einen Neubau, der Platz bietet für die zeitgenössischen Bedürfnisse einer universitären Einrichtung. Der als Karl Miller Center bezeichnete Komplex am südwestlichen Rand der Downtown beherbergt die Wirtschaftsfakultät. Wie überall sonst in der Stadt ist auch hier ein strenges Straßenraster vorherrschend. Im Univiertel sind dabei die meisten quadratischen 60-Meter-Blöcke mit einem einzigen Gebäude überbaut. Als besonderes Merkmal gibt es außerdem zwischen den Häusern einige Skywalks. Innerhalb dieser dichten Struktur positioniert sich die Erweiterung mit etwas spielerischer Leichtigkeit. Bisher befand sich an ihrer Stelle ein kleiner Park, den die Architekten... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Marinehaus wird Kreativzentrum - Adept gewinnen Wettbewerb in Berlin

    06.12.2018 Es gibt sie noch immer in Berlin: ungenutzte Liegenschaften mit leerstehenden Kolossen mitten in der Stadt, wie das Marinehaus in der Luisenstadt, in unmittelbarer Nähe zum Märkischen Museum. Es ist seit der Wende ungenutzt und wird von der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) verwaltet. Vor zehn Jahren war der 1909 nach Plänen von Otto Liesheim errichtete, denkmalgeschützte Bau schon einmal Gegenstand eines Architekturwettbewerbs. Der Berliner Senat wollte den einstigen Vereinssitz der kaiserlichen Marine sanieren und in einem weiteren Standort des Stadtmuseums umwandeln. Doch als die Planung ins Detail ging, war der Gewinnerentwurf von Stanton Williams (London) zu teuer und nicht mit dem Denkmalschutz vereinbar. Die Architekten hatten vorgeschlagen, nur die Gebäudehüle zu erhalten und eine neue Struktur einzusetzen. Jetzt hat das Land Berlin, vertreten durch die BIM, das Projekt erneut einen Wettbewerb entschieden. Das seit über zwanzig Jahren leerstehende Marinehaus soll unter der Verwaltung der Stiftung Stadtmuseum Berlin zum Zentrum eines Kreativquartiers am Köllnischen Park werden, wo sich auch der als Kunstraum zwischengenutzte Bärenzwinger befindet. Die Ausloberin... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Kunsthalle Bielefeld - BAUNETZWOCHE#525

    06.12.2018 Dossier: Von Beginn an zu klein gebaut – dieses Urteil trifft so manches ambitionierte Projekt noch vor der Eröffnung. Auch der Kunsthalle in Bielefeld von Philip Johnson, die in diesem Jahr 50 Jahre alt wurde, geht es so. Seit 1968 wird über einen Erweiterungsbau gesprochen. Doch warum sind die Entwürfe von Cäsar Pinnau, Frank O. Gehry und Sou Fujimoto in den Schubladen verschwunden? Große Pläne: Winy Maas wird Chefredakteur bei Domus. Zumindest für die kommenden zehn Ausgaben der Zeitschrift im Jahr 2019. Und wie derzeit viele Architekten, die mehr wollen als einfach nur bauen, hat er natürlich auch ein Manifest im Gepäck. Von Möbeln und Ehemännern: Warum die Designerinnen der Deutschen Werkstätten Hellerau in Vergessenheit gerieten. Und wie die Ausstellung „Gegen die Unsichtbarkeit“ des Dresdner Kunstgewerbemuseums ihnen nun einen Platz im Kanon der Moderne schafft.Foto: Installation von Dennis Adams vor der Kunsthalle, 2018: Bus Shelter XII, Shattered Glass / The Confessions of Philip Johnson. Foto: Kunsthalle Bielefeld >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Jetzt mitmachen - Open Call der Future Architecture Platform

    06.12.2018 Eine Auslobung der etwas anderen Art. Hier geht es um kein detailliertes Bauprojekt, sondern vielmehr um etwas Konzeptuelles, Problemlösendes und etwas, das die Grenzen des architektonischen Denkens erweitert. Die Future Architecture Plattform, eine Art Zusammenschluss aus Architekturmuseen, Kunstmuseen und Universitäten aus ganz Europa richtet sich an transdisziplinär arbeitende Künstler, Architekten und Büros. Noch bis Montag, 7. Januar 2018 können Beiträge eingereicht werden. Diese müssen eine räumliche, soziale oder kulturelle Debatte anregen. Ziel der Future Architecture Plattform ist es, die Bekanntheit der Teilnehmer zu steigern, indem ausgewählte Arbeiten in den teilnehmenden Institutionen der Plattform ab Februar 2019 präsentiert werden. Beginnen werden diese Ausstellungen Mitte Februar im Museum of Architecture and Design in Ljubljana. In einem vorherigen Wettbewerb der Plattform konnte sich TAB Collective aus Wien durchsetzen. Ihr dystopisches Projekt „The Golden Age of Nothing“ nahm Bezug auf politische Entwicklungen in Europa in den vergangenen Jahren. Entstandenen ist dazu eine Bilderserie. Bewerbungsschluss: Montag, 7. Januar, 24 Uhr >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Copy paste am Platz der Luftbrücke - Ausstellung in Berlin

    06.12.2018 Ricardo Bofill mitten in Berlin? Warum eigentlich nicht. Im Rahmen der Sommerakademie „Reproduktives Entwerfen“ im letzten August haben Studierende der Beuth Hochschule Berlin, der TU Dortmund, der HSMR Wiesbaden, der Universität Siegen sowie Gäste aus Rotterdam Zukunftsvisionen für den Platz der Luftbrücke in Berlin-Tempelhof entworfen. Im Vordergrund stand der Umgang mit Bestandsbeispielen, auf deren Basis neue Konzepte entwickelt werden sollten – zum Beispiel eben mit Bofills berühmt-berüchtigtem Wohnkomplex Espaces d’Abraxas. Als theoretische Grundlage diente ein 2014 entstandenes Manifest mit Thesen wie „Wir sind es leid, immer wieder neu anzufangen“ oder „Es gibt weder formale noch stilistische Tabus“. Im Haus 1 am Berliner Waterloo-Ufer wird nun eine Auswahl dieser Entwürfe gezeigt. Die kleine Ausstellung eröffnet am Freitag, 7. Dezember 2018 um 19 Uhr und ist das gesamte Wochenende über zu sehen. Ziel der Sommerakademie und der nun anschließenden Ausstellung ist es laut der Veranstalter auch, die oberflächlichen Bemühungen des Berliner Senats zur Neugestaltung des Platzes der Luftbrücke zu hinterfragen und eine Diskussion über dessen Potentiale zu anzuregen. Wer am... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Schutzhüttenästhetik in Schruns - Alpinsportzentrum von Bernardo Bader Architekten

    05.12.2018 Silvretta Montafon dürfte vielen Skifahrern ein Begriff sein – das Vorarlberger Skigebiet zählt zu den größten Wintersportregionen Österreichs. Betrieben wird das „Abenteuer am Berg“ von der Silvretta Montafon GmbH, die Pisten, Bahnen, ein Hotel, Shops und Skischulen unterhält – und neuerdings auch ein Alpinsport-Informationszentrum in Schruns, das zugleich als Hauptsitz des Unternehmens dient. Verantwortlich für den fünfgeschossigen Solitär zeichnet das im nahe gelegenen Dornbirn ansässige Büro Bernardo Bader Architekten, dessen Entwurf den ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen hatte. Das im November eröffnete Gebäude ist für den Mies van der Rohe Award 2019 nominiert. Der kompakte Kubus mit einer Nutzfläche von 1.583 Quadratmetern, der unter dem Namen Alpin Sport Silvretta Montafon firmiert, wurde mit einem Budget von 6,5 Millionen Euro errichtet und beherbergt gleich ein ganzes Bündel an Funktionen – er ist Arbeitsplatz für 60 Mitarbeiter, Schaltzentrale für den Winter- und Sommerbetrieb des Sportgebiets sowie Anlaufstelle und Informationsplattform für Touristen, Lieferanten und Firmenpartner. Und auch für den stadträumlichen Zusammenhang im Ortskern spielt er eine Rolle – an... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Schule erweitert, doppelt gelernt - Spiecker Sautter Lauer in Freiburg

    05.12.2018 In Freiburg steigen die Schülerzahlen. Aus diesem Grund entschloss sich die Gemeinde für eine Erweiterung der Pestalozzi-Schule in der Staufener Straße im Stadtteil Haslach. Den Auftrag erhielt Spiecker Sautter Lauer Architekten ein ortsansässiges Büro. Sie planten ein langgestrecktes dreigeschossiges Gebäude mit Satteldach, das sich im Westen an das denkmalgeschützte Ensemble aus dem Jahr 1909 angliedert. Damit erhält die Schule in einer Bauzeit von knapp eineinhalb Jahren ein an moderne Bedürfnisse angepasstes Gebäude für ihre Grund- und Realschule. Zum Neubau gehört auch der Ausbau eines Pausenhofs und ein kleines Sportfeld geplant von Landschaftsarchitektin Bettina Roger. Der Erweiterungsbau liegt gegenüber der Sporthalle aus den 1980er Jahren und entstand auf der Fläche des ehemaligen Sportplatzes. Dieser wurde durch ein kleineres, jedoch multifunktional nutzbares Sportfeld ersetzt. Noch während der Planung wurde die Anzahl der Klassenräume verdoppelt, unter anderem in Anpassung an den Zuzug von Flüchtlingsfamilien. Nun gibt es in beiden Obergeschossen je vier Klassen- und zwei Gruppenräume für insgesamt 240 Schüler. Die Räume in den oberen Etagen sind gen Nordosten... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Spirale für den Rotterdamer Hafen - MAD Architects planen Aussichtsplattform

    05.12.2018 Um die Jahrhundertwende gab es auf der Halbinsel Katendrecht im Rotterdamer Hafen bereits so etwas wie eine kleine Chinatown. Nicht nur chinesisches Essen bekam man hier, sondern angeblich auch Opium, wie es in der Presseerklärung von MAD Architects zu ihrem jüngsten Projekt heißt. Das Büro aus Peking nimmt diese Geschichte augenzwinkernd zum Anlass, um sich selbst in das historische und gegenwärtige Panorama des Ortes einzuschreiben. Schließlich seien sie das erste chinesische Büro, das für eine europäische Kulturinstitution baut. Die Intervention der Architekten ist für die alte Fenix-Lagerhalle geplant, die heute vor allem von Food-Startups genutzt wird. Eine Stiftung namens Droom en Daad will dort im Obergeschoss ein Migrationsmuseum einrichten, wobei der nötige Umbau durch das Rotterdamer Bureau Polderman erfolgt. MAD Architects sind in diesem Kontext wiederum für das zeitgenössische Highlight engagiert, das aus einem öffentlichen Atrium und einer spektakulären Rampe besteht. Diese ist blau verspiegelt und schraubt sich dynamisch in die Höhe. Über die Rampe gelangen die Besucher nicht nur in die Ausstellung, sie geht auch über das Dach hinaus in eine Aussichtsplattform über.... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • Buchtipp: Architekturfotografie - Leonardo Finotti. A Collection of Latin American Modern Architecture

    05.12.2018 Als das MoMA 2008 mit den Vorbereitungen seiner großen Ausstellung „Latin America in Construction 1955–1980“ begann, bekam unter anderem auch der bekannte brasilianische Architekturfotograf Leonardo Finotti einen wunderbaren Auftrag: Er sollte auf eigene Faust „moderne Architektur“ in den lateinamerikanischen Ländern suchen und dokumentieren, Bauzeit ungefähr zwischen 1930–80, gerne Unbekanntes. Der Rest war ihm überlassen. Daraus wurde für Finotti eine geradezu obsessive Tätigkeit, die ihn bis heute nicht loslässt, wie sein Buch „A Collection of Latin American Modern Architecture“ zeigt. Fotos aus neun Städten hat er erst einmal herausgesucht, mindestens zwei weitere Bücher sollen folgen. Es ist eine fotografische Reise im Schnelldurchlauf, sie geht von Montevideo bis Havanna, von Bogotá (2.640 Höhenmeter) bis in die Küstenstadt São Paulo – Finottis Heimatstadt – oder vom vergleichsweise kleinen Belo Horizonte bis in die Megametropole Mexiko-Stadt. Diese Unterschiede sind im Buch aber überhaupt kein Thema. Hier sehen wir im angenehmen Breitformat auf fast jeder Seite ein anderes, irgendwie „modernes“ Gebäude. Oder besser: Wir erhaschen einen kurzen Blick darauf. Manchmal von... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]

  • 60 Jahre Weltausstellung Brüssel - Vortrag zum Deutschen Pavillon von Egon Eiermann und Sep Ruf in München

    05.12.2018 Da nach Ludwig Mies van der Rohes Eleganz in Barcelona Albert Speers Schwere in Paris folgte, war es für Sep Ruf und Egon Eiermann klar: Ihr Beitrag zur Weltausstellung 1958 in Brüssel müsse architektonisch für Transparenz und Demokratie stehen. Die internationale Moderne, gebaut in Stahl und Glas, sollte die neue Heimat der Deutschen werden. Das Konzept für ihren Deutschen Pavillon basierte auf der von Sep Ruf 1954 gestalteten Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Am Donnerstag, 6. Dezember 2018, 60 Jahre nach der berühmten Expo, organisiert die Sep Ruf Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Egon Eiermann Gesellschaft e.V. einen Abend an der TU München zum Thema. Der Berliner Architekturhistoriker Paul Sigel macht den Auftakt mit seinem Vortrag „Die Haltung der Zurückhaltung. Der deutsche Beitrag auf der Weltausstellung Brüssel 1958“. Als besonderes Highlight findet im Anschluss ein Gespräch mit zwei ehemaligen Mitarbeitern von Ruf und Eiermann statt, die in deren Düsseldorfer Büro an der Entwicklung des Deutschen Pavillon beteiligt waren. Eine Projektion bislang unbekannten Fotomaterials komplettiert den Abend. Termin: Donnerstag, 6. Dezember 2018, 19 Uhr Ort: Technische... >>> Alle Informationen / Details / Bildergalerie >>> […]